Anna, Witwe des Hartmann Ulner v. Dieburg, geb. Kratz v. Scharffenstein, bekundet, dass sie ein neues Testament errichtet habe, durch das alle frü...
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NACHWEIS
B 15 Urkunden der Familie v. Dalberg (Kämmerer v. Worms gen. v. Dalberg)
Urkunden der Familie v. Dalberg (Kämmerer v. Worms gen. v. Dalberg) >> 1611-1630
1613 August 28
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Anna, Witwe des Hartmann Ulner v. Dieburg, geb. Kratz v. Scharffenstein, bekundet, dass sie ein neues Testament errichtet habe, durch das alle früheren Verfügungen, insbesondere das 1605 April 10/20 vor Notar und Zeugen zu Darmstadt errichtete Testament, aufgehoben sein solle. Als Begräbnisstätte legt sie die Kirche zu Dieburg, vor dem St. Ulrich-Altar fest. Genannte Gülten und Hausrat habe sie vermacht an die Hausarmen zu Dieburg, ihrem Bruder Hugo d. Ä. Kratz v. Scharffenstein, Domdekan zu Trier, ihrem Taufpaten Hugo d. J., Domherrn zu Mainz und Worms,sowie Propst zu St. Bartholomei in Frankfurt, ihrem Vetter (Johann Philipp?) Kratz v. Scharffenstein, Domherrn zu Trier und Speyer, ihrem Vetter Alexander Kratz v. Scharffenstein, kurmainzischem Reiterhauptmann, den Gebrüdern Friedrich v. Brand, Domherr zu Speyer, Brüssel und Eichstätt, Wolf Philipp v. Brand, Pfalz-neuburgischem Amtmann zu Monheim, ihrem Vetter Anton Kratz v. Scharffenstein, Amtmann zu Koblenz, dessen Tochter Anna Elisabeth, der Elisabeth Sturmfeder v. Oppenweiler geb. Nagel v. Dirmstein, ihren Basen Judith, Witwe des Hans Philipp v. Hattstein, den Schwestern Marie Jakobine und Anna Maria, verheiratete v. Flörsheim, Töchtern ihrer (der Ausstellerin) verstorbenen Schwester Katharina und deren verstorbener Ehemann Peter Nagel v. Dirmstein, den Gebrüdern Philipp Friedrich und Hans Gernand Ulner v. Dieburg, der Margaretha, Ehefrau (Johann) Dietrichs v. Metternich, Tochter ihres verstorbenen Bruders (Friedrich), sowie ihrem Dienstgesinde. Das Testament soll dem Schutz Kurfürst Johann Schweikhards von Mainz anheimgestellt werden; die Testamentsvollstreckung soll Hugo d. J. Kratz v. Scharffenstein und Wolf Friedrich Sturmfeder v. Oppenweiler obliegen
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Stadtarchiv Worms, Abt. 159 U 22, 5.8-25 - Abschrift, Papier, beglaubigt am gleichen Tag (Nr. 2391)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Stadtarchiv Worms, Abt. 159 U 22, 5.8-25 - Abschrift, Papier, beglaubigt am gleichen Tag (Nr. 2391)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:40 MESZ