E Rep. 300-23 Nachlass Ingrid Schmidt-Harzbach (Bestand)
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E Rep. 300-23
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> E Nachlässe und personengeschichtliche Sammlungen >> E 1 Nachlässe und Personenfonds
achtziger Jahre
Vorwort: E Rep. 300-23 Nachlaß Ingrid Schmidt-Harzbach
Bei dem Nachlaß von Ingrid Schmidt-Harzbach, der dem Landesarchiv von ihrer Erbin, Frau Mechthild Damberger, als Schenkung im Dezember 1996 übergeben wurde, handelt es sich um einen Teilnachlaß, nämlich den wissenschaftlichen Nachlaß. Persönliche Dokumente und private Korrespondenz enthält er nicht. Diese befinden sich weiterhin im Besitz der Erbin.
Ingrid Schmidt-Harzbach wurde am 17. November 1941 in Insterburg/Ostpreußen geboren. Sie war Diplom-Politologin und Mitbegründerin des "Aktionsrates zur Befreiung der Frau" (1968) und des Frauenzentrums Berlin (1972). Von 1968 bis 1976 war sie Assistentin am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin und initiierte dort das erste Frauenseminar. Mitbegründerin der (West-) Berliner Sommeruniversität für Frauen, organisierte sie zahlreiche Frauenkonferenzen und publizierte u.a. zur Geschichte der alten und der neuen Frauenbewegung. Sie war maßgeblich am Projekt "Frauenpolitik und politisches Wirken von Frauen im Berlin der Nachkriegszeit 1945-1949" beteiligt; der Publikation sind auch diese biographischen Hinweise entnommen.
Ingrid Schmidt-Harzbach nahm sich am 23. September 1991 mit einem Sprung vom Funkturm das Leben, die Trauerfeier fand am 11. Oktober in Berlin statt.
Da zu diesem Zeitpunkt das o.g. Projekt noch nicht beendet war, wurden ihre Notizen, Exzerpte und Manuskriptentwürfe noch von den anderen Projektmitarbeiterinnen ausgewertet. Frau Damberger nahm dann eine erneute Sichtung und Ordnung vor, bevor die Unterlagen ins Landesarchiv kamen.
Bei der archivischen Verzeichnung wurden Originale aus Archiven, die sich im Nachlaß befanden, an diese zurückgegeben bzw. in die Originalbestände zurückgeführt. Es handelt sich dabei um Archivalien
1. aus dem Helene-Lange-Archiv im Landesarchiv Berlin,
2. aus dem Bestand Bezirksleitung Berlin der SED, Bezirksparteiarchiv, im Landesarchiv Berlin,
3. aus der Stiftung Parteien und Masenorganisationen im Bundesarchiv (SAPMO),
4. Unterlagen aus den Nachlässen Elli Schmidt, Emmy Damerius-Koenen und Wally Vollmer,
5. und um Broschüren des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) und des Demo-kratischen Frauenbundes Deutschland (DFD), die die zentrale Ebene betreffen.
Der Nachlaß, der im wesentlichen aus Schriftgut besteht, das in den achtziger Jahren entstanden ist, setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Einmal enthält er Kopien sowohl von Aufsätzen aus der Sekundärliteratur zum Komplex Frauen, Frauenleben, Frauenarbeit in der unmittelbaren Nachkriegszeit als auch von Quellen aus diesem Zeitraum (Protokolle, Zeitungsausschnitte etc.), zweitens dann Konzepte, handschriftliche Notizen und verschiedene Fassungen von Manuskripten, deren Entstehungsdatum nicht mehr festzustellen war. Diese Struktur des Bestandes führte zu der Entscheidung, bei der einzelnen Akte keine Laufzeit anzugeben bzw. sie lediglich als Ergänzung zum Titel (z.B. bei Kopien von Quellen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit) und zur weiteren Erläuterung und Einordnung aufzuführen.
Der Nachlaß umfaßt 43 Nummern, er wird wie folgt zitiert: E Rep. 300-23 Nr. ...
Literatur:
Renate Genth/Reingard Jäkl/Rita Pawlowski/Ingrid Schmidt-Harzbach/Irene Stoehr: Frauenpolitik und politisches Wirken von Frauen im Berlin der Nachkriegszeit 1945-1949. Herausgegeben von der Senatorin für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen. Berlin 1996.
Ulrike Helwerth, Ingrid Schmidt-Harzbach ist tot. In: taz vom 25. September 1991, S. 4.
Carola von Braun, Ingrid Schmidt-Harzbach. In: EMMA, Nr. 11/1991, S. 8.
Berlin, im Juli 1999 Susanne Knoblich
Bei dem Nachlaß von Ingrid Schmidt-Harzbach, der dem Landesarchiv von ihrer Erbin, Frau Mechthild Damberger, als Schenkung im Dezember 1996 übergeben wurde, handelt es sich um einen Teilnachlaß, nämlich den wissenschaftlichen Nachlaß. Persönliche Dokumente und private Korrespondenz enthält er nicht. Diese befinden sich weiterhin im Besitz der Erbin.
Ingrid Schmidt-Harzbach wurde am 17. November 1941 in Insterburg/Ostpreußen geboren. Sie war Diplom-Politologin und Mitbegründerin des "Aktionsrates zur Befreiung der Frau" (1968) und des Frauenzentrums Berlin (1972). Von 1968 bis 1976 war sie Assistentin am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin und initiierte dort das erste Frauenseminar. Mitbegründerin der (West-) Berliner Sommeruniversität für Frauen, organisierte sie zahlreiche Frauenkonferenzen und publizierte u.a. zur Geschichte der alten und der neuen Frauenbewegung. Sie war maßgeblich am Projekt "Frauenpolitik und politisches Wirken von Frauen im Berlin der Nachkriegszeit 1945-1949" beteiligt; der Publikation sind auch diese biographischen Hinweise entnommen.
Ingrid Schmidt-Harzbach nahm sich am 23. September 1991 mit einem Sprung vom Funkturm das Leben, die Trauerfeier fand am 11. Oktober in Berlin statt.
Da zu diesem Zeitpunkt das o.g. Projekt noch nicht beendet war, wurden ihre Notizen, Exzerpte und Manuskriptentwürfe noch von den anderen Projektmitarbeiterinnen ausgewertet. Frau Damberger nahm dann eine erneute Sichtung und Ordnung vor, bevor die Unterlagen ins Landesarchiv kamen.
Bei der archivischen Verzeichnung wurden Originale aus Archiven, die sich im Nachlaß befanden, an diese zurückgegeben bzw. in die Originalbestände zurückgeführt. Es handelt sich dabei um Archivalien
1. aus dem Helene-Lange-Archiv im Landesarchiv Berlin,
2. aus dem Bestand Bezirksleitung Berlin der SED, Bezirksparteiarchiv, im Landesarchiv Berlin,
3. aus der Stiftung Parteien und Masenorganisationen im Bundesarchiv (SAPMO),
4. Unterlagen aus den Nachlässen Elli Schmidt, Emmy Damerius-Koenen und Wally Vollmer,
5. und um Broschüren des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) und des Demo-kratischen Frauenbundes Deutschland (DFD), die die zentrale Ebene betreffen.
Der Nachlaß, der im wesentlichen aus Schriftgut besteht, das in den achtziger Jahren entstanden ist, setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Einmal enthält er Kopien sowohl von Aufsätzen aus der Sekundärliteratur zum Komplex Frauen, Frauenleben, Frauenarbeit in der unmittelbaren Nachkriegszeit als auch von Quellen aus diesem Zeitraum (Protokolle, Zeitungsausschnitte etc.), zweitens dann Konzepte, handschriftliche Notizen und verschiedene Fassungen von Manuskripten, deren Entstehungsdatum nicht mehr festzustellen war. Diese Struktur des Bestandes führte zu der Entscheidung, bei der einzelnen Akte keine Laufzeit anzugeben bzw. sie lediglich als Ergänzung zum Titel (z.B. bei Kopien von Quellen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit) und zur weiteren Erläuterung und Einordnung aufzuführen.
Der Nachlaß umfaßt 43 Nummern, er wird wie folgt zitiert: E Rep. 300-23 Nr. ...
Literatur:
Renate Genth/Reingard Jäkl/Rita Pawlowski/Ingrid Schmidt-Harzbach/Irene Stoehr: Frauenpolitik und politisches Wirken von Frauen im Berlin der Nachkriegszeit 1945-1949. Herausgegeben von der Senatorin für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen. Berlin 1996.
Ulrike Helwerth, Ingrid Schmidt-Harzbach ist tot. In: taz vom 25. September 1991, S. 4.
Carola von Braun, Ingrid Schmidt-Harzbach. In: EMMA, Nr. 11/1991, S. 8.
Berlin, im Juli 1999 Susanne Knoblich
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST