Die Schöffen von Xanten bekunden, dass vor ihnen die Priester und Vikare Gerit Coster, Henrich von Vonderen, Gerit Roesboem und Gerit Wueste als Testamentsexekutoren des Arnt von Bake, Priesters und Rektors des St. Barbara-Altars in der Kirche von Xanten, bekannt haben, dass Arnt in seinem Testament den 2 Ämtern des Kapitels von Xanten, nämlich dem Evangelienamt und dem Epistelamt, die derzeit Gerit Haes und Clais Mesmeker versehen, eine Erbrente von 10 oberländischen Rheinischen Gulden und 4 Maltern Roggen vermacht hat. Arnt hatte 5 Gulden aus dem Haus des Johann ingen Late des Jüngeren binnen Xanten am Markt und 5 Gulden aus dem Haus des Johann ter Herenhaiff, Hermanns Sohn, binnen Xanten in der Scharnstraße laut zweier Schöffenurkunden von 1465 Oktober 27 und 1465 November 1 [s. Regesten unter Xanten, Viktorstift, Akten Nr. 11 c 1], woran die vorliegende Urkunde transfixiert ist, gekauft. Und die 4 Malter Roggen kommen aus Land des Johann opden Gamerslach hinter der Hees (-e). Die Lektoren und Verwahrer dieser Ämter sollen allzeit wöchentlich 2 Messen am Kreuzaltar hinter der gaeruscaemer für die Seelen Arnts, seiner Eltern und Wohltäter lesen, und Clais, der kein Priester ist und werden kann oder will, soll stattdessen wöchentlich 2 Vigilien und Commendationen lesen, sofern das Kapitel dies zulässt; falls nicht, sollen die Vikare zu Xanten diese Erbrente erhalten und allzeit monatlich eine Memorie halten gemäß dem Testament Arnts. Das Kapitel hat nach Aussage der Exekutoren dieses Vermächtnis angenommen. Demgemäß haben sie die Rente dem Dekan und Kapitel zugunsten der beiden Ämter übertragen und darauf mit Hand, Halm und Mund verzichtet, wie es nach Landrecht Gewohnheit ist. Die 2 Ämter sollen die Rente fortan erheben und die Exekutoren keinerlei Recht daran behalten. - Ankündigung des Schöffentumssiegels. Geg. 1468 op sunte Mathiis dach apostels.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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