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Form und Inhalt: Der Nachlaß der Düseldorfer Druckerfamilie Stahl wurde dem Stadtarchiv von der Witwe des Oberregierungsrats Max Stahl (+1939) kurz nach Kriegsausbruch übergeben. Die Sammlung besteht aus Archivalien und Einzeldrucken sowie Büchern von 16. bis 20. Jahrhundert.
Die Tradition der Druckerfamilie Stahl in Düsseldorf beginnt mit der Eröffnung einer Offizin ca. 1711 und der Ernennung des tilmann Liborius Stahl zum Hofbuchdrucker 1723. Nach seinem Tod 1747 ging die Druckerei an seinen Sohn Ludwig Karl Philipp (geb. 1726), nach dessen Tod 1782 an dessen nevven Franz Friedrich (1750-1834) über. Fortgeführt wurde die Tradition dann aber nach harten Auseinandersetzungen seit etwa 1806 von dem Vetter des vorgenannten, Hofkammerrat karl stahl (1762-1839), einem Sohn von Ludwig Karl Philipp. Für das 19. Jahrhundert wurde der Sohn von Karl Stahl, Lorenz (1799-1878), bestimmend. Daneben erscheint Johann Gottfried Stahl, der, von einer Seitenlinie stammend, ebenfalls Druckertradition besaß. Nach dem Tode von Lorenz Stahl übernahm einer seiner Söhne, Heinrich, Verlag und Druckerei, verkaufte sie aber schon 1889. Von Bedeutung für die Druckerfamilie war stets die Herausgabe von Zeitungen.
Vgl. Hans Stöcker, Das Neueste seit 1712. 250 Jahre Düsseldorfer Zeitungstradition von Tilmann Liborius Stahl bis Heinrich Droste, Düsseldorf 1963 (Bibliothek: B 290).
I. Archivalien und Einzeldrucke:
Materialien zur Geschichte und Genealogie der Familie Stahl in Düsseldorf (16. Mappen, Familie Stahl, Schumacher, Heimsoeth, Gal, Kramer, Aktenauszüge zur Geschichte Düsseldorfer Zeitungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Jubiläen von Kommerzienrat Stahl, Drucke auf Seide, Gelegenheitsgedichte), Unterlagen zu verschiedenen Familien Stahl (20), Unterlagen zu anderen verwandten Familien (Cantador, Cremer, Dauch, Dörrenberg, Esser, Gal, Geldermann, Gilles, Göring, Haase, Hüffer, Jeghers, Kröll, Lülsdorf, Schem, Schumacher, thelosen, Wiethaus, Windekc, Ernennungsurkunde des Arnold Jansen zum geheimen Rat 1791), Drucke von landesherrlichen Erlassen und Verordnungen 16.-19. Jahrhundert (7), Drucke, Einzelblätter, einzelne Zeitungsnummern, Gelegenheitsdrucke, Festschriften meist aus der Stahl'schen Offizin (18, u.a. Gülich-Bergische Wöchentliche Nachrichten, einzelne Numnmern 1771-1805, Bergische Wöchentliche Nachrichten 1806-1810 einzelne Nummern, Kölnnische Zeitung 1808-1872 einzelne Nummern, Todesanzeigen, Totenzettel, Gülich-Bergischer Staatskalender 1768), Archivalien (19, Auszüge aus Tauf- und Heiratsregistern, Ehedispense 1719.1828, Abschriften von Urkunden des 13.-18. Jahrhunderts, darunter Bestätigungen der Statuten des Kapitels zu Heinsberg 1601, Übertragung des Dorfes Fritzdorf an Johann Bertram von Gertzen gen. Sinzig 1632, Empfehlungsschreiben der kurf. Regierung für den Rat Gottfried Fabritius bei seiner Reise nach Leipzig 1638, Beurkundung eines Rechtsgeschäfts vor Vogt und Schöffen des Gerichts Horbach (bei Richterich) 1678, Aufzeichnungen über Anniversarienstiftung in Himmelgeist in der Kirche zu Itter 1694-1697, Ernennung der Kirchenmeister durch Pfarrer Anton Bernhard Heek von Himmelgeist 1722, Errichtung von Kapellen in Aphoven und Laffelt bie Heinsberg durch Bischof Konstantin Franz von Lüttich 1787, Verteilung einer Steuerauflage im Amt Monheim, Ende 17. Jh., Promemoria Kurpfalz contra Kurköln wegen Kaiserswerth 1767, Aufzeichnungen eines Düsseldorfer Pfarrers aus den Jahren 1794/95, Briefe 1701, 2 Ansichten von Düsseldorf, Fragment eines Bücherkatalogs), Persönliche Papiere Familie Stahl 1763-1935 (1 Packen Urkunden, Besitztitel, Nachrufe, Kaufverträge, Briefwechsel).
II
473 Bücher, Schriften, Zeitschriften und Zeitungs-Bände (1585-1932), die zum großen Teil in der Druckerei Stahl gedruckt worden sind. Die meisten Bücher stammen aus dem 18. und dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts. Außer bei Stahl gedruckten Schriften sind zahlreiche bei anderen düsseldorfer Druckern erschienene Bücher vorhanden. Vorhanden sind Drucke folgender Gattungen bzw. Themen: Gesetzestexte, städtische oder landesherrliche Verordnungen und Dekrete, Präfekturakten 1810ff., Politische Streitschriften (z.B. zum Stapelrecht), Gutachten, Prozeßschriften, Geschichtsdarstellungen, Religiöses Schriftgut, Andachtsbüchlein, Predigten, Kataloge zur Düsseldorfer Gemäldegalerie, Denkschriften, Literarische- und belehrende Montssschriften, Intelligenz- und Unterhaltungsblätter, Zeitungen (Gülich- und Bergische wöchentliche Nachrichten 1777, Wöchentliche Nachrichten 1805, Bergishc-Wöchentliche Nachrichten 1806, Großherzogliche Bergisch-Wöchentliche Nachrichten 1807-1813, Bergisches Gouvernements Blatt 1813, Bergisch-Wöchentl. Intelligenzblatt 1814, Düsseldorfer Zeitung 1814, Düsseldorfer Intelligenzblatt 1819-1820, Düsseldorfer Journal- und Kreisblatt 1848), Hof- und Staats-, Schreib- und Reisekalender, Adresskalender, Adressbücher (1825 f.), Revolutionsalmanache, Jacobis "Iris" 1774-76, 1803-10), Niederrheinisches Taschenbuch 1799-1805, Reisebeschreibungen, Medizinisches Schriftgut.
Die Bücher sind über den OPAC der Bibliothek des Stadtarchivs unter der Bestandssignatur 8-32-0 recherchierbar.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.