Rechtsamt der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (Bestand)
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BArch Z 22
call number: Z 22
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Westalliierte Besatzungszonen (1945-1949) >> Justiz
(1946-1947) 1948-1950
Geschichte des Bestandsbildners: Die Rechtsabteilung der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes (VWG) erhielt durch Gesetz vom 20. Juli 1948 (WiGBl. 1948, S. 77) eine rechtliche Grundlage mit folgenden Aufgaben: Überprüfung der Rechtsförmlichkeit von Gesetzes- und Verordnungsentwürfen vor ihrer letzten Lesung im Wirtschaftsrat sowie von Rechtsvorschriften vor ihrem Erlass; Beteiligung an der Bearbeitung aller grundsätzlichen und allgemeinen Rechtsstreitigkeiten nach Art. XII der Proklamation Nr. 7 der amerikanischen, bzw. Verordnung Nr. 126 der britischen Militärregierung; Verbindung mit den Justizbehörden der Länder und ihren gemeinsamen Einrichtungen im Rahmen der Zuständigkeit des Wirtschaftsrates; Federführung für die Gesetzgebung auf den Gebieten des Patentrechts, des Urheberrechts und Musterschutzes; Herausgabe und Schriftleitung des zentralen Verkündungsorgans für das VWG. Der Sitz des Rechtsamtes war in Frankfurt/Main. Ab dem 1. April 1949 wurden ihm noch die gesetzgeberischen Aufgaben des aufgelösten Büros für Währungsfragen übertragen. Am 1. April 1950 beendete das Rechtsamt seine Tätigkeit; seine Aufgaben gingen auf das BMJ über.
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Die Akten des Rechtsamts wurden im April und Juni 1958 vom Bundesministerium der Justiz an das Bundesarchiv abgegeben.
Archivische Bewertung und Bearbeitung
Der für die Generalakten vorhandene Aktenplan wurde der Verzeichnung und Ordnung zugrunde gelegt. Allgemein gehaltene Betreffe konnten genauer gefasst werden, weil während der verhältnismäßig kurzen Arbeitszeit des Rechtsamtes in vielen Heftern nur wenige Vorgänge oder auch nur ein Vorgang angefallen waren. Deshalb konnten häufig auch viele Hefter, gelegentlich sogar Aktenplangruppen zu einem Archivband zusammengefasst werden.
Für die Sonderakten lag kein Plan vor; die Akten selbst tragen auch keine Aktenzeichen. Die Gruppierung der Akten erfolgte unter Verwendung der Referatseinteilung von 1949.
Inhaltliche Charakterisierung: Die Überlieferung im Bundesarchiv kann als nahezu vollständig angesehen werden. Besonderes Gewicht haben die Unterlagen zum Wirtschaftsrecht, zum gewerblichen Rechtsschutz, aber auch zum Staats- und Verwaltungsrecht.
Generalakten (63), dabei: Allgemeine Verwaltung, Vertretung des Fiskus des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, Zivil-, Straf-, Wirtschafts-, Staats- und Verwaltungsrecht, Internationales und interzonales Recht, Gerichtswesen, Arbeits- und Sozialrecht; Sonderakten (205), dabei u.a.: Wirtschaftsrecht, Organisationsrecht, Allgemeines Verwaltungsrecht, Besatzungsrecht, Sammlung des deutschen Übergangsrechts, Patent-, Warenzeichen- und Gebrauchsmusterrecht, internationaler gewerblicher Rechtsschutz, Patentwesen; Gesetzeshefter (233).
Erschließungszustand: Online-Findbuch.
Vorarchivische Ordnung: In der vier Regaleinheiten umfassenden Abgabe waren vier Gruppen von Akten zu erkennen:
1) Generalakten,
2) Sonderakten,
3) Gesetzeshefter,
4) Akten des Büros für Währungsfragen.
Umfang, Erläuterung: 501 AE
Zitierweise: BArch Z 22/...
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte
Die Akten des Rechtsamts wurden im April und Juni 1958 vom Bundesministerium der Justiz an das Bundesarchiv abgegeben.
Archivische Bewertung und Bearbeitung
Der für die Generalakten vorhandene Aktenplan wurde der Verzeichnung und Ordnung zugrunde gelegt. Allgemein gehaltene Betreffe konnten genauer gefasst werden, weil während der verhältnismäßig kurzen Arbeitszeit des Rechtsamtes in vielen Heftern nur wenige Vorgänge oder auch nur ein Vorgang angefallen waren. Deshalb konnten häufig auch viele Hefter, gelegentlich sogar Aktenplangruppen zu einem Archivband zusammengefasst werden.
Für die Sonderakten lag kein Plan vor; die Akten selbst tragen auch keine Aktenzeichen. Die Gruppierung der Akten erfolgte unter Verwendung der Referatseinteilung von 1949.
Inhaltliche Charakterisierung: Die Überlieferung im Bundesarchiv kann als nahezu vollständig angesehen werden. Besonderes Gewicht haben die Unterlagen zum Wirtschaftsrecht, zum gewerblichen Rechtsschutz, aber auch zum Staats- und Verwaltungsrecht.
Generalakten (63), dabei: Allgemeine Verwaltung, Vertretung des Fiskus des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, Zivil-, Straf-, Wirtschafts-, Staats- und Verwaltungsrecht, Internationales und interzonales Recht, Gerichtswesen, Arbeits- und Sozialrecht; Sonderakten (205), dabei u.a.: Wirtschaftsrecht, Organisationsrecht, Allgemeines Verwaltungsrecht, Besatzungsrecht, Sammlung des deutschen Übergangsrechts, Patent-, Warenzeichen- und Gebrauchsmusterrecht, internationaler gewerblicher Rechtsschutz, Patentwesen; Gesetzeshefter (233).
Erschließungszustand: Online-Findbuch.
Vorarchivische Ordnung: In der vier Regaleinheiten umfassenden Abgabe waren vier Gruppen von Akten zu erkennen:
1) Generalakten,
2) Sonderakten,
3) Gesetzeshefter,
4) Akten des Büros für Währungsfragen.
Umfang, Erläuterung: 501 AE
Zitierweise: BArch Z 22/...
Rechtsamt der Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1948-1950
511 Aufbewahrungseinheiten; 5,4 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Amtliche Druckschriften: Blatt für Patent-, Muster- und Zeichenwesen, Jhrg. 1948 und 1949 (ab Okt. 1949 Hrsg. Deutsches Patentamt).- Öffentlicher Anzeiger für das Vereinigte Wirtschaftsgebiet, Jhrg. 1948 und 1949; Denkschrift zur Frage des Besatzungsstatuts, Nov. 1948.
Literatur: Vogel: Westdeutschland, Teil III, S. 532 ff., 582 ff.- Potthoff, Wenzel: Handbuch, S. 206 f.
Literatur: Vogel: Westdeutschland, Teil III, S. 532 ff., 582 ff.- Potthoff, Wenzel: Handbuch, S. 206 f.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST