Abt. 826.2 Pädagogische Hochschule (PH) Kiel/Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität Kiel (Bestand)
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Abt. 826.2
Landesarchiv Schleswig-Holstein (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landesverwaltung seit 1946 >> Abt. 826 Pädagogische Hochschulen
1927-2003
Geschichte des Bestandsbildners: Bereits 1781 ist in Kiel eine Lehrerbildungsanstalt gegründet worden. Nach deren Schließung im Jahr 1823 wurde erst wieder 1911 ein preußisches Lehrerseminar in der Stadt eröffnet. Nach verschiedenen Reformbemühungen führte der Preußische Kulturminister schließlich 1926 im Rahmen eines erneuerten Bildungskonzepts die Institution der sogenannten "Pädagogischen Akademien" ein, mit denen erstmalig Hochschulniveau angestrebt werden sollte. In Kiel wurde diese Einrichtung im Gebäude des ehemaligen Lehrerseminars in der Diesterwegstraße eröffnet. Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten im Jahr 1933 kam es zur Verreichlichung der Akademien und einheitlich zu deren Umbenennung in Hochschulen für Lehrerbildung. Mit Kriegsbeginn wurde das Hochschulgebäude in Kiel unter Einstellung des Schulbetriebs geräumt und als Marinelazarett vorgesehen. Die 1946 eröffnete PH Kiel sollte an die Arbeit der früheren Pädagogischen Akademien anschließen. 1970 wurde der Neubau an der unteren Olshausenstraße bezogen. Nach fast fünfzigjährigem Bestehen als eigenständige Hochschule wurde die PH im Jahr 1994 als Erziehungswissenschaftliche Fakultät in die Christian-Albrechts-Universität eingegliedert. Die Fakultät wurde zum Wintersemester 2002/2003 aufgelöst und damit die Konzentration der Lehramtsausbildung für die Grund- und Hauptschulen am Standort Flensburg vollendet.
69 lfd. M.
Bestand
Literatur: - 50 Jahre Pädagogische Hochschule Kiel 1926-1976. Hrsg. von der Pädagogischen Hochschule Kiel. Kiel 1976. - Die Pädagogische Hochschule Kiel im Dritten Reich. Hrsg. von Karl-Heinrich Pohl. Bielefeld 2001. - Annegret Bruhn: Lehrerbildung in Kiel 1992-2002. Die Integration der Lehrerbildung in die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Eine Schrift des Zentrums für Lehrerbildung (ZFL). Hrsg. von Gerd Walther. Neumünster 2003.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 09:51 MEZ