Nachlass Oskar Eberlen, NSDAP-Ortsgruppenleiter in Stuttgart-Furtbach (1909-1945) (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 719
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Deposita, nichtstaatliche Archive und Nachlässe >> Nachlässe (ohne Deposita)
1928-1943
Überlieferungsgeschichte
Oskar Eberlen (1909-1945), Versicherungsmathematiker bei der Allgemeinen Rentenanstalt in Stuttgart, seit 1932 NSDAP-Mitglied, wurde 1934 Ortsgruppenleiter der Stuttgarter Ortsgruppe Furtbach und trat 1937 in den hauptamtlichen Dienst der Partei. Nach Tätigkeit bei der Kreisleitung und beim Reichspropagandaamt Württemberg wurde Eberlen 1943 zum Reichshauptstellenleiter und Abschnittsleiter in der Parteikanzlei in München ernannt. Seit 1945 gilt er als vermisst.
Das vorliegende Schriftgut kam über die Landesmilitärregierung bzw. die Spruchkammern im Archiv ein, war zunächst dem Bestand PL 530/2 (US-Militärregierung Württemberg-Baden) eingegliedert und wurde 1993 zu einem eigenen Bestand formiert. Es umfasst Unterlagen zum Werdegang Eberlens in der NSDAP, insbesondere zu seinem Aufstieg in die mittlere Führungsebene, sowie zur Mitgliedschaft in Vereinen und zur privaten Lebensführung.
Vorbemerkung: Oskar Eberlen, geboren 1909 in Nordheim bei Heilbronn, trat nach dem Studium in Tübingen als Versicherungsmathematiker bei der Allgemeinen Rentenanstalt in Stuttgart ein. Er gehörte ab 1932 der NSDAP an, wurde 1934 Ortsgruppenleiter der Stuttgarter Ortsgruppe Furtbach und trat 1937 in den hauptamtlichen Dienst der Partei. Nach Tätigkeit bei der Kreisleitung und beim Reichspropagandaamt Württemberg wurde Eberlen 1943 zum Reichshauptstellenleiter und Abschnittsleiter in der Parteikanzlei in München ernannt. Seit 1945 gilt er als vermißt. Das vorliegende Schriftgut scheint im Verband der Unterlagen der Ortsgruppe Furtbach aufbewahrt worden zu sein, ehe es offensichtlich hastig aus der ursprünglichen Eisenmechanik der Aktenordner herausgerissen wurde. Das Material kam über die Landesmilitärregierung bzw. die Spruchkammern im Archiv ein, war hier zunächst dem Bestand PL 530/2 US-Militärregierung Württemberg-Baden eingegliedert und wurde 1993 im Rahmen der Ausbildung durch die Inspektoranwärterin Dorothea Kiwitt unter Anleitung des Unterzeichners zu einem eigenen Bestand formiert, der nunmehr 12 Büschel in 0,1 Regalmeter umfaßt. Die Archivalien geben Auskunft über den Werdegang Eberlens in der NSDAP, insbesonderheit den Aufstieg in die mittlere Führungsebene, und zum geringeren Teil auch über die private Lebensführung. Angesichts der ungesicherten Lebensumstände Eberlens nach dem Zweiten Weltkrieg unterliegt der Bestand den Benutzungsbeschränkungen des Landeesarchivgesetzes bis 1999. Ludwigsburg/Sigmaringen, März 1994 Günter Cordes
Abkürzungsverzeichnis: AG Aktiengesellschaft
betr. betreffend
bzw. beziehungsweise
Bü. Büschel
DAF Deutsche Arbeitsfront
e.V. eingetragener Verein
geb. geborene
NSDAP Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei
NSV Nationalsozialistische Volkswohlfahrt
SA Schutz-Abteilung
Schr. Schriftstück
u.a. unter anderem
v.a. vor allem
Oskar Eberlen (1909-1945), Versicherungsmathematiker bei der Allgemeinen Rentenanstalt in Stuttgart, seit 1932 NSDAP-Mitglied, wurde 1934 Ortsgruppenleiter der Stuttgarter Ortsgruppe Furtbach und trat 1937 in den hauptamtlichen Dienst der Partei. Nach Tätigkeit bei der Kreisleitung und beim Reichspropagandaamt Württemberg wurde Eberlen 1943 zum Reichshauptstellenleiter und Abschnittsleiter in der Parteikanzlei in München ernannt. Seit 1945 gilt er als vermisst.
Das vorliegende Schriftgut kam über die Landesmilitärregierung bzw. die Spruchkammern im Archiv ein, war zunächst dem Bestand PL 530/2 (US-Militärregierung Württemberg-Baden) eingegliedert und wurde 1993 zu einem eigenen Bestand formiert. Es umfasst Unterlagen zum Werdegang Eberlens in der NSDAP, insbesondere zu seinem Aufstieg in die mittlere Führungsebene, sowie zur Mitgliedschaft in Vereinen und zur privaten Lebensführung.
Vorbemerkung: Oskar Eberlen, geboren 1909 in Nordheim bei Heilbronn, trat nach dem Studium in Tübingen als Versicherungsmathematiker bei der Allgemeinen Rentenanstalt in Stuttgart ein. Er gehörte ab 1932 der NSDAP an, wurde 1934 Ortsgruppenleiter der Stuttgarter Ortsgruppe Furtbach und trat 1937 in den hauptamtlichen Dienst der Partei. Nach Tätigkeit bei der Kreisleitung und beim Reichspropagandaamt Württemberg wurde Eberlen 1943 zum Reichshauptstellenleiter und Abschnittsleiter in der Parteikanzlei in München ernannt. Seit 1945 gilt er als vermißt. Das vorliegende Schriftgut scheint im Verband der Unterlagen der Ortsgruppe Furtbach aufbewahrt worden zu sein, ehe es offensichtlich hastig aus der ursprünglichen Eisenmechanik der Aktenordner herausgerissen wurde. Das Material kam über die Landesmilitärregierung bzw. die Spruchkammern im Archiv ein, war hier zunächst dem Bestand PL 530/2 US-Militärregierung Württemberg-Baden eingegliedert und wurde 1993 im Rahmen der Ausbildung durch die Inspektoranwärterin Dorothea Kiwitt unter Anleitung des Unterzeichners zu einem eigenen Bestand formiert, der nunmehr 12 Büschel in 0,1 Regalmeter umfaßt. Die Archivalien geben Auskunft über den Werdegang Eberlens in der NSDAP, insbesonderheit den Aufstieg in die mittlere Führungsebene, und zum geringeren Teil auch über die private Lebensführung. Angesichts der ungesicherten Lebensumstände Eberlens nach dem Zweiten Weltkrieg unterliegt der Bestand den Benutzungsbeschränkungen des Landeesarchivgesetzes bis 1999. Ludwigsburg/Sigmaringen, März 1994 Günter Cordes
Abkürzungsverzeichnis: AG Aktiengesellschaft
betr. betreffend
bzw. beziehungsweise
Bü. Büschel
DAF Deutsche Arbeitsfront
e.V. eingetragener Verein
geb. geborene
NSDAP Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei
NSV Nationalsozialistische Volkswohlfahrt
SA Schutz-Abteilung
Schr. Schriftstück
u.a. unter anderem
v.a. vor allem
12 Büschel (0,1 lfd. m)
Bestand
Eberlen, Oskar
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ