Ludwig von Frankenstein und seine Ehefrau Adelheid verkaufen mit der Zustimmung von Ludwigs Bruder Heinrich von Frankenstein und dessen Ehefrau El...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1301-1315
1306 Februar 5
Ausfertigung, Pergament, zwei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (Siegel Nr. 1 fehlt, Siegel Nr. 2 beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Diz ist geschehin so man zalte von Gots gebuerten dusent iar druhundert iar in deme sechsten iare an sente Agathen tage
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Ludwig von Frankenstein und seine Ehefrau Adelheid verkaufen mit der Zustimmung von Ludwigs Bruder Heinrich von Frankenstein und dessen Ehefrau Elisabeth an Heinrich [von Weilnau], Abt von Fulda, und das Kloster Fulda ihre Rechte an der Herrschaft Frankenstein und an Burg (hus) und Stadt [Bad] Salzungen. Abt Heinrich und das Kloster werden an Ludwigs Stelle Ganerben. Dafür erhalten Ludwig und Adelheid das Burglehen Lengsfeld (Lengesfelt) [heute Stadtlengsfeld] mit zehn Pfund Fuldaer Pfennigen und ein Lehen im Gericht Lengsfeld oder dem angrenzenden Gericht mit 100 Pfund Fuldaer Pfennigen. Zusätzlich erhalten Ludwig und Adelheid die Burg und Stadt Lengsfeld samt dem Gericht mit 100 Pfund Fuldaer Pfennigen als Lehen auf Lebzeiten. Auch Ludwigs Kinder sollen alle diese Lehen erben. Im Fall eines kinderlosen Todes fällt aller Besitz Ludwigs und Adelheids an das Kloster Fulda. Beide Parteien sichern einander zu, dass ihre Burgen für den jeweils anderen Offenhäuser sind. Streitigkeiten sollen vor dem Dekan, den Pröpsten und Dienstleuten in Fulda verhandelt werden. Ludwig und Adelheid verzichten auf alle Rechte, die sie auf die Herrschaft Frankenstein sowie auf Burg und Stadt [Bad] Salzungen haben. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers).
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Gerlach von Breuberg
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Heinrich von Eberstein
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Simon von der Tann
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Wigand von Lüder (Luettere)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Berthold von Heringen, Pfarrer in (Henebach)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Heinrich, Pfarrer in Weilar (von deme Wiler)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Berthold von Kranlucken
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Berthold von Wildprechtroda
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Sigewin, die Burgmänner von Salzungen
Vermerke (Urkunde): Siegler: Ludwig von Frankenstein
Vermerke (Urkunde): Siegler: Heinrich von Frankenstein
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 8, Nr. 66
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Schannat, Fuldischer Lehn-Hof, Nr. CCLXXIX; Regest: Rübsam, Heinrich V., Nr. 157
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Ludwig von Frankenstein und seine Ehefrau Adelheid verkaufen mit der Zustimmung von Ludwigs Bruder Heinrich von Frankenstein und dessen Ehefrau Elisabeth an Heinrich [von Weilnau], Abt von Fulda, und das Kloster Fulda ihre Rechte an der Herrschaft Frankenstein und an Burg (hus) und Stadt [Bad] Salzungen. Abt Heinrich und das Kloster werden an Ludwigs Stelle Ganerben. Dafür erhalten Ludwig und Adelheid das Burglehen Lengsfeld (Lengesfelt) [heute Stadtlengsfeld] mit zehn Pfund Fuldaer Pfennigen und ein Lehen im Gericht Lengsfeld oder dem angrenzenden Gericht mit 100 Pfund Fuldaer Pfennigen. Zusätzlich erhalten Ludwig und Adelheid die Burg und Stadt Lengsfeld samt dem Gericht mit 100 Pfund Fuldaer Pfennigen als Lehen auf Lebzeiten. Auch Ludwigs Kinder sollen alle diese Lehen erben. Im Fall eines kinderlosen Todes fällt aller Besitz Ludwigs und Adelheids an das Kloster Fulda. Beide Parteien sichern einander zu, dass ihre Burgen für den jeweils anderen Offenhäuser sind. Streitigkeiten sollen vor dem Dekan, den Pröpsten und Dienstleuten in Fulda verhandelt werden. Ludwig und Adelheid verzichten auf alle Rechte, die sie auf die Herrschaft Frankenstein sowie auf Burg und Stadt [Bad] Salzungen haben. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers).
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Gerlach von Breuberg
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Heinrich von Eberstein
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Simon von der Tann
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Wigand von Lüder (Luettere)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Berthold von Heringen, Pfarrer in (Henebach)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Heinrich, Pfarrer in Weilar (von deme Wiler)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Berthold von Kranlucken
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Berthold von Wildprechtroda
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Sigewin, die Burgmänner von Salzungen
Vermerke (Urkunde): Siegler: Ludwig von Frankenstein
Vermerke (Urkunde): Siegler: Heinrich von Frankenstein
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 8, Nr. 66
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Schannat, Fuldischer Lehn-Hof, Nr. CCLXXIX; Regest: Rübsam, Heinrich V., Nr. 157
Vgl. Nr. 192 und Nr. 193.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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