Kläger: Lars von Justrik, schwedischer Hofrat in Nienstedten, als Kurator seiner Ehefrau Regina Christina, geb. Paulsen, Witwe des Dr. Wichmann Lastrop, Advokat in Hamburg (Beklagte).- Beklagter: Guilliam Clamer, Ratsherr, in Vollmacht der Ratsherren Lt. Johann Schlüter und Lt. Justus Vincent Ritter als Vollstrecker des Testaments ihrer Schwiegermutter Anna Maria Paulsen, geb. Greve, Witwe des Oberalten Johann Hinrich Paulsen (Kläger) und als Nebenbeklagte der Rat der Stadt Hamburg sowie Daniel Gotthard Schmidt, Kurator der Elisabeth Gu(h)llen, geb. Greve, Witwe des Gerhardt Gullen, als Erbin der Anna Maria Paulsen in Hamburg Streitgegenstand: Appellationis; Verweisung auf ein gerichtliches Verfahren, Herausgabe der Erbschaftsunterlagen und Anfechtung des Testaments in einem Streit unter den Erben der Anna Maria Paulsen
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Kläger: Lars von Justrik, schwedischer Hofrat in Nienstedten, als Kurator seiner Ehefrau Regina Christina, geb. Paulsen, Witwe des Dr. Wichmann Lastrop, Advokat in Hamburg (Beklagte).- Beklagter: Guilliam Clamer, Ratsherr, in Vollmacht der Ratsherren Lt. Johann Schlüter und Lt. Justus Vincent Ritter als Vollstrecker des Testaments ihrer Schwiegermutter Anna Maria Paulsen, geb. Greve, Witwe des Oberalten Johann Hinrich Paulsen (Kläger) und als Nebenbeklagte der Rat der Stadt Hamburg sowie Daniel Gotthard Schmidt, Kurator der Elisabeth Gu(h)llen, geb. Greve, Witwe des Gerhardt Gullen, als Erbin der Anna Maria Paulsen in Hamburg Streitgegenstand: Appellationis; Verweisung auf ein gerichtliches Verfahren, Herausgabe der Erbschaftsunterlagen und Anfechtung des Testaments in einem Streit unter den Erben der Anna Maria Paulsen
211-2_J 25 Teil 1
J 1212
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> J
1758,1765-1787
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Lt. Johann Christoph von Brand (1765), Dr. Georg Melchior von Hofmann (senior) (1780), Dr. Conrad Gordian Seuter (1781), Dr. Caspar Friedrich von Hofmann (1786). Beklagter: Dr. Christian Jakob von Zwierlein (junior) (1765), Dr. Johann August Buchholtz (1785). Nebenbeklagte: Lt. Lukas Andreas von Bostell (1765), Dr. Caspar Friedrich von Hofmann (junior) (1771), Lt. Hermann Joseph Valentin Schick (1780), Lt. Philip Jakob Emmerich (1780) und Dr. Friedrich Jakob Dietrich von Bostell (1783).- Instanzen: 1. (Rat 1765). 2. Reichskammergericht 1765-1787.- Darin: Hofrats-Patent von 1758 für Lars von Justrik; Testament von 1765 der Anna Maria Paulsen; Pfandverschreibung von 1768 der Kläger in Höhe von 1919 Mark für die Witwe des Otto Friedrich Fritz, Lohgerber in Altona; Zession von 1768 der Zinsen des Erbguts der Kläger in Höhe von 10 000 Mark Banko an Dr. der Medizin Anton Heins, 1773 an Wolff Liepmann, 1778 an Jost Liepmann, Schutzjude in Berlin; Obligation von 1769 der Kläger in Höhe von 5600 Mark Banko für Friedrich Christian Wurmb, preußischer Geheimer Kommerzienrat und Agent in Hamburg; Zeugenaussagen von 1769 unter anderem durch jüdische Kaufleute in Hamburg und Altona über die Geschäfte des Lars von Justrik unter anderem mit Kaffee, Leinen, Seiden- und Wollwaren sowie zahlreiche Abrechnungen und Schuldenaufstellungen; Auszug aus dem Beschwerdebrief des Rats an die kurbraunschweigische Regierung unter anderem über Dr. Heinrich Kellinghusen, preußischer Justizrat und Domherr in Hamburg, advocatus causae der Kläger, sowie ein Antwortschreiben an das Domkapital 1767; Auszüge aus dem Protokoll der Kommission zur Vollstreckung der Urteile des Reichskammergerichtes von 1770 und 1778 in der strittigen Sache; Vergleich von 1782 zwischen Lars von Justrik und Elisabeth Lucia Schmidt, geb. Gullen, über Erbschaftsfragen sowie ein Vergleich von 1784 zwischen Elisabeth Lucia Schmidt und anderen Erben der Anna Maria Paulsen; Aktenstücke aus den Streitigkeiten der Prozessbeteiligten mit anderen Parteien vor dem Reichskammergericht und vor Gerichten in Hamburg, Altona und Glückstadt sowie Schreiben der Deutschen Kanzlei in Kopenhagen aus der Zeit 1765-1787.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11202 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
07.03.2025, 11:56 MEZ