Erzbischof Friedrich (I.) von Köln bekundet, zur Zeit seines unmittelbaren Vorgängers Hermann sei das Dekanat Engern (Angrie) der Kongregation der Nonnen in Meschede (Meskethe) ohne allgemeines und synodales Urteil von gewissen Leuten entzogen worden [Rivale um den Besitz des Dekanats war das Kloster Grafschaft (Hömberg, Pfarrorganisation)]. Dieses Dekanat habe (Erzbischof) Anno (II.) diesem Ort für die Erlösung seiner Vorgänger und Nachfolger übertragen, weil dieser der Jungfrau St. Walburgis geweihte Ort durch Armut bedrückt und weil dort das hl. Anliegen rein bewahrt wurde (sancti propositi integritas habebatur). Erzbischof Friedrich gibt nun gemäß dem Urteilsspruch von Äbten und Pröpsten auf die Bitten der Äbtissin Ida und der übrigen Schwestern diesen das Dekanat für immer zurück. Pönformel, Siegelankündigung des Erzbischofs. Zeugen und Urteilsfinder (cognitores): Hermann, Abt. von St. Pantaleon, Rudolph, Abt. von St. Heribert, Arnold, Propst von St. Petri des Apostels, Ingeramnus, Propst von St. Severin, Everardus, Propst von St. Andreas, Bernard, Propst von Soest (Susato), Bereuigus, Kaplan, Everhelmus, Kaplan, Wigmannus, Kaplan, Hubert, Kaplan, Heinrich, Priester, Sigefridus, Pfalzgraf, Lupoldus, Graf von D[asle], Albert Graf von Saffenbergh, Heremann Vogt von Busenhagen, Almarus, Droste (dapifer), Bruno, Schenk; aus der Gefolgschaft (familia) der Äbtissin Ida: Giselbre, Regenio, Godefrid, Elichin, Rimer, Nennechin, Cilo. Geschehen 1101 Aug. 21 (XII Kalendas Septembris) in der Regierungszeit des Kaisers Heinrich III. und des Kölner Erzbischofs Friedrich.

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
Objekt beim Datenpartner
Loading...