6/29 [Nr. 57]: (D) 1751 Apr. 24, Tübingen (T) Universität an die Visitationskommissare: Antwort auf Nr. 54.
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UAT 6/ Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I)
Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) >> 9. Visitationen (1520-1792) >> Visitationes, Bd. V: Nr. 1-72
Enthält: (I) 1) Dank für die 1000 fl an die Universitätsbibliothek. Die Universität fügt sich dem Befehl zum Beitrag von 500 fl ex fisco academico "insofern des letzteren vires hiezu hinlänglich sind". 50 fl Beischuss aus der Rektoratskasse, wie sie der Rezeß von 1744 vorschreibt, waren nur einmal, wegen der hohen Strafgelder unter Rektor (Burkard David) Mauchart vorhanden; derselbe Rezeß hebt den in den Statuten von 1601 vorgeschriebenen jährlichen Beischuss von 100 fl ex fisco academico auf. Der Bericht der Universität vom 16.3.1751 (fehlt in Nr. 39) weist nach, daß seit 1744 787 fl 25 x (davon 642 fl 25 x ex fisco contubernii) an die Bibliothek gingen und was dafür angeschafft wurde (letzteres s.Nr. 58). Der fiscus syndicaturae vel supremae deputaturae sind für Besoldungen bestimmt und gaben fast nie etwas zur Bibliothek. Sie sind jetzt mit Bauten und Reparaturen beansprucht, durch Unwetter, Misswachs und Preisabschlag geschädigt und müssen nach Herkommen zwei ganze Jahresbesoldungen in Vorrat halten; ihre weitere Belastung würde die Hoffnung auf Erhöhung der geringen Bezüge vereiteln. Der fiscus rectoralis, gespeist von wenigen Straf- und Inskriptionsgeldern, reicht nicht einmal für das Salar des Rektors, der Supremus deputatus muss zuschießen. Daher bittet die Universität, die für die Bibliothek verlangten 500 fl auf 250 fl ex fisco supfremo zu kürzen.; 2) Der verlangte Staat eines bibliothecarii liegt als Anlage A bei (s.Nr. 56).; 3) In der Anlage B (s.Nr.(57a?) 58) sind enthalten die für die Bibliothek erwünschten großen opera in historia civili et ecclesiastica nec non iure publico, die nach dem Überschlag (Johann Georg) Cottas 1888 fl kosten, mit der Bitte um Genehmigung.; 4) Die rückständigen Bibliotheksrechnungen werden sofort abgehört werden. (224-228')
Akte
Visitationes, Bd. V: Nr. 1-72
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:39 MEZ
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- Ältere Universitätsregistratur, Vermischte Sachakten (I) (Bestand)
- 9. Visitationen (1520-1792) (Gliederung)
- Visitationes, Bd. V: Nr. 1-72 (Archivale)