AOK Münster (Bestand)
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AOK-MS
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[1913-01-01/1995-12-31]
Laufzeit: 1913 - 1995 Umfang: 177 Verzeichnungseinheiten (1,1 lfm.) Zitierung: StdAMs, AOK Münster, Nr. ... Bestandsgeschichte: Im Zuge einer umfassenden Änderung von Organisations- und Selbstverwaltungsstrukturen der Allgemeinen Ortskrankenkassen Mitte der 1990er-Jahre hat sich in der archivischen Fachdiskussion herauskristallisiert, dass die AOK-Quellen auf regionaler Ebene ein wichtiges und zeitlich umfassendes Abbild wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Strukturen darstellen. Die regionale Relevanz der Überlieferung leitet sich dabei aus der historischen Entwicklung der Allgemeinen Ortskrankenkassen ab: Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Kassen auf der lokalen Ebene der Gemeinden gegründet und passten sich im Laufe der Zeit durch Kassenzusammenlegungen dem Verwaltungszuschnitt der Kreise bzw. kreisfreien Städte an. Insofern ist eine Überlieferungsbildung durch Kommunalarchive im Rahmen ihrer Verantwortung für die Dokumentation lokaler/regionaler Lebenswelten eine naheliegende Folgerung. Dieser Ansatz ist vom LWL-Archivamt für Westfalen aufgegriffen worden, das bei der Umsetzung der archivischen Sicherung der in den AOK-Regionaldirektionen befindlichen historischen Überlieferung eine Vermittlerrolle zwischen den westfälischen Kommunalarchiven und der AOK Westfalen-Lippe einnahm. In deren Folge wurden die Verhandlungen wegen einer Archivierung von regionalen AOK-Quellen zwischen der Zentraldirektion der AOK Westfalen-Lippe in Dortmund für die der Zentraldirektion unterstellten AOK-Regionaldirektionen und dem LWL-Archivamt für Westfalen in Münster für die beteiligten Kommunalarchive geführt. Nachdem die ersten Gespräche zur Archivierung von AOK-Akten im Jahre 2002 stattfanden, dauerte es letztlich bis April 2008, ehe eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem LWL-Archivamt für Westfalen und der AOK Westfalen-Lippe über die „Archivische Erschließung der in den Regionaldirektionen der AOK Westfalen-Lippe befindlichen Kernüberlieferungen bis zum Stichjahr 1994“ abgeschlossen werden konnte. Diese Vereinbarung regelt grundsätzlich die Sicherung der historischen Kernüberlieferung der bis zum Stichjahr 1994 selbständigen Allgemeinen Ortskrankenkassen in Westfalen-Lippe und ihrer Vorgängereinrichtungen. Sie umfasst die Bewertung, Übernahme und Erschließung des relevanten Quellenmaterials durch das LWL-Archivamt für Westfalen und die sich nach den archivischen Bearbeitungsprozessen anschließende dezentrale Aufbewahrung und Nutzbarmachung in den regional zuständigen Kommunalarchiven. Die Zuordnung der einzelnen AOK-Bestände an die Kommunalarchive orientiert sich an der Organisationsstruktur der Allgemeinen Ortskrankenkassen vor der grundlegenden Neustrukturierung durch die Fusion zur AOK Westfalen-Lippe im Jahre 1994. Demzufolge fungieren 27 Kommunalarchive als Zielarchiv für diejenigen 27 selbstständigen Allgemeinen Ortskrankenkassen in Westfalen-Lippe, die bis Anfang 1994 bestanden. Die Aussonderung der archivwürdigen Unterlagen der AOK Münster und ihrer Vorgängereinrichtungen erfolgte bei der Regionaldirektion Münster/Coesfeld/Warendorf. Der Bestand wurde erschlossenen und verpackt im August 2009 als Depositum der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Westfalen-Lippe an das Stadtarchiv übergeben. Im Depositalvertrag wurde eine besondere Schutzfrist von 60 Jahren für die im Bestand enthalteten Protokollbücher der Selbstverwaltungsorgane und Unterlagen der Sozialversicherungswahlen vereinbart. Inhalt: Satzung der AOK für den Landkreis Münster (1941); Protokolle, Satzungen sowie allgemeine Verwaltungs- und Personalangelegenheiten der AOK der Stadt Münster (1914-1957); Vertreterversammlung (1935-1994); Vorstand (1953-1994); Ausschuss für besondere Angelegenheiten (1970-1974); Personalausschuss (1959-1969); Geschäftsführer (1962); Beirat (1936-1954); Sozialwahlen (1952-1974); Satzungsangelegenheiten (1948-1993); Zuschnitt des Kassenbezirks (1974-1978); Haushalts- und Rechnungswesen sowie Geschäftsberichte (1956-1995); Geschäftsberichte (1942-1991); Allgemeine Verwaltungs- und Personalangelegenheiten (1942-1991); Dokumente der Landkrankenkassen (1913-1924, 1952); Arbeitsgemeinschaften, Kassenverbände und Kassenvereinigungen (1924-1933, 1959-1994). Besondere Benutzungsmodalitäten (Schutzfristen): Die Benutzung der Archivalien erfolgt im Rahmen des Archivgesetzes Nordrhein-Westfalen vom 16. März 2010 und der Benutzungsordnung des den Archivbestand aufnehmenden Kommunalarchivs in der jeweils gültigen Fassung. Unbenommen davon dürfen die Protokollbücher der Selbstverwaltungsorgane sowie die Unterlagen zu den Sozialversicherungswahlen erst 60 Jahre nach Aktenschluss unter Berücksichtigung der Verkürzungsmöglichkeit nach § 7 (6) Archivgesetz NRW genutzt werden. Die Möglichkeit der Schutzfristenverkürzung bleibt ausschließlich dem Vorstand der AOK NordWest in Dortmund vorbehalten. Ein entsprechender Antrag ist über das Kommunalarchiv dorthin zu richten. Verweise: Aufnahmen des Gebäude der AOK in der Königsstraße 20/21 in Münster in der Fotosammlung des Stadtarchivs; Vorstandssitzungen der AOK in: Dezernat VI - Bauverwaltung, Nr. 25 (1951-1982). Literatur: Nicola Bruns und Hans-Jürgen Höötmann: Archivierung regionaler Quellen der Allgemeinen Ortskrankenkasse(n) in Westfalen-Lippe, in: Archivpflege in Westfalen-Lippe 72/2010, S. 45 ff.
Vorwort: Zitierung: StdAMs, AOK Münster, Nr. ...
Bestandsgeschichte:
Im Zuge einer umfassenden Änderung von Organisations- und Selbstverwaltungsstrukturen der Allgemeinen Ortskrankenkassen Mitte der 1990er-Jahre hat sich in der archivischen Fachdiskussion herauskristallisiert, dass die AOK-Quellen auf regionaler Ebene ein wichtiges und zeitlich umfassendes Abbild wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Strukturen darstellen. Die regionale Relevanz der Überlieferung leitet sich dabei aus der historischen Entwicklung der Allgemeinen Ortskrankenkassen ab: Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Kassen auf der lokalen Ebene der Gemeinden gegründet und passten sich im Laufe der Zeit durch Kassenzusammenlegungen dem Verwaltungszuschnitt der Kreise bzw. kreisfreien Städte an. Insofern ist eine Überlieferungsbildung durch Kommunalarchive im Rahmen ihrer Verantwortung für die Dokumentation lokaler/regionaler Lebenswelten eine naheliegende Folgerung. Dieser Ansatz ist vom LWL-Archivamt für Westfalen aufgegriffen worden, das bei der Umsetzung der archivischen Sicherung der in den AOK-Regionaldirektionen befindlichen historischen Überlieferung eine Vermittlerrolle zwischen den westfälischen Kommunalarchiven und der AOK Westfalen-Lippe einnahm. In deren Folge wurden die Verhandlungen wegen einer Archivierung von regionalen AOK-Quellen zwischen der Zentraldirektion der AOK Westfalen-Lippe in Dortmund für die der Zentraldirektion unterstellten AOK-Regionaldirektionen und dem LWL-Archivamt für Westfalen in Münster für die beteiligten Kommunalarchive geführt. Nachdem die ersten Gespräche zur Archivierung von AOK-Akten im Jahre 2002 stattfanden, dauerte es letztlich bis April 2008, ehe eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem LWL-Archivamt für Westfalen und der AOK Westfalen-Lippe über die „Archivische Erschließung der in den Regionaldirektionen der AOK Westfalen-Lippe befindlichen Kernüberlieferungen bis zum Stichjahr 1994“ abgeschlossen werden konnte. Diese Vereinbarung regelt grundsätzlich die Sicherung der historischen Kernüberlieferung der bis zum Stichjahr 1994 selbständigen Allgemeinen Ortskrankenkassen in Westfalen-Lippe und ihrer Vorgängereinrichtungen. Sie umfasst die Bewertung, Übernahme und Erschließung des relevanten Quellenmaterials durch das LWL-Archivamt für Westfalen und die sich nach den archivischen Bearbeitungsprozessen anschließende dezentrale Aufbewahrung und Nutzbarmachung in den regional zuständigen Kommunalarchiven. Die Zuordnung der einzelnen AOK-Bestände an die Kommunalarchive orientiert sich an der Organisationsstruktur der Allgemeinen Ortskrankenkassen vor der grundlegenden Neustrukturierung durch die Fusion zur AOK Westfalen-Lippe im Jahre 1994. Demzufolge fungieren 27 Kommunalarchive als Zielarchiv für diejenigen 27 selbstständigen Allgemeinen Ortskrankenkassen in Westfalen-Lippe, die bis Anfang 1994 bestanden. Die Aussonderung der archivwürdigen Unterlagen der AOK Münster und ihrer Vorgängereinrichtungen erfolgte bei der Regionaldirektion Münster/Coesfeld/Warendorf. Der Bestand wurde erschlossenen und verpackt im August 2009 als Depositum der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Westfalen-Lippe an das Stadtarchiv übergeben. Im Depositalvertrag wurde eine besondere Schutzfrist von 60 Jahren für die im Bestand enthalteten Protokollbücher der Selbstverwaltungsorgane und Unterlagen der Sozialversicherungswahlen vereinbart.
Inhalt:
Satzung der AOK für den Landkreis Münster (1941); Protokolle, Satzungen sowie allgemeine Verwaltungs- und Personalangelegenheiten der AOK der Stadt Münster (1914-1957); Vertreterversammlung (1935-1994); Vorstand (1953-1994); Ausschuss für besondere Angelegenheiten (1970-1974); Personalausschuss (1959-1969); Geschäftsführer (1962); Beirat (1936-1954); Sozialwahlen (1952-1974); Satzungsangelegenheiten (1948-1993); Zuschnitt des Kassenbezirks (1974-1978); Haushalts- und Rechnungswesen sowie Geschäftsberichte (1956-1995); Geschäftsberichte (1942-1991); Allgemeine Verwaltungs- und Personalangelegenheiten (1942-1991); Dokumente der Landkrankenkassen (1913-1924, 1952); Arbeitsgemeinschaften, Kassenverbände und Kassenvereinigungen (1924-1933, 1959-1994).
Verweise:
Aufnahmen des Gebäude der AOK in der Königsstraße 20/21 in Münster in der Fotosammlung des Stadtarchivs; Vorstandssitzungen der AOK in: Dezernat VI - Bauverwaltung, Nr. 25 (1951-1982).
Vorwort: Zitierung: StdAMs, AOK Münster, Nr. ...
Bestandsgeschichte:
Im Zuge einer umfassenden Änderung von Organisations- und Selbstverwaltungsstrukturen der Allgemeinen Ortskrankenkassen Mitte der 1990er-Jahre hat sich in der archivischen Fachdiskussion herauskristallisiert, dass die AOK-Quellen auf regionaler Ebene ein wichtiges und zeitlich umfassendes Abbild wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Strukturen darstellen. Die regionale Relevanz der Überlieferung leitet sich dabei aus der historischen Entwicklung der Allgemeinen Ortskrankenkassen ab: Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Kassen auf der lokalen Ebene der Gemeinden gegründet und passten sich im Laufe der Zeit durch Kassenzusammenlegungen dem Verwaltungszuschnitt der Kreise bzw. kreisfreien Städte an. Insofern ist eine Überlieferungsbildung durch Kommunalarchive im Rahmen ihrer Verantwortung für die Dokumentation lokaler/regionaler Lebenswelten eine naheliegende Folgerung. Dieser Ansatz ist vom LWL-Archivamt für Westfalen aufgegriffen worden, das bei der Umsetzung der archivischen Sicherung der in den AOK-Regionaldirektionen befindlichen historischen Überlieferung eine Vermittlerrolle zwischen den westfälischen Kommunalarchiven und der AOK Westfalen-Lippe einnahm. In deren Folge wurden die Verhandlungen wegen einer Archivierung von regionalen AOK-Quellen zwischen der Zentraldirektion der AOK Westfalen-Lippe in Dortmund für die der Zentraldirektion unterstellten AOK-Regionaldirektionen und dem LWL-Archivamt für Westfalen in Münster für die beteiligten Kommunalarchive geführt. Nachdem die ersten Gespräche zur Archivierung von AOK-Akten im Jahre 2002 stattfanden, dauerte es letztlich bis April 2008, ehe eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem LWL-Archivamt für Westfalen und der AOK Westfalen-Lippe über die „Archivische Erschließung der in den Regionaldirektionen der AOK Westfalen-Lippe befindlichen Kernüberlieferungen bis zum Stichjahr 1994“ abgeschlossen werden konnte. Diese Vereinbarung regelt grundsätzlich die Sicherung der historischen Kernüberlieferung der bis zum Stichjahr 1994 selbständigen Allgemeinen Ortskrankenkassen in Westfalen-Lippe und ihrer Vorgängereinrichtungen. Sie umfasst die Bewertung, Übernahme und Erschließung des relevanten Quellenmaterials durch das LWL-Archivamt für Westfalen und die sich nach den archivischen Bearbeitungsprozessen anschließende dezentrale Aufbewahrung und Nutzbarmachung in den regional zuständigen Kommunalarchiven. Die Zuordnung der einzelnen AOK-Bestände an die Kommunalarchive orientiert sich an der Organisationsstruktur der Allgemeinen Ortskrankenkassen vor der grundlegenden Neustrukturierung durch die Fusion zur AOK Westfalen-Lippe im Jahre 1994. Demzufolge fungieren 27 Kommunalarchive als Zielarchiv für diejenigen 27 selbstständigen Allgemeinen Ortskrankenkassen in Westfalen-Lippe, die bis Anfang 1994 bestanden. Die Aussonderung der archivwürdigen Unterlagen der AOK Münster und ihrer Vorgängereinrichtungen erfolgte bei der Regionaldirektion Münster/Coesfeld/Warendorf. Der Bestand wurde erschlossenen und verpackt im August 2009 als Depositum der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) Westfalen-Lippe an das Stadtarchiv übergeben. Im Depositalvertrag wurde eine besondere Schutzfrist von 60 Jahren für die im Bestand enthalteten Protokollbücher der Selbstverwaltungsorgane und Unterlagen der Sozialversicherungswahlen vereinbart.
Inhalt:
Satzung der AOK für den Landkreis Münster (1941); Protokolle, Satzungen sowie allgemeine Verwaltungs- und Personalangelegenheiten der AOK der Stadt Münster (1914-1957); Vertreterversammlung (1935-1994); Vorstand (1953-1994); Ausschuss für besondere Angelegenheiten (1970-1974); Personalausschuss (1959-1969); Geschäftsführer (1962); Beirat (1936-1954); Sozialwahlen (1952-1974); Satzungsangelegenheiten (1948-1993); Zuschnitt des Kassenbezirks (1974-1978); Haushalts- und Rechnungswesen sowie Geschäftsberichte (1956-1995); Geschäftsberichte (1942-1991); Allgemeine Verwaltungs- und Personalangelegenheiten (1942-1991); Dokumente der Landkrankenkassen (1913-1924, 1952); Arbeitsgemeinschaften, Kassenverbände und Kassenvereinigungen (1924-1933, 1959-1994).
Verweise:
Aufnahmen des Gebäude der AOK in der Königsstraße 20/21 in Münster in der Fotosammlung des Stadtarchivs; Vorstandssitzungen der AOK in: Dezernat VI - Bauverwaltung, Nr. 25 (1951-1982).
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 2:00 PM CET