Graf Haug von Montfort ersucht den Abt Diethelm von St. Gallen um Belehnung mit dem ganzen Schloss Mollenberg und allen dazu gehörenden Besitzungen und Rechten. Der Graf hatte die Hälfte des Schlosses Mollenberg mit den dazu gehörenden Besitzungen und Rechten, durch Kauf von den Brüdern Hans und Eitelhans Halder erworben (s. U 74 u. U 76). Dieses Lehen wurde vom Kloster St. Gallen an Jörg Wilhelm von Vachenstein, einen Diener des Grafen, weiter verliehen (s. U 78), der inzwischen verstorben ist. Seither hat der Graf auch die andere Hälfte des Schlosses Mollenberg "von dem Schnitzer zu Wangen und Hannsen Völckhenn von Costannz" [korrekt: von den Brüdern Gregorius und Hans Schnitzer aus Wangen sowie von Laurenz Völck aus Konstanz, der in seinem Namen und dem seiner Frau Sophia Wissner handelte] käuflich erworben (s. U 83). Der Graf bittet, an seiner Stelle seinen Amman Jakob Vorster zu belehnen. Er ersucht auch darum, den mit dem Tod Vachensteins gleichfalls heimgefallenen Hof zu Hege gleichfalls ihm bzw. seinem Vertreter zu verleihen.
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Graf Haug von Montfort ersucht den Abt Diethelm von St. Gallen um Belehnung mit dem ganzen Schloss Mollenberg und allen dazu gehörenden Besitzungen und Rechten. Der Graf hatte die Hälfte des Schlosses Mollenberg mit den dazu gehörenden Besitzungen und Rechten, durch Kauf von den Brüdern Hans und Eitelhans Halder erworben (s. U 74 u. U 76). Dieses Lehen wurde vom Kloster St. Gallen an Jörg Wilhelm von Vachenstein, einen Diener des Grafen, weiter verliehen (s. U 78), der inzwischen verstorben ist. Seither hat der Graf auch die andere Hälfte des Schlosses Mollenberg "von dem Schnitzer zu Wangen und Hannsen Völckhenn von Costannz" [korrekt: von den Brüdern Gregorius und Hans Schnitzer aus Wangen sowie von Laurenz Völck aus Konstanz, der in seinem Namen und dem seiner Frau Sophia Wissner handelte] käuflich erworben (s. U 83). Der Graf bittet, an seiner Stelle seinen Amman Jakob Vorster zu belehnen. Er ersucht auch darum, den mit dem Tod Vachensteins gleichfalls heimgefallenen Hof zu Hege gleichfalls ihm bzw. seinem Vertreter zu verleihen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 123 M a U 85
Bayerisches HStA, GU Lindau 68
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 123 M a Montfort-Tettnang, Grafschaft
Montfort-Tettnang, Grafschaft >> Urkunden
1555 Januar 5
34 x 23 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Siegelbeschreibung: 1 S.
Halder; Eitelhans
Montfort(-Rotenfels); Hugo (Haug) von; Graf
Schnitzer, Gregorius
Völck; Laurenz
Vorster, Jakob
Wissner; Sophia
Hege : Wasserburg (Bodensee) LI
Konstanz KN
Mollenberg, Hergensweiler, LI; Schloss
St. Gallen [CH]; Kloster
Wangen im Allgäu RV
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:26 PM CET