Nachlass Andreas von Renner, Finanzminister (* 1814, + 1898) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Q 1/23
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Nachlässe, Verbands- und Familienarchive >> Politische Nachlässe
(1787-) 1832-1898 (-1938)
Überlieferungsgeschichte
Der Nachlaß Andreas Renner wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Juni 1981 von seinem Urenkel General Wilhelm Renner, Hergensweiler bei Lindau, ohne besondere Benutzungsvorbehalte übergeben.
Inhalt und Bewertung
Andreas Renner wurde am 28. September 1814 in Ditzingen als drittes von sieben Kindern geboren. Sein Vater Johann Gottfried Renner war Metzger, Adlerwirt, Ökonom und Gemeinderat in Ditzingen.
Die ersten Stationen seines beruflichen Werdegangs sind das Hofkameralamt Stammheim, die Ökonomieverwaltung Winnental, das Kameralamt Leonberg, die Universität Tübingen, die Hofdomänenkammer, das Land- und forstwirtschaftliche Institut Hohenheim und das Hofkameralamt Freudental.
1846 wurde er zum Ministerialassessor beim Finanzministerium mit dem Titel und Rang eines Finanzrats ernannt. Darauf folgen die Ernennung zum Mitglied der Zentralstelle für die Landwirtschaft, die Versetzung zur Domänenabteilung, dann zur Eisenbahnkommission, die Ernennung zum Oberfinanzrat beim Finanzministerium, zum Direktor der Forstdirektion und zum lebenslänglichen Mitglied der Kammer der Standesherren.
1864 erfolgte die Ernennung zum Staatsrat und provisorischen Leiter des Finanzdepartements, 1865 schließlich zum Finanzminister. Dieses hohe Amt bekleidete er bis zu seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 1891.
Zahlreiche in- und ausländische Ehrungen wurden ihm zuteil. So erhielt er 1856 mit dem Ritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone den Personaladel. Er wurde zum Ehrendoktor der staatswirtschaftlichen, der naturwissenschaftlichen und der medizinischen Fakultät der Universität Tübingen erhoben. Stuttgart, Ditzingen und Bad Wildbad verliehen ihm das Ehrenbürgerrecht. Er starb am 8. Dezember 1898 in Stuttgart.
Der vor allem landesgeschichtlich bedeutsame Nachlaß beinhaltet in erster Linie persönliche Unterlagen des Finanzministers Renner sowie Unterlagen von und über einzelne Mitglieder der Familie.
Der Nachlaß wurde 1981 von Archivamtmännin Luise Pfeifle geordnet und verzeichnet. Er umfaßt 0,15 lfm mit 26 Nummern. Die Reinschrift fertigte Frau Else Schwelling.
Der Nachlaß Andreas Renner wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Juni 1981 von seinem Urenkel General Wilhelm Renner, Hergensweiler bei Lindau, ohne besondere Benutzungsvorbehalte übergeben.
Inhalt und Bewertung
Andreas Renner wurde am 28. September 1814 in Ditzingen als drittes von sieben Kindern geboren. Sein Vater Johann Gottfried Renner war Metzger, Adlerwirt, Ökonom und Gemeinderat in Ditzingen.
Die ersten Stationen seines beruflichen Werdegangs sind das Hofkameralamt Stammheim, die Ökonomieverwaltung Winnental, das Kameralamt Leonberg, die Universität Tübingen, die Hofdomänenkammer, das Land- und forstwirtschaftliche Institut Hohenheim und das Hofkameralamt Freudental.
1846 wurde er zum Ministerialassessor beim Finanzministerium mit dem Titel und Rang eines Finanzrats ernannt. Darauf folgen die Ernennung zum Mitglied der Zentralstelle für die Landwirtschaft, die Versetzung zur Domänenabteilung, dann zur Eisenbahnkommission, die Ernennung zum Oberfinanzrat beim Finanzministerium, zum Direktor der Forstdirektion und zum lebenslänglichen Mitglied der Kammer der Standesherren.
1864 erfolgte die Ernennung zum Staatsrat und provisorischen Leiter des Finanzdepartements, 1865 schließlich zum Finanzminister. Dieses hohe Amt bekleidete er bis zu seinem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen im Jahr 1891.
Zahlreiche in- und ausländische Ehrungen wurden ihm zuteil. So erhielt er 1856 mit dem Ritterkreuz des Ordens der Württembergischen Krone den Personaladel. Er wurde zum Ehrendoktor der staatswirtschaftlichen, der naturwissenschaftlichen und der medizinischen Fakultät der Universität Tübingen erhoben. Stuttgart, Ditzingen und Bad Wildbad verliehen ihm das Ehrenbürgerrecht. Er starb am 8. Dezember 1898 in Stuttgart.
Der vor allem landesgeschichtlich bedeutsame Nachlaß beinhaltet in erster Linie persönliche Unterlagen des Finanzministers Renner sowie Unterlagen von und über einzelne Mitglieder der Familie.
Der Nachlaß wurde 1981 von Archivamtmännin Luise Pfeifle geordnet und verzeichnet. Er umfaßt 0,15 lfm mit 26 Nummern. Die Reinschrift fertigte Frau Else Schwelling.
26 Nummern
Bestand
Bad Wildbad CW
Ditzingen LB
Freudental LB
Hohenheim : Stuttgart S
Tübingen TÜ; Universität
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ