Karl Friedrich von Türck auf dem Ramstein verkauft für sich und seine Erben und Nachkommen zur Bezahlung der von ihm gekauften anderen Hälfte des Rittergutes Ramstein, von dem ihm die andere Hälfte bereits gehört hat, sein Rittergut Eutingertal in Schwaben, das bei Mühlen am Neckar, Eutingen und Bildechingen liegt und zum Kanton (Viertels) Neckar der freien Reichsritterschaft in Schwaben gehört, mit allen seinen Rechten und Gerechtigkeiten, Regalien, Jurisdiktionalien, Hoch- und Niedergerichtsbarkeit, wovon die erstere zwar von dem Haus Österreich streitig gemacht, vom Aussteller aber überall ausgeübt wurde, an Johann Wilhelm Schenk Reichsfreiherr von Stauffenberg, Herr zu Geislingen, Baisingen und der Herrschaft Rißtissen, kurfürstlich-mainzischer und hochfürstlich-bambergischer Geheimer Rat, und allen seinen Erben und Nachkommen für 7500 fl, 500 fl Leihlauf für die Gemahlin des Ausstellers und ein halbes silbernes Brettspiel mit 6 Löffeln, 6 Messern und 6 Gabeln und bestätigt die Bezahlung von 4000 fl der Kaufsumme. Die restlichen 4000 fl sollen nach einem halben Jahr vom Tag der Ausstellung dieser Urkunde an bezahlt werden. Falls der Aussteller die restlichen 4000 fl noch länger stehen läßt, muss der Käufer dafür keinen Zins entrichten. Zu diesem Rittergut gehören: [1] Das Schloss, die Hofreite, die obere und untere Scheuer, das Maierhaus, das Taglöhnerhaus und alle anderen Gebäude mit Kraut-, Gras- und Baumgärten. Insbesondere: [2] 4 Mannsmahd, der Hofgarten genannt. [3] 1/2 Mannsmahd, das Schellengärtlein, mit dem Zwetschgengarten. [4] 1 Hanfland, auf dem 11 Simri Hanfsamen zu säen sind. [5] 3 unterschiedliche Küchengärten um das Schloss herum. [6] 6 Mannsmahd Wiesen, auf dem Krautland genannt. [7] 1 Mannsmahd, der Ochsen Grauß. [8] 5 Mannsmahd, die Weiherwiese. [9] 2 Mannsmahd, die Steinkastenwiese, wovon die zweite Wiese beim Müllerbann zehntbar ist. [10] 2 Mannsmahd, die Kesselwiese. [11] 2 Mannsmahd, das Spitzwiesle, mit dem Stück bei der Kesselwiese, die alle zehntfrei sind. [12] 90 Jauchert Acker, die in drei Zelgen eingeteilt und gült- und steuerfrei sind. Die Äcker liegen auf zwei Bergen, die eine Hälfte in Richtung Eutingen und die andere Hälfte Richtung Bildechingen. Der Eutinger Bezirk ist zehntbar, der Bildechinger Bezirk ist zehntfrei. Von diesen Gärten, Wiesen und Äckern haben bisher die beiden Tagelöhner Kaspar Höflinger und Joseph Trixler einige Stücke aus besonderer Gnade bewirtschaftet, die aber der Käufer jederzeit wieder für die Herrschaft einziehen kann. [13] 2 Jauchert Acker ob dem so genannten Gänsleinbrunnen, die derzeit Andreas Berner zu Bildechingen besitzt, weil er jährlich einem Bildechinger wegen der herrschaftlichen Brunnenstube 5 Viertel Roggen und der Herrschaft im Eutingertal 20 kr geben muss. Gegen Reichung der Gülte kann die Herrschaft diese 2 Jauchert Acker wieder für das Schlossgut einziehen. [14] 6 Jauchert zehntfreier Acker, die einige Bürger zu Bildechingen besitzen. [15] 5 Jauchert, die Eutinger. [16] 11 Jauchert, die unter Vorbehalt des Auslösungsrechtes der Herrschaft an hiesige Untertanen verkauft wurden. 3 Jauchert sind zehntbar, alle 11 Jauchert aber steuerfrei. [17] 3 1/2 Jauchert, die Konrad Schäfer, Friedrich Hanfstein, Hans Georg Barth und Johannes Staub zu Mühlen am Neckar besitzen, die gegen Erstattung des Kaufschillings und Übernahme der in das Franziskanerinnenkloster (Grawe Sammlung) in Horb gehende Gülte wieder ausgelöst werden können. [18] Ungefähr 140 Jauchert Waldung und Weide. [19] Das Fischwasser den ganzen Bach vom Schloss an bis zur Mitte der Eselwiese. [20] An Vieh 3 Kühe, 4 Ochsen und 2 Hagen, alle alt, gering und schlecht. Im Zug gehen ein drei- und ein zweijähriger Stier, ein zwei- und ein einjähriges Kalb. Das Sattelzeug und das Geschirr, das zum Ackerba u, Fuhrwerk und Dreschen gehört und einen eisernen Schlegel. [21] Jährlich 16 kr aus der Wiese des Schultheißen Holderried und den Zehnten von 2 Vierteln eines an die Fichten stoßenden Äckerleins im Bildechinger Bann. [23] Der Fruchtzehnt und 20 kr von Georg Maurer (Maurer Jergle) aus 1 Jauchert Acker beim Kessel. [24] Georg Berner gibt aus 1 Jauchert Acker, der bei dem Acker von Georg Maurer liegt, den Zehnten. Aus 3 Jauchert Acker im mittleren Hofacker jährlich 12 kr, jährlich 12 kr für 3 Jauchert Acker unter der Markung, 20 kr für 2 Jauchert bei dem Hofacker. Diese 8 Jauchert Acker sind bei den bereits unter [16] genannten 11 Jauchert enthalten und beschrieben. Falls diese Äcker von der Herrschaft gegen Bezahlung des ausgelegten Kaufschillings ausgelöst werden, fallen die letzten drei Posten weg und werden nicht mehr gereicht. [25] 4 Jauchert ob dem Teufelacker auf dem Bildechinger Zehnten geben 16 kr. [26] 12 kr aus 3 Jauchert im Gerstenacker auf Eutingertaler Markung von Hieronymus Krespach und Konsorten in Eutingen. [27] 8 kr aus 2 Jauchert Erbsenacker im Eutinger Bann. [28] 2 kr von Jakob Lohmiller aus 1 1/2 Jauchert Acker. Gülfrüchte, Roggen oder Hafer, zu Bildechingen: [29] 6 Viertel Veesen oder Hafer aus 3 Jauchert auf dem Großen Hofacker. [30] 1 Mälterle 2 Viertel Veesen oder Hafer aus 3 Jauchert unter der Markung nach der Zelge. [31] 4 Viertel Veesen oder Hafer aus 1/2 Jauchert Acker nach der Zelge von Jakob Lohmiller. [32] Die zu erwartende Winter- und Sommerernte mit Kraut, Rüben, Hanf und dergleichen, wovon sich der Aussteller 3 Malter Roggen, 10 Mälterle Veesen und 10 Mälterle Hafer bis zu seinem Abzug vorbehält. Der Aussteller erklärt Rechteverzicht, Bürgschaftsleistung und Schadloshaltung.