Notariatsinstrument des Würzburger Notars Johann Hanold über den Versuch von Schwarzenberger (u.a. Martin Scharschmidt im Auftrag des Friedrich Freiherr von Schwarzenberg) und Ysenburger (Matthias Kalkofen im Auftrag des Grafen Arnold von Isenburg als Vormund über Johann, Salentin, Anastasia und Margaretha von Isenburg) Bevollmächtigten, als Wertheimer Erben gemäß den Wormser Vereinbarungen [1556 August 31, siehe G Rep. 9 Lade XIII-XIV Nr. 39] in Wertheim Inventare, Salbücher, Zinsregister, Privilegien, Kaufbriefe usw. (überhaupt die "alt registratur, was dan zur eygenthumblichen erbschafft gehorig") einzusehen. Sie haben diesen Wunsch an Amtmann Friedrich von Ratzenberg, Valten Rüdinger, Hans Schreiber sowie weitere "Befehlhaber" in Wertheim gerichtet, aber nur alte Briefe in großer Konfusion erhalten, aus denen sie nichts ersehen konnten. Auf den Briefen sind Registraturzeichen ("signa der alten registratur") gewesen, die Registratur selbst aber habe sich nicht finden lassen. Die Königsteiner Befehlhaber hätten gesagt, der Schlüssel sei nicht beihanden. Das Testament des Grafen Georg hätten sie ebensowenig vorgelegt wie Inventare zu dessen Verlassenschaft. Die Gesandten protestieren mit dem vorliegenden Instrument gegen dieses Verhalten und die Verletzung der Wormser Vereinbarungen.