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Regest: Vor dem bischöflichen Richter und Gograf in und außerhalb Ahlens Johann Langen erklären Johann Schulte zum Gaer, Rotger Avermiderich, Johann Thiemann, Berndt Roede, Heinrich Levelt, Berndt Boeck und Thonies Horstmann, Eingesessene und Bevollmächtigte des Kirchspiels Vorhelm, daß sie von Heinrich Gallenkamp, Bürger der Stadt Münster, genötigt wurden, Rechnung über die ihnen geliehenen Gelder abzulegen. Sie haben mit Zustimmung des Domkellners Plettenberg und des Dietrich Torck zu Vorhelm 1634 Juli 21 110 Reichstaler, 1635 40 Reichstaler 14 Schilling, 1638 April 29 10 Reichstaler für die Feuerstättenschatzung, laut der Taxe des verstorbenen Klepping für Ausgaben 6 Reichstaler 17 Schilling, 1640 Juni 2 an den Korporal Berndt Münster 11 Reichstaler 21 Schilling, für Jakob Speckhauß wegen Kontribution 1640 Januar 12 15 Reichstaler, 1638 November 13 Cordt Langenberndt 10 Reichstaler, für Gerdt Fleischhauer zu Lippstadt 15 Reichstaler, wovon durch Heinrich Borgmann 5 Reichstaler bezahlt sind, so daß noch 10 Reichstaler verbleiben, für ein Lippisches Molt Hafer 8 Reichstaler, laut Schreiben von 1648 8 Reichstaler, wovon 4 Reichstaler verrechnet wurden, so daß 4 Reichstaler bleiben, und für zwei nach Coesfeld für Berthold Turck gelieferte Pferde 50 Reichstaler, also insgesamt 270 Reichstaler 24 Schilling geliehen haben. Die Zinsen dafür sind bis jetzt auf 138 Reichstaler 14 Schilling aufgelaufen. Sie versprechen nun, die 270 Reichstaler 24 Schilling jährlich zu verzinsen und die rückständigen Zinsen zu bezahlen. Ankündigung des Gerichtssiegels.
Kirchspiel
Ausfertigung - Foliobogen, Gerichtssiegel als Oblate aufgedrückt, Unterschrift des Gerichtsschreibers Walter Langen. Vergleiche U 232.
Urkunden
Vorl.Nr.: 82
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.