Friedrich Wilhelm, Herzog zu Sachsen, kursächsischer Administrator und Vormund, auch im Namen von Kurfürst Johann Georg, Markgraf zu Brandenburg, in gemeinsamer Vormundschaft für die Söhne des Kurfürsten Christian I. ("die junge Herrschaft") belehnt Hildebrand (Hillebrandt) von Einsiedel und seine rechten Leibeslehnserben mit Gnandstein (Gnanstein), dem Schloss, Vorwerk und allen Zugehörungen, mit Zinsen, Renten, Diensten, Frondiensten und Pflichten, Freiheiten und Gewohnheiten, Hölzern, Wiesen, Äckern, Teichen, Fischerei, Fischweiden, Bächen und dem Wasser, die Wyhra (Wira) genannt, vom Merbitzer Lache bis an das Wolftitzer Lach,. - das Dorf Gnandstein und die Mühle unter dem Schloss gelegen, samt dem Pfarrlehn daselbst, außerdem. - die Dörfer Wüstenhain (Wüstennhain) und Dolsenhain mit Zinsen und Gerechtigkeiten;. - das Holz, genannt "die Bocka" vor der Leina gelegen, mit den anderen Hölzern samt der Wildbahn, großer und kleiner Jagd auf seinen und seiner Untertanen Hölzern und allen genannten Gütern, dazu oberste und niederste Gerichte und alle Gerechtigkeiten;. - das Dorf Roda samt dem Kirchlehn mit allen Rechten, Zinsen, Frondiensten, obersten und niedersten Gerichten im Dorf und in den Feldern;. - das Dorf Altmörbitz (Alten Merbitz) samt dem Pfarrlehn mit obersten und niedersten Gerichten und allen Rechten, Frondiensten, Zinsen und anderen Gerechtigkeiten, wie von alters hergebracht;. - die Leute, Zinsen und Güter zu Neuenmörbitz (Neuen Merbitz), samt dem Fischbach dieses Ortes und Wiesen, eine unter dem Dorf, die andere an der Wyhra und unter der Leina gelegen, mit Erbgerichten, wie diese Rechte eines Teiles schon lange Zeit bei der Herrschaft Gnandstein gewesen sind, anderen Teiles aber von denen von Rüdigsdorf dazu gekauft worden sind. Die Belehnung erfolgt mit allen Rechten, wie diese seine Brüder und er nach dem Tod des Vaters zu gesamter Hand erhalten haben und wie er nach dem Tod des Bruders Johannes (Hans) nach einem brüderlichen Vergleich damit durch die Kurfürsten August und Christian I. belehnt worden ist. Die Belehnung erfolgt als Mannlehn. Mitbelehnt ist sein Bruder Abraham von Einsiedel, außerdem werden mitbelehnt Heinrich Abraham, Georg Haubold und Heinrich Hildebrand von Einsiedel - alle Söhne des Bruders Haubold von Einsiedel,. Georg Heinrich und Heinrich Hildebrand von Einsiedel - beide Söhne des Bruders Heinrich von Einsiedel zu Sahlis. Z.: Dr. David Peifer zu Goseck (Gosigk), Kanzler; Abraham Bock zu Klipphausen (Kliphausen); Heinrich von Bünau (Bunaw) zu Nedaschütz (Nedeschitz); Dr. Wolffgangk Eulenbegk zu Goseck (Gosigk); Dr. Johann Badehorn; Dr. Daniel Muller; Dr. Johann Georg Gödelmann; Georg von Schleinitz zu Stauchitz; Wolff von Lüttichau (Lüttichaw) zu Kmehlen (Kmelen).

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Sächsisches Staatsarchiv
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