47/7 [fol. 266]: 1774 Juli 14 (Senatsprotokoll) Nach Abhörung der von Prof. Sartorius für das Winter-Rektorat 1773/74 vorgelegten Rechnung durch das Collegium Deputatorum.
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UAT 47/ Akademischer Senat (II,2), Protokolle
Akademischer Senat (II,2), Protokolle >> 1. Akademischer Senat, Protokolle (1740-1912) >> Acta Senatus, Bd. 55
Enthält: Anwesend: Prorektor Hoffmann jun, Reuss, Kanzler, Cotta, Sartorius, Hoffmann sen., Tafinger, Kapff, Sigwart, Jaeger, Ploucquet, Kies, Uhland, Baur. Accessit: Hoffmann sen.; Ad notitiam: 1.) Gebrauch des Univ.-Siegels für: a) Anschlag zur Univ.-Bibnliothek.; b) Extrakt des Bürgermeisterischen Inventars betr. die Bürgermeisterischen Erben.; c) Zertifikat zu einer Vollmacht für den Univ.-Sekretär wegen der Schwartzischen Erben.; d) Zertifikat wegen Befreiung der Professoren-Enkel vom Abzug für Senator v. Klemm zu Biberach in dessen Erbschaftssache.; e) Berichte über den Harpprechtischen Todesfall an den Hz. und den Geh. Rat sowie für Leichenprogrammata. [UAT 47/7, Bl. 266]; 2.) Dankschreiben der Reg. Räte und geh. Kabinetts-Sekretäre Schmidlin und Stockmajer für die Boekhsche Beschreibung der Univ. [UAT 47/7, Bl. 266]; 3.) Dankschreiben des Pfarrers Martini zu Körkhofen in der bayer. Grafschaft Wolffstein für ein Gratial für die dortigen Pfarrerswitwen. [UAT 47/7, Bl. 266']; Ad deliberandum: 1.) Nochmaliges Schreiben wegen der Weigerung des Kammerrats Landbeck zur Bezahlung der Schulden seines Sohnes. [UAT 47/7, Bl. 266']; 2.) Schreiben des Kammerrats Vornberg zu Klingenmünster, Kr. Bergzabern, wegen Befriedigung einiger Gläubiger seines heimlich von der Univ. gegangenen Sohnes, stud. jur. [UAT 47/7, Bl. 266']; 3a.) Verpflichtung und Angelobung an Eidesstatt des M. Reuss, Subbibliothekar beim Prorektoratamt. [UAT 47/7, Bl. 266']; b) Öffnung der Bibliothek nach dem von der Philosophischen Fakultät begriffenen Staat. [UAT 47/7, Bl. 267]; c) Anschaffung von gelehrten Zeitungen bei der Bibliothek nach Gutbfinden des Bibliothekars. [UAT 47/7, Bl. 267]; d) Monierung der Regulierung des Gehalts des Subbibliothekars durch den Prorektor beim Collegium Deputatorum (Cotta, Supremus Deputatus). [UAT 47/7, Bl. 267]; 4.) Beeidigung des Gunzenhäuser wegen Einrichtung der Registratur. [UAT 47/7, Bl. 267']; 5.) Produzierung eines herzoglichen Befehls durch den Prorektor wegen Administration verschiedener Stipendien beim Stipendium theologicum. [UAT 47/7, Bl. 267']; 6.) Produzierung eines herzoglichen Befehls wegen Anforderung der Copia Fundationis des Stipendium Burckhardianum und der Akten über den Streit mit der Reichsstadt Esslingen. (Hoffmann sen., Administrator des Stipendium Burckhardianum.) [UAT 47/7, Bl. 267']; 7.) Verlesung eines herzogl. Befehls wegen Exzessen von Studenten gegen Bürger und Bürgerssöhne. [UAT 47/7, Bl. 267']; 8.) Genehmigung an Ludwig Christoph Payer zur Errichtung einer Buchbinder-Werkstatt. (Lt. Hoser, Univ.-Sekretär und Obmann der Buchbinder). [UAT 47/7, Bl. 268]; 9.) Berichtigung der Prorektoratsrechnung wegen nachgeführten Pretium inscriptionis des stud. iur. Andr. Alexander Christoph Martin aus Ulm auf Antrag des Univ.-Sekretär. [UAT 47/7, Bl. 268]; 10.) Honorar an Prof. Boekh für die Univ.-Beschreibung in Hoehe von 24 Dukaten a fl thl. 120 fl. [UAT 47/7, Bl. 268']; 11.) Antrag von Prof. Hoffmann sen. auf gewährung einer renumeration an die für die Boekhsche Univ.-Beschreibung ernannte Deputatio academica. [UAT 47/7, Bl. 268']; 12.) Bitte des Johann Heinrich Enslin, Handlungs-Inscipent zu Stuttgart, Sohn aus 2. Ehe des verstorbenen Tutelar-Tarssekretärs Enslin dasselbst, um den Genuss des Stipendiums Zeller-Staehlinianum. [UAT 47/7, Bl. 268']; 13.) Bitte des Johann Ludwig Kies, stud. phil. in Tübingen, um Genuss des Stipendium Wolffio-Siberianum. (Kapff, Administrator des Stipendium Wolffio-Siberinamum). [UAT 47/7, Bl. 268']; 14.) Bitte des M. Philipp Heinrich Lang zu Böblingen, Specialis und Stadtpfarrer, um nunmehr vollen Genuss des Stipendium Kellenbenzianum für seinen Sohn, M. Wilhelm Friedrich Lang, herzogl. Stipendiarius. (Prorektor, Administrator des Stipendium Kellenbenzianum.) [UAT 47/7, Bl. 268']; 15.) Gewährung des Stipendium Reinhardianum ab Vollendung des 16. Lebensjahres für den auf der herzogl. Militärakademie studierenden Sohn des Kirchenrats Expeditionsrates Johann Christoph Faber aus Stuttgart, Ferdinand Friedrich Faber. [UAT 47/7, Bl. 269]; 16.) Gewährung des Stipendium Reinhardianum für den jungen Faber, Stiefsohn von Prof. Frommann, mit Vollendung des 16. Lebensjahrs. [UAT 47/7, Bl. 269']; 17.) Bitte der Zehntbeständer Johann Adolph Held d.J. in Sindelfingen um Nachlass an ihrem Geldrest von 1361 fl 30x. [UAT 47/7, Bl. 269']; 18.) Lehensherrlicher Consens der Univ. zum Hausbau des Johannes Mayer zu Wolfenhausen, Kr. Tübingen, auf einer Univ.-Hof-Guts-Wiese. [UAT 47/7, Bl. 270]; 19.) Gewährung von vierteljähriger Besoldungsnachfolge sowie einer Pension und Beibehaltung der Wohnung für die Witwe des Prof. iur. Harpprecht. [UAT 47/7, Bl. 270]; 20.) Bitte des Prof. med. Jaeger um Zusicherung einer Wohnung in einem Univ.-Haus als Senatsältester nach dem Tod von Prof. Harpprecht. [UAT 47/7, Bl. 270']; 21.) Bitte von Prof. baur um Einzug in das durch den Tod von Prof. Harpprecht vakant gewordene Univ.-Haus. [UAT 47/7, Bl. 270']; 22.) Anforderung von Gutachten bei der Juristischen Fakultät über mögliche Nachfolger von Prof. Harpprecht (D. Breyer; D. Schott jun., Lt. Gmelin). [UAT 47/7, Bl. 270']; Memorialia um Gratialien: 1.) Reichung von 6 fl aus dem Lazarett an den Maler Malcotte. [UAT 47/7, Bl. 271']; 2.) Reichung von 4 fl an Wilhelm Ludwig Schlegel aus Oberesslingen, Verwandter des Univ.-Sekretärs, ehem. Amtsschreiber zu Aufkirchen, Kr. Fürstenfeldbruck. [UAT 47/7, Bl. 271']; 3.) Reichung von 3fl an Rosina Catharina Schnürler, ehem. Schulfrau. [UAT 47/7, Bl. 271']; 4.) Reichung von 3fl an Maria Sophia du Clos, 75 Jahre alt. [UAT 47/7, Bl. 271']; 5.) Reichung von 2fl an Mariannr Regina Hoch, verwitwete Pfarrerin zu Unterjettingen, Kr. Böblingen. [UAT 47/7, Bl. 271']; 6.) Reichung der jährl. 5fl aus der Fiebigschen Stiftung aus dem Lazarett an Anna Maria Schwartz, 62 Jahre alt, ledig, Anverwandte des Pedellen Fiebig. [UAT 47/7, Bl. 271']; 24.) Zahlung von 30 fl aus dem Lazarett an den Prorektor für Almosen. [UAT 47/7, Bl. 271']; 25.) Bericht des Univ.-Sekretärs an die Karlsruher Regierung wegen der Schulden des Knopfmachers Piterson aus Karlsruhe in Tübingen. [UAT 47/7, Bl. 271']
Akte
Acta Senatus, Bd. 55
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.12.2025, 09:42 MEZ
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