Abt Konrad und der Konvent des Klosters Comburg (Kamberg) und der Pleban Johannes zu Hall bekunden, daß mit ihrer Genehmigung ¿ Guta Veldnerin, Witwe des Konrad Veldner, eine Kapelle auf dem Friedhof der Pfarrkirche in Hall hat errichten und weihen lassen und zu ihrem Seelenheil und dem ihres Mannes und ihrer Vor- und Nachfahren mit folgenden Einkünften ausgestattet hat: in Hall aus dem Haus der Dieterin (Tietherin) 17 ½ Schilling Heller, aus der Hofstatt des Heinrich Schmied (faber) 6 Schilling Heller, 1 Fastnachtshuhn, aus dem Hause des Feuchter (Fühter) auf dem Rosenbühl 14 Schilling Heller, aus dem dortigen Hause der Beta Drechsel (Dreichselin) 8 Schilling Heller, aus der Schmiede (fabrica) auf dem Rindermarkt (in foro vaccarum) 30 Schilling Heller, aus dem Garten des früheren Stadtschreibers (notarii) in der Pfaffengasse (in vico clericorum) 3 Schilling Heller, 1 Fastnachtshuhn, aus dem Haus des Baders am Ufer 15 Schilling Heller, aus der Fleischbank (macella) des Wölfelin 10 Schilling Heller, von der Gliemerin (Glüwerin) 3 Schilling Heller; in Veinau (Vinauwe) aus dem Lehen des Hagedorn 30 Schilling Heller; aus dem Haus der Schleierin oder Schlegerin (Sleigerin) 2 Schilling Heller, aus dem Haus der Trillerin 2 Pfund; aus dem Haus unter dem Acker des Remilin zu Unterlimpurg 31 Schilling Heller. Das Kollationsrecht der Kapelle steht dem Kloster Comburg (Kamberg) zu, doch haben die Stifterin und deren Kinder auf Lebenszeit das Präsentationsrecht. Die Pfründe soll einem Weltgeistlichen übertragen werden, der spätestens innerhalb eines Jahres die Weihe empfängt. Der Kaplan soll seine Messe nach der Mitte der Frühmesse (post pulsum canonis prioris misse) der Michaelskirche beginnen und dann dem Pfarrer zur Verfügung stehen. Die Opfer hat er mit Ausnahme dessen, was er für Vigilien und bei Begräbnissen erhält, dem Pleban abzugeben.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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