Hans Schweitzer und seine Konkubine Maria Bantle von Brenz schwören nach der Entlassung aus dem Gefängnis von Herzog Friedrich [I.] von Württemberg, in das sie wegen Ehebruchs und Diebstahls gekommen waren, Urfehde. Die A. waren ein Jahr auf dem Land herumgezogen und hatten eine im Wald bei Bachhagel von der Herde gestohlene Kuh in Höchstädt für 6 ½ fl verkauft, in den herrschaftlichen Wäldern einige hundert Reifen und Stäbe aus Haselholz gestohlen und an die Küfer zu Giengen und Lauingen verkauft und insbesondere in Ulm, Günzburg, Lauingen, Gundelfingen, im Brenztal, auf dem Härtsfeld und in anderen Orten etwa hundert Hunde gestohlen, erhängt, abgedeckt und die Häute an die Weißgerber in diesen Orten verkauft. Für ihre Taten wurden die A. durch den Nachrichter für eine Viertelstunde im Halseisen an den Pranger gestellt, mit Ruten vor das Obere Tor geschlagen und aus dem Land verwiesen.
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Hans Schweitzer und seine Konkubine Maria Bantle von Brenz schwören nach der Entlassung aus dem Gefängnis von Herzog Friedrich [I.] von Württemberg, in das sie wegen Ehebruchs und Diebstahls gekommen waren, Urfehde. Die A. waren ein Jahr auf dem Land herumgezogen und hatten eine im Wald bei Bachhagel von der Herde gestohlene Kuh in Höchstädt für 6 ½ fl verkauft, in den herrschaftlichen Wäldern einige hundert Reifen und Stäbe aus Haselholz gestohlen und an die Küfer zu Giengen und Lauingen verkauft und insbesondere in Ulm, Günzburg, Lauingen, Gundelfingen, im Brenztal, auf dem Härtsfeld und in anderen Orten etwa hundert Hunde gestohlen, erhängt, abgedeckt und die Häute an die Weißgerber in diesen Orten verkauft. Für ihre Taten wurden die A. durch den Nachrichter für eine Viertelstunde im Halseisen an den Pranger gestellt, mit Ruten vor das Obere Tor geschlagen und aus dem Land verwiesen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 442 U 84
Staatsarchiv Nürnberg - Repositur 208 - Weiltingen, Urkunden - Büschel ad 5 / Lit. I
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 442 Oberamt Weiltingen
Oberamt Weiltingen >> Urkunden
1595 Mai 23
Urkunden
Deutsch
Siegler: Auf Bitten der A.: Konrad Daur, Mitglied des Rats zu Heidenheim.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg., abgegangen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Sg., abgegangen
Bantle; Maria, Brenz
Daur, Konrad; Rat zu Heidenheim
Schweitzer, Hans, Brenz
Bachhagel DLG
Brenz : Sontheim an der Brenz HDH
Brenztal
Giengen an der Brenz HDH
Gundelfingen an der Donau DLG
Günzburg GZ
Härtsfeld
Heidenheim an der Brenz HDH
Höchstädt an der Donau DLG
Lauingen (Donau) DLG
Ulm UL
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ