Teilung der elterlichen Erbschaft und die Verwendung eines dieser Güter zur Befriedigung der Ansprüche ihrer Gläubiger. Bei dem Kläger handelt es sich um den ältesten Sohn von Franz Wilhelm von Wendt und Agatha Catharina von Westphalen. Er verweist darauf, daß wegen der Schulden seiner Eltern die Gläubiger auch Anspruch auf Güter des ihm von seinem Onkel Franz Egon von Wendt geschenkten Hauses Crassenstein erheben. Um dieses Haus werde ebenfalls am RKG gestritten (vgl. RKG Münster 5933 (W 581/1867)). Der Kläger wirft der Gegenpartei vor, daß sie bisher eine Teilung der Erbgüter verweigert hat. Die Beklagten wenden ein, daß der Streitfall im Rahmen des bereits am RKG schwebenden Prozesses zu verhandeln sei, und machen den Kläger außerdem für zusätzliche Schulden verantwortlich.
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Teilung der elterlichen Erbschaft und die Verwendung eines dieser Güter zur Befriedigung der Ansprüche ihrer Gläubiger. Bei dem Kläger handelt es sich um den ältesten Sohn von Franz Wilhelm von Wendt und Agatha Catharina von Westphalen. Er verweist darauf, daß wegen der Schulden seiner Eltern die Gläubiger auch Anspruch auf Güter des ihm von seinem Onkel Franz Egon von Wendt geschenkten Hauses Crassenstein erheben. Um dieses Haus werde ebenfalls am RKG gestritten (vgl. RKG Münster 5933 (W 581/1867)). Der Kläger wirft der Gegenpartei vor, daß sie bisher eine Teilung der Erbgüter verweigert hat. Die Beklagten wenden ein, daß der Streitfall im Rahmen des bereits am RKG schwebenden Prozesses zu verhandeln sei, und machen den Kläger außerdem für zusätzliche Schulden verantwortlich.
AA 0627, 6040 - W 605/1896
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 3. Buchstabe W
1730 - 1749 (1697 - 1739)
Enthaeltvermerke: Kläger: Franz Egon von Wendt, Herr zu Crassenstein, Hardenberg, Holtfeld, Horst und Achternberg Beklagter: Johann Matthias von Ascheberg, kurköln. und münsterischer Geheimer Rat, Münster, und Dr. Karl Heinrich Wibbert, kurköln. und münsterischer Geheimer Rat und Hofrat, Münster, als Vormünder der vier minderjährigen Kinder von Franz Wilhelm von Wendt zu Hardenberg, Holtfeld, Horst und Achternberg, und Agatha Catharina von Westphalen zu Fürstenberg Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Melchior Deuren 1729 - Subst.: Dr. Christian Hartmann von Gülich Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Adolf Brandt 1730 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofman Prozeßart: Citationis ad videndum familiam provisionaliter vero distrahi praedium in usum creditorum et desuper interponi decretum seque condemnari Instanzen: RKG 1730 - 1749 (1697 - 1739) Beweismittel: Kommissionsakten eines Vergleichs zwischen Jakob Friedrich von Ketteler und Franz Wilhelm von Wendt, 1713 - 1720 (Bd. 2). Botenlohnschein, 1730 (Q 5). Inventar des Hauses Crassenstein, 1721 (in Q 22). Inventar des Hauses Hardenberg, 1721 (Q 23). Inventar des Hauses Achternberg, 1721 (Q 24). Inventar des Hauses Horst 1721 (Q 25). Inventar des Hauses Holtfeld, 1721 (Q 26). Testament von Franz Egon von Wendt zu Crassenstein, 1709 (Q 27). Schenkung des Franz Egon von Wendt zu Crassenstein an Karl Aemilius von Ketteler und Franz Egon von Wendt, 1710 (Q 28). Vergleich zwischen Friedrich Sigismund Dietrich von Schaesberg und Jobst Dietrich von Wendt, 1697 (Q 31). Beschreibung: 2 Bde., 10 cm; Bd. 1: 299 Bl., lose, Q 1 - 28, 29 - 33, 3 Beilagen; Q 29 fehlt; Vermerk im Protokoll: Redditis ex senatu actis defuit quadr. 29 (Wetzlar, 24. März 1749); Bd. 2: 200 Bl., gebunden, Q 30.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:33 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 3. Buchstabe W (Gliederung)