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Es wird bekundet, dass es zwischen Ermenold von Piesport,
Weihbischof und Domdekan von Fulda sowie Statthalter und fuldischer
Regierungspräsident,...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1771-1780
1776 Juli 15
Ausfertigung, Papier, zwei aufgedrückte Lacksiegel, zwei aufgedrückte Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen Fuld den 15ten Julius 1776
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Es wird bekundet, dass es zwischen Ermenold von Piesport, Weihbischof und Domdekan von Fulda sowie Statthalter und fuldischer Regierungspräsident, und dem Hof- und Regierungsrat Johann Adam Zwenger mit Einwilligung von dessen Ehefrau Barbara Josepha Zwenger geborene von Schwaan zu einem Kaufgeschäft gekommen ist. Johann Adam Zwenger hat an Ermenold von Piesport seinen in Haimbach gelegenen Hof verkauft, der seinem Schwiegervater, dem Kanzler und Oberamtmann von Bieberstein, Georg Joseph von Wagner, 1732 September 22 [vgl. Nr. 2206] vom damaligen Abt Adolf [von Dalberg] mit Einwilligung des Dekans Amand [von Buseck] und des Kapitels von Fulda verliehen worden war. Zu diesem Hof gehören Haus, Scheune, Garten, Äcker, Wiesen sowie eine halbe Schäferei einschließlich aller zugehörigen Rechte und des beweglichen Mobiliars, wie Vorhängen, Sessel, Betten (bettwerk) und Möbel (meubles). Die Verkaufssumme beträgt 10700 Gulden in bar und wird am Peterstag [Juni 29] 1777 fällig. Dazu kommen noch 100 Gulden für das Schlüsselgeld. Beim Verkäufer verbleiben hingegen die Pachtschulden und die Erträge des Gemüsegartens. Beide Parteien haben sich mit diesen Regelungen einverstanden erklärt und abschließend je ein Exemplar des Kaufvertrags eigenhändig unterschrieben, besiegelt und auf diesen Vertrag Währschaft geleistet. Die vorliegende Urkunde ist für Ermenold von Piesport ausgefertigt worden. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: 1. Seite, 2. und 3. Seite, Rückseite; Siegel: 1. Lacksiegel, 2. Lacksiegel, [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 Reichsabtei Fulda 1776 Juli 15_29 1.P...
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Ermenold von Piesport / bischof zu Capharnaum / dom dechan und probst
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Johann Adam Zwenger / Barbara Josepha Zwengerin / gebohren von Schwaan
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Franz Ludwig freyherr von Mairhofen / zu Kulmbach / manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: uns hochfürstliche regierung hierselbsten)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Ermenold von Piesport, Weihbischof von Kapernaum, Domdekan und Propst
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann Adam Zwenger
Vermerke (Urkunde): Siegler: Franz Ludwig Freiherr von Maierhofen zu Kulmbach
Vermerke (Urkunde): Siegler: Fuldaer Regierung
Als Schlüsselgeld wird ein Geschenk für eine Tochter oder Ehefrau eines Verkäufers bezeichnet, das ein Käufer beim Kauf eines Hauses für die symbolische Übergabe der Schlüssel bzw. des Haushalts gibt.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.