Schuldforderung der Appellaten in Höhe von 1200 Rtlr. Neusser Währung zuzügl. 1500 Rtlr. Zinsen auf Grund einer Pfandverschreibung, welche die Eheleute Goddart von Deutsch und Anna von Hücking 1624 ihrer Nichte Anita Margaretha von Blittersdorf auf 16 Morgen Artland im Jüchener Dingmal und 10 Morgen Land zwischen Frankeshoven und Etgendorf (Eltzendorf) (Kr. Bergheim) erteilt hatten. Wie die erste Instanz hatte auch die zweite die von den Appellantinnen bestrittene Rechtsgültigkeit der Pfandverschreibung anerkannt und sie zur Zahlung samt Prozeßkosten verurteilt.
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Schuldforderung der Appellaten in Höhe von 1200 Rtlr. Neusser Währung zuzügl. 1500 Rtlr. Zinsen auf Grund einer Pfandverschreibung, welche die Eheleute Goddart von Deutsch und Anna von Hücking 1624 ihrer Nichte Anita Margaretha von Blittersdorf auf 16 Morgen Artland im Jüchener Dingmal und 10 Morgen Land zwischen Frankeshoven und Etgendorf (Eltzendorf) (Kr. Bergheim) erteilt hatten. Wie die erste Instanz hatte auch die zweite die von den Appellantinnen bestrittene Rechtsgültigkeit der Pfandverschreibung anerkannt und sie zur Zahlung samt Prozeßkosten verurteilt.
AA 0627, 2 - A 5/11
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 1. Buchstabe A
1694-1696 (1624- 1699)
Enthaeltvermerke: Kläger: Katharina Gertrud Deutsch (Duitz, Diutz, Teutsch) von der Kaulen (Koulen) zu Frimmersdorf, verwitwete von Aach (Aachen); ihre Schwägerin Johanna Wilhelmina von Cluth (Clout, Cluitt, Clutt) und Maria Adelheid Heistermann, verwitwete von Cluth, (Bekl.: Erben des Goddart Deutsch, nämlich Adolf von Aach zu Jüchen und sein Schwager Wilhelm Heinrich Cluth) Beklagter: J(ohann) Wilhelm Frhr. von Blittersdorf (Plitterstorf) zu Arfft (bei Hackhausen, Kr. Neuss), zu Königshoven (Kr. Bergheim) und in Köln, (Kl.: Frhr. von Blittersdorf auf der Arfft) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Philip Nidderer 1693 - Subst.: Lic. Johann Henrich Flender Prokuratoren (Bekl.): Lic. Joan Eichrodt 1694 - Subst.: Lic. Konrad Franz Steinhausen - Dr. Franz Henrich Krebs 1698 - Subst.: Lic. J. H. Flender Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Amt Kaster 1681-1682 - 2. Jül.-berg. Regierung (Kanzler und Räte) zu Düsseldorf 1682-1693 - 3. RKG 1694-1696 (1624- 1699) Beweismittel: Bd. 1: Schuldrevers Johann Magers des Alten , 1643: er und seine Schafhandelsgesellschaft (Compagnie) schulden dem Junker Christoffel Deutsch 300 Rtlr. (19). Bd. 2: Pfandverschreibung von 1624 und Schreiben an Obristleutnant Frhr. von Hasselt zu Hasselsrath (Kr. Köln), 1682 (12ff.). Übertragung einer auf die Eheleute Bertram Hermans ausgestellten Rentenverschreibung über 1200 Tlr. auf Wilhelm von Blittersdorf durch die Eheleute Adolf von Aach und Katharina Gertrud von Hücking, 1646 (158f.). Urkunde der Schöffen von Otzenrath (Kr. Grevenbroich), 1650: Junker Johann Wilhelm von Blittersdorf zu Königshoven schuldet dem Junker Christoffel von Deutsch 300 Rtlr. für eine Schafhandelsgeschaft (175f.). Beschreibung: 2 Bde., 5 cm; Bd. 1: 39 Bl., lose; Q 1-9, 11-16, es fehlen Q 5, 11, 1 Beilage prod. 22. Mai 1699; Bd. 2: 4 cm, 224 Bl., geb.; Q 10.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:50 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 1. Buchstabe A (Gliederung)