Endris Ruche, Bäcker aus Neustadt im Amt Waiblingen, wohnhaft zu Hohenhaslach, wegen Bruchs einer Verschreibung und Betrugs zu Vaihingen gef., vom Untervogt Johann Hahn peinlich angeklagt und vom Stadtgericht mit Recht dazu verurteilt, daß ihn der Nachrichter vom Markt bis zum Kirchtor und von dort bis zum Mühltor mit Ruten streichen und er selbst erneut über den Rhein "schwören" solle, gelobt eidlich, nach Verbüßung der Leibesstrafe unverzüglich dorthin zu ziehen und unerlaubt nicht mehr herüberzukommen, und schwört U. E. Ruche hatte seine zu Waiblingen wegen Schwängerung seiner Base errichtete U. gebrochen, sich unerlaubt zu Hohenhaslach niedergelassen und sich dort betrügerischerweise mit der Witwe des Konrad Schreiber verheiratet.
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Endris Ruche, Bäcker aus Neustadt im Amt Waiblingen, wohnhaft zu Hohenhaslach, wegen Bruchs einer Verschreibung und Betrugs zu Vaihingen gef., vom Untervogt Johann Hahn peinlich angeklagt und vom Stadtgericht mit Recht dazu verurteilt, daß ihn der Nachrichter vom Markt bis zum Kirchtor und von dort bis zum Mühltor mit Ruten streichen und er selbst erneut über den Rhein "schwören" solle, gelobt eidlich, nach Verbüßung der Leibesstrafe unverzüglich dorthin zu ziehen und unerlaubt nicht mehr herüberzukommen, und schwört U. E. Ruche hatte seine zu Waiblingen wegen Schwängerung seiner Base errichtete U. gebrochen, sich unerlaubt zu Hohenhaslach niedergelassen und sich dort betrügerischerweise mit der Witwe des Konrad Schreiber verheiratet.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 U 6467
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 44 Urfehden
Urfehden >> 12. Band 12: Vaihingen - Waiblingen, Stadt/ Amt / Vogtei/ Forst, auch außeramtliche Orte >> 12.1 Vaihingen >> 12.1.2 Vaihingen, Amt >> 12.1.2.6 Hohenhaslach (mit Niederhaslach)
1560 Mai 15
1 U
Urkunden
Siegler: Conlin Machtolf, B. und des Gerichts zu Vaihingen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: 1 Pap. S.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Vermerke: 1 Pap. S.
Hahn, Johann, Untervogt
Ruche, Endris
Schreiber, Konrad
Hohenhaslach : Sachsenheim LB
Neustadt : Waiblingen WN
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:25 MEZ
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