Hans Schweitzer und seine Konkubine Maria Bantle von Brenz schwören nach der Entlassung aus dem Gefängnis von Herzog Friedrich [I.] von Württemberg, in das sie wegen Ehebruchs und Diebstahls gekommen waren, Urfehde. Die A. waren ein Jahr auf dem Land herumgezogen und hatten eine im Wald bei Bachhagel von der Herde gestohlene Kuh in Höchstädt für 6 ½ fl verkauft, in den herrschaftlichen Wäldern einige hundert Reifen und Stäbe aus Haselholz gestohlen und an die Küfer zu Giengen und Lauingen verkauft und insbesondere in Ulm, Günzburg, Lauingen, Gundelfingen, im Brenztal, auf dem Härtsfeld und in anderen Orten etwa hundert Hunde gestohlen, erhängt, abgedeckt und die Häute an die Weißgerber in diesen Orten verkauft. Für ihre Taten wurden die A. durch den Nachrichter für eine Viertelstunde im Halseisen an den Pranger gestellt, mit Ruten vor das Obere Tor geschlagen und aus dem Land verwiesen.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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