1. Urkunden
Show full title
Gliederung
AA 0072 Moers, Landesarchiv, Urkunden (AA 0072)
Moers, Landesarchiv, Urkunden (AA 0072)
Bericht über die gelegenheit der Graffschaft Moers Herlichkeiten Creivelt undt Frimersheim (Stadtarchiv Köln Ausw. 271 Bd. I = Nachlass Erlwein, Druck: Die Heimat-Krefeld 11, 1932, 40 f.). Historisch-Statistische Beschreibung des Fürstentums Moers 1724-1725 (Reg. M. I 7; Abschrift im Stadtarchiv Krefeld, Slg. Vielhaber, Hs. 2, vgl. S. [leer]) und in der Hofbibliothek Darmstadt nr. 166 (vgl. Fabricius, Erl. 2, 341). Weiteres s. S. [leer] (Kleve, Kammer). Leonhardi, Erdbeschreibung der Preußischen Monarchie, 1791-1796, 4 I 705 ff. A.Fr. Büsching, Erdbeschreibung 6, 1790, 305 ff. Fabricius, Erläuterungen 2, 1898, 341 ff. R. Verhuven, Zur politischen und Verwaltungsgeschichte des Kreises Moers (Monographien deutscher Landkreise 3, Der Landkreis Moers, 1926, 1 ff.) Geheimes Staatsarchiv Berlin (früher Merseburg) Rep. 64 = Oranisches Archiv betr. Angelegenheiten zwischen 1702 und 1800 (vgl. I-B 30- 1164/91). 2.9.91 Pr. Moers, Literatur W.M. Dienstbach, Nassau-Saarbrücken und Moers, Zürcher phil. Diss. 1905 (mit zahlreichen Texten). L. Henrichs: Geschichte der Grafschaft Moers bis zum Jahr 1625, 1914. H. Keussen, UB der Stadt u. Herrlichkeit Krefeld und der (alten) Grafschaft Moers, 5 Bde., 1938-1940. O. Ottsen, Die Geschichte der Stadt Moers, 2 Bde., 1950 ff. Betrifft Akten betreffend die Grafschaft Moers aus oranischer Zeit 1601-1702. Die Akten der in Moers tätigen Beamten (Drost, Rentmeister und Schultheiß) sind, soweit erhalten, in der Registratur der kgl. preußischen Regierung und des Hauptgerichts Moers bzw. den daraus erwachsenen Fonds des Staatsarchivs im Pelden-Cloudtschen Archiv zu suchen. Von den Moers betreffenden Papieren der Prinzen von Nassau-Oranien und ihrer Zentralverwaltung sind Briefschaften des Prinzen Moritz im Düsseldorfer Bestand Oranien-Moers, ohne dass über ihre Überlieferungsgeschichte etwas bekannt wäre. Diese Papiere sind an und für sich gewiss Artikel XVIII des Verteilungsverterages des Nachlasses des Prinzen Wilhelm III. vom Jahr 1732 an Preußen abgetreten worden. Sie sind daher im Geheimen Staatsarchiv zu Berlin zu suchen. Im Bestand "Nassauischer Domeinraad" des Allgemeinen Reichsarchivs im Haag befinden sich drei Bänden "Graafschappen Commissies Lingen, Moers, Bueren, Leerdam"§ mit einem am 2. Februar 2637 einsetzenden Inhalt, aus dem die Moers betreffenden Stücke von Cettepol in Die Heimat XIX (1940) 243 ff. veröffentlich sind. Im ehemaligen Hausarchiv im Haag befinden sich nach einer Auskunft vom 6.11.1942 nur vereinzelte Moers betreffende Akten niederländischer Provenienz, insbesondere XIII/2348 Der Prozess des Prinzen Moritz mit Sabina von Solms wegen des Nachlasses der Gräfin Walburga in Neuenahr, 1611. XVI/2563-2569: Testament und Tod des Prinzen Wilhelm III. 1676-1702. XVI/2573, 2573a-c Die Forderung des Hauses Nassau-Oranien gegen Spanien, u.a. wegen der Grafschaft Moers 1651-1708. In XVI/2577b: Liste der Einkünfte der Grafschaft Moers, 17. Jh. Geschichtliche Übersicht von Theodor Lacomblet In dem Urkundenbuche für die Geschichte des Niederrheins (II, S. XXXV) wurde die Vermutung ausgesprochen, dass die Dynasten von Moers, die in einem Grafen Dietrich im Jahr 1226 zuerst auftreten, den Grafentitel aus der Vogteischaft hergeleitet, die ihnen nach der Hinrichtung des Grafen Friedrich von Isenberg, des Vogtes der Abtei Werden, über deren Besitzungen im Bereich von Moers zu Teil geworden. v. Ledebur in den dynastischen Forschungen, leitete sie wegen Übereinstimmung des Wappens "von den Grafen von Vianden ab". Nur in einer der nachstehenden Urkunden, von 1242, erscheint dieser Graf Dietrich I (Nr. 1). Die Söhne, Dietrich II. und Friedrich erwerben 1288 Besitzungen der Abtei Werden (Nr. 2). In der Folge der Worringer Schlacht 1288 trägt jener sein Gebiet dem Grafen von Kleve zu Lehen auf. was im folgenden Jahrhundert in Zweifel gezogen wurde und später zu großen Streitigkeiten führte. Die Grafschaft gelangte allmählich zu einiger Bedeutung, indem im Jahre 1300 [?] Moers zur Stadt erhoben (Nr. 3) und die Grafen mit verschiedenen hoheitlichen Gerechtsamen, als Jagd und Weggeld (Nr. 6), Jahrmarkt, dem Stadtrecht für Krefeld (Nr. 26, 27), Zoll und Freistuhl (Nr. 49, 50) und Münzrecht (Nr. 56) vom Reiche beliehen wurden, indes sie große Besitzungen, zu Friemersheim (Nr. 30, 67, 69), die Herrschaften Diedem und Baer erwarben. Durch Vermählung des Grafen Dietrich von Moers mit Gräfin Walburgis von Saarwerden gingen, obgleich in der Erbteilung von 1418 diese letztere Grafschaft dem jüngeren Bruder Johann zufiel, Titel und Wappen derselben auf Moers über (Nr. 89). die Vermählung der Margarete, Enkelin des Grafen Vincenz von Moers, mit Wilhelm von Wied im Jahr 1481 führte diesem die Nachfolge in Moers zu (Nr. 175, 201-203, 216, 223, 224). Gegen den Schluss des 15. Jahrhunderts bestand die Grafschaft aus der gleichnamigen Stadt und den Kirchspielen Neukirchen, Friemersheim, Kapellen, Homberg, Baerl und Eversaerl (Nr. 193), wozu später noch Niederbudburg, Hochemmerich, Repelen und Vluyn genannt sind. Anna, die Tochter des Grafen Wilhelm von Wied und Moers, wurde mit dem Grafen Wilhelm von Neuenahr vermählt (Nr. 225) und dieser von dem Herzog Wilhelm von Kleve mit Moers und den Nebenherrschaften Krakau und Krefeld belehnt (Nr. 252, 253). Nach dem Tode seines Sohnes Hermann, der 1571 (?) kinderlos starb, folgte dessen Schwester Walburgis, Witwe des Grafen Philipp von Hoorn (Nr. 264) mit ihrem zweiten Gemahl, dem Grafen Adolf von Neuenahr und Limburg (Nr. 318) in der Regierung von Moers. Die Gatten hatten sich mit dem Herzog Wilhelm von Kleve 1579 dahin geeinigt, dass bei ihrem kinderlosen Tode die Grafschaft als erledigtes Mannlehen an den Herzog heimfallen sollte (Nr. 336, 337, 339). Aber schon im Jahr 1581 sagten sie den Leheneid auf und erhoben Prozess (Nr. 346). Walburg überlebte auch den zweiten Gemahl, und kinderlos schenkte sie 1594 und in mehrmals wiederholtem Akte die Grafschaft mit Krakau und Krefeld dem Prinzen Moritz von Oranien (Nr. 352-358). Sie starb im Jahre 1600. Prinz Moritz ergriff sogleich Besitz, wurde verdrängt (Nr. 359) und bald darauf wieder Herr des Landes. Im Jahr 1614 kaufte er von dem Karmeliter-Provinzial das von dem Grafen Friedrich von Moers 1446 in der Stadt Moers errichtete Karmeliter-Kloster mit allen Besitzungen und Gefällen im Gebiet von Moers und den Nebenherrschaften (Nr. 364). Die auf diese Stiftung und Besitzungen sich beziehenden Urkunden wurden zugleich übergeben. Von den nachfolgenden Regenten aus Oranien-Nassauischem Hause besitzt das Archiv nur einige Lehenurkunden. Die Registratur hat aber ausführliche Nachrichten. Die Urkunden, die sich heute noch im Jülich-Bergischen Archiv befinden, sind im Findbuch verzeichnet. Für die Zeit zwischen 1541 und 1581 enthält das Archiv mehrere Urkunden, die sich auf andere neuenahrsche Besitzungen beziehen: Alpen:306a (Luitschenhof bei Rheinberg 1564), 307a (Duyvensgut angen Lulle, Amt Rheinberg, 1564), 327 (Rheinberg, Grut, 1572), 329 (ingehen Gohr, 1572), 330 (zur Steppen genannt Lulle zu Issum, 1572), 340 (Gelinde 1579), 341 (zum Hoege, 1579), 335 (Pellendt, 1579). Bedbur: 261a, 372a, 330a, 330e (betr. Boisdorf und Rötgen zu Hemmersbach, 1546-1574), 293a und 294 (Hof die Hove zu Arsbeck-Rötgen, 1559); 294d (Haus Kalmunten Kirchspiel Weier, Kreis Schleiden 1559). Broich (Mülheim-Ruhr): 293 (Zehnte des Hofes Wanden im Kirchspiel Mülheim 1557), 295 (Kirche zu Mülheim, 1559), 299 (Müllenhof, Kirchspiel Kettwig, 1560), 314 (Hof Hohenap, Gericht Kreuzberg bei Kaiserswerth, 1568). Limburg (an der Lenne): 267 (Jürgenshove im Kirchspiel Recklinghausen/Buer, 1548), 268 (das Hanekey bei Soest, 1548), 290 (im Hohen Daell bei Hardenberg 1555), 342 und 349a (Steinhausgut zu Hennen 1580-82). Ferner enthält das Archiv eine Anzahl Stücke, die ursprünglich Bestandteile der Pfarrarchiv gewesen sein müssen, aber bereits vor 1682 (vgl. Oranien-Moers 3), wahrscheinlich schon vor 1559 eingezogen sein müssen (vgl. Oranien-Moers 107: Verpfändung der Vikarie BMV zu Moers): Baerl (Pfarrei und Lucia-Bruderschaft: Nr. 82, 103, 106, 140, 149, 182, 206, 221, 231, 243, 302 [1406-1560]). Friemersheim: Nr. 196a, 209, 210, 247 (?), 248 (?), (1492-1541) Hochemmerich: Nr. 230 (?), 236, 250, (?), (1527-1541) Krefeld, Gasthaus Nr. 115 (1447) Moers: Nr. 8a, 28, 171, 178, 192, 214, 215, 220, 222 (?), 235, 245, 246, 249, 272, 276, 277, 278 (1329-1552). Moers, Karmeliter, Nr. 173, 271 (1481-1550) Neukirchen, Nr. 176, 229, 238, 238a, 259, 266 (1482-1547).
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
28.04.2026, 8:23 AM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Archival tectonics)
- 1.1. Landesarchive (Archival tectonics)
- 1.1.5. Moers (Archival tectonics)
- 1.1.5.1. Urkunden (Archival tectonics)
- Moers, Landesarchiv, Urkunden AA 0072 (Archival holding)
- 1. Urkunden (Classification)