Es wird bekundet, dass Hans Kopf (Kopff) und Matthias Meyer, beide Zimmermänner und Bürger zu Schwäbisch Hall, in der gewöhnlichen Stube im Haus des Wirts Hans Rat zu Bubenorbis (-urbis) im Würzburger Bistum vor dem Notar Johann Kaufmann (Kauf-), Kleriker im Augsburger Bistum, "tutscher schulmeister" zu Würzburg und öffentlicher Schreiber, neben dem von Kurfürst Philipp von der Pfalz verordneten Rat Heinrich von Helmstatt, Amtmann zu Weinsberg, erschienen sind. Dieser hat angezeigt, dass Hans Augsburger 26 Jahre lang Knecht der Pfalz gewesen sei und die Wälder um Bubenorbis und Böhringsweiler (Beringswyler) versehen habe, nunmehr aber alt und betagt sei und die Lochbäume verkommen seien. Damit dem Pfalzgrafen nach Hansens Tode kein Abbruch an seinen Rechten geschehe, sollten die Waldungen der Pfalz mit Grenzsteinen versehen werden, wofür Hans Augsburger (-purger) auf seinen Eid eine Kundschaft ihres Umfangs gegeben und eine Grenzbegehung stattgefunden hat. Es folgt eine ausführliche Beschreibung der mehrtägigen Grenzbegehung, Erneuerung und Setzung der Grenzsteine mit Nennung der Flurstücke, Anstößer und Anwesenden, darunter von und zu Bubenorbis, Bibersfeld, Böhringsweiler, Mainhardt, Spiegelberg, Sulzbach [an der Murr], Trauzenbach, Grab, Wüstenrot, Löwenstein, Eichelberg, Weinsberg, Heimbach (Hainpach) und Schuppach (Scheppach/Schoppach) mit weiteren Ansprachen und Kundschaften. Erwähnt werden dabei u. a. Engelhard von Morstein, Schultheiß zu Schwäbisch Hall, der Propst zu Comburg, der Stiftsherr Martin Zobel, Klaus Sonnlein (Sonnlins), Schultheiß zu Sulzbach an der Murr, Graf Ludwig I. von Löwenstein, Hans Augsburger, Schultheiß zu "Hohenberg" [wohl Großhöchberg und derselbe wie oben], das Kloster Lichtenstern, Benedikt Krytzel, Hofmeister des Klosters Lichtenstern, Hartmann Stumpf (Stompf) [von Schweinberg], Forstmeister zu Böhringsweiler, Ulrich Waibel (Waybel), Vogt zu Böhringsweiler, Hans Olber und Hans Vogel (Vogelhans), Amtsknechte zu Weinsberg, Hans von Weiler, Wendel Hipler (Huplers), hohenlohischer Sekretär, Johann Zweifel (Zwifel), Keller zu Öhringen, Kaspar von Sickingen neben etlichen weiteren Anrainern, Jägern und Forstknechten.
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Es wird bekundet, dass Hans Kopf (Kopff) und Matthias Meyer, beide Zimmermänner und Bürger zu Schwäbisch Hall, in der gewöhnlichen Stube im Haus des Wirts Hans Rat zu Bubenorbis (-urbis) im Würzburger Bistum vor dem Notar Johann Kaufmann (Kauf-), Kleriker im Augsburger Bistum, "tutscher schulmeister" zu Würzburg und öffentlicher Schreiber, neben dem von Kurfürst Philipp von der Pfalz verordneten Rat Heinrich von Helmstatt, Amtmann zu Weinsberg, erschienen sind. Dieser hat angezeigt, dass Hans Augsburger 26 Jahre lang Knecht der Pfalz gewesen sei und die Wälder um Bubenorbis und Böhringsweiler (Beringswyler) versehen habe, nunmehr aber alt und betagt sei und die Lochbäume verkommen seien. Damit dem Pfalzgrafen nach Hansens Tode kein Abbruch an seinen Rechten geschehe, sollten die Waldungen der Pfalz mit Grenzsteinen versehen werden, wofür Hans Augsburger (-purger) auf seinen Eid eine Kundschaft ihres Umfangs gegeben und eine Grenzbegehung stattgefunden hat. Es folgt eine ausführliche Beschreibung der mehrtägigen Grenzbegehung, Erneuerung und Setzung der Grenzsteine mit Nennung der Flurstücke, Anstößer und Anwesenden, darunter von und zu Bubenorbis, Bibersfeld, Böhringsweiler, Mainhardt, Spiegelberg, Sulzbach [an der Murr], Trauzenbach, Grab, Wüstenrot, Löwenstein, Eichelberg, Weinsberg, Heimbach (Hainpach) und Schuppach (Scheppach/Schoppach) mit weiteren Ansprachen und Kundschaften. Erwähnt werden dabei u. a. Engelhard von Morstein, Schultheiß zu Schwäbisch Hall, der Propst zu Comburg, der Stiftsherr Martin Zobel, Klaus Sonnlein (Sonnlins), Schultheiß zu Sulzbach an der Murr, Graf Ludwig I. von Löwenstein, Hans Augsburger, Schultheiß zu "Hohenberg" [wohl Großhöchberg und derselbe wie oben], das Kloster Lichtenstern, Benedikt Krytzel, Hofmeister des Klosters Lichtenstern, Hartmann Stumpf (Stompf) [von Schweinberg], Forstmeister zu Böhringsweiler, Ulrich Waibel (Waybel), Vogt zu Böhringsweiler, Hans Olber und Hans Vogel (Vogelhans), Amtsknechte zu Weinsberg, Hans von Weiler, Wendel Hipler (Huplers), hohenlohischer Sekretär, Johann Zweifel (Zwifel), Keller zu Öhringen, Kaspar von Sickingen neben etlichen weiteren Anrainern, Jägern und Forstknechten.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 818, 688
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1499 April 8 (am montag nach dem sontag quasimodogeniti der da was der achte tag im aprill umb sehs urr oder gar nahent da by vor mittags)
fol. 497r-500r [alt: 439r-442r]
Urkunden
Ausstellungsort: Bubenorbis
Kopfregest: "Ein instrument uber die versteynung der welde umb Bubenurbis unnd Beringswyler der Pfaltz zugehorig". Notariatsurkunde des Notars Johann Kaufmann (ohne Abzeichnung des Notariatssignets).
Augsburger, Hans; von Großhöchberg, erw. 1480, 1488
Helmstatt, Heinrich von; Amtmann zu Weinsberg, pfalzgräflicher Rat, erw. 1496, 1501
Kaufmann, Johann; Notar, Kleriker, Schulmeister zu Würzburg, erw. 1499
Kopf, Hans; Bürger zu Schwäbisch Hall, erw. 1499
Krytzel, Benedikt; Hofmeister zu Lichtenstern, erw. 1499
Meyer, Matthias; Bürger zu Schwäbisch Hall, erw. 1499
Morstein, Engelhard von; Schultheiß zu Schwäbisch Hall, erw. 1499
Olber, Hans; Knecht, zu Neuenstadt am Kocher, erw. 1489
Rat, Hans; Wirt zu Bubenorbis, erw. 1480, 1499
Sickingen, Kaspar von; erw. 1461, 1499
Sonnlein, Klaus; Schultheiß zu Sulzbach an der Murr, erw. 1499
Stumpf von Schweinberg zu Domeneck, Hartmann; Forstmeister zu Böhringsweiler, ux. Ursula von Rossau, erw. 1497, 1501
Vogel, Hans (Vogelhans); Amtsknecht zu Weinsberg, erw. 1499
Waibel, Ulrich; Vogt zu Böhringsweiler, erw. 1499
Weiler, Hans von; Vater Kaspars, erw. 1464, 1504
Zobel von Giebelstadt, Martin; Stiftsherr zu Comburg, erw. 1499
Zweifel, Johann; Keller zu Öhringen, erw. 1499
Bibersfeld : Schwäbisch Hall SHA
Böhringsweiler : Großerlach WN
Bubenorbis : Mainhardt SHA
Eichelberg : Obersulm HN
Grab : Großerlach WN
Großhöchberg : Spiegelberg WN
Heimbach : Schwäbisch Hall SHA
Löwenstein HN
Mainhardt SHA
Schuppach : Untersteinbach, Pfedelbach KÜN
Schwäbisch Hall SHA
Spiegelberg WN
Sulzbach an der Murr WN
Trauzenbach : Grab, Großerlach WN
Weinsberg HN
Würzburg WÜ
Wüstenrot HN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:10 MESZ
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