Streit um Haus, Hof und Erbgut Kottingen (Cottingen) im Kirchspiel Gressenich (Kr. Aachen). Der Appellant erklärt, das Gut befinde sich seit Menschengedenken in seinem Besitz und sei in seinem Ehevertrag von 1548 seiner Ehefrau als Witwensitz verschrieben worden. Bock dagegen erklärt, Priester Jordan (Herr Jordan Priester) habe das Gut Binsfeld nur auf seine Lebenszeit gegen Stellung von Kost, Kleidung und einer Leibzucht überlassen, ihm aber für die Zeit nach seinem Tode vermacht. Er beruft sich zudem auf einen Vergleich von 1555, den Binsfeld für ungültig hält.
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Streit um Haus, Hof und Erbgut Kottingen (Cottingen) im Kirchspiel Gressenich (Kr. Aachen). Der Appellant erklärt, das Gut befinde sich seit Menschengedenken in seinem Besitz und sei in seinem Ehevertrag von 1548 seiner Ehefrau als Witwensitz verschrieben worden. Bock dagegen erklärt, Priester Jordan (Herr Jordan Priester) habe das Gut Binsfeld nur auf seine Lebenszeit gegen Stellung von Kost, Kleidung und einer Leibzucht überlassen, ihm aber für die Zeit nach seinem Tode vermacht. Er beruft sich zudem auf einen Vergleich von 1555, den Binsfeld für ungültig hält.
AA 0627, 493 - B 1222/4288
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1556-1588 (1555-1578)
Enthaeltvermerke: Kläger: Heinrich von Binsfeld, Herr zu Merzenich und Kessenich (Kesternicht; beide Kr. Euskirchen), später auch berg. Marschall, Rat und berg. Amtmann zu Blankenberg; 1577 seine Witwe Elisabeth von der Horst zu Heimerzheim für sich und als Vormund ihrer unmündigen Kinder, (Bekl.); 1564 als Interessentin bzw. Intervenientin Binsfelds Ehefrau Elisabeth von der Horst, Haus Stammen (Stambach) bei Euskirchen Beklagter: Colin Bock zu Hepscheid (Belgien); 1574 seine Witwe Katharina von Weims gen. Wambach; 1575 auch ihre Kinder Wilhelm, Johanna, Maria und Johann Bock (Buck), (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Michael von Kaden 1556 - Mauritius Breunlin - David Capito - Anastasius Grineisen - Dr. Melchior Schwartzenberch 1564 - Dr. Christoph Rebsteck - Dr. Malachias Ramminger - Dr. Ludwig Stall - Dr. Lodewich Stahell 1564, 1569 - Dr. Christoffel Rebsteck 1577 - Dr. Laurenz Wildthelm - Dr. Bernhard Kuehorn - Dr. Georg Beheim Prokuratoren (Bekl.): Dr. Julius Mart 1556 - Dr. Michael Vollandt - Dr. Johann Deßler - Dr. Johann Vest 1574 - Dr. Johann Bontz 1575 Prozeßart: Appellationis, ab 1567: primae Appellationis bzw. primae Appellationis decisae Instanzen: 1. Mannkammer (Mannrichter und Mannen von Lehen, Ritterlehensmannen, Militarii Vasalli) der Reichsabtei Kornelimünster 1555 ?-1556 - 2. RKG 1556-1588 (1555-1578) Beweismittel: Acta priora (42-47). Vergleich zwischen Heinrich von Binsfeld und Colin Bock vom 11. Juli 1555: Binsfeld räumt Bock und seinen Erben Kottingen mit allem Zubehör ein, und Bock erlegt Binsfeld 900 Goldgulden in Düren (60f., siehe auch 80f.). Bestellung der Witwe Binsfeld zur Kuratorin ihrer minderjährigen Kinder durch Schultheiß und Schöffen der Stadt und des Hohen Gerichts zu Euskirchen, 1577 (145). Beschreibung: 5 cm, 150 Bl., lose; Q 1-50, es fehlen Q 1, 22, 2 Beilagen = Q 7*, 44*, Q 10 irrtümlich als Q 11 gezeichnet.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
2026-04-28T08:14:22+0200
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
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