Jos Humpis, Bürger zu Ravensburg, beurkundet Vertrag mit den Schwestern der Sammlung in Altdorf, in dem der Streit über eine Wiese und einen Weiher in Schwertzen (=Schwärzach) beigelegt wird. Die Schwestern hatten sich beklagt, daß das Wasser des dem Humpis gehörenden Weihers einen Teil ihrer Wiese überschwemmt hatte. Mit Zustimmung von Ulrich Schutz, Ammann, und Burkhard Schulmeister zu Altdorf als Pfleger und Vögte der Sammlung wird vereinbart, daß der Weiher aufgestaut und die Wiese überschwemmt werden darf, jedoch nur bis zur steinernen Marke, die bei dem "alten gestümbelten dürren aichinen stogk" gesetzt ist. Außerdem darf die Wiese bis zu einer bestimmten Grenze als Weide und zum Grasschneiden genutzt werden ("mit tratt mit grasen mit der sichel und segesz"). Zum Ausgleich muß die Meierin auf dem Hof zu Schwertzen jährlich an Martini einen Ewigzins von 2 Viertel Hafer Ravensburger Maßes geben.
Vollständigen Titel anzeigen
Jos Humpis, Bürger zu Ravensburg, beurkundet Vertrag mit den Schwestern der Sammlung in Altdorf, in dem der Streit über eine Wiese und einen Weiher in Schwertzen (=Schwärzach) beigelegt wird. Die Schwestern hatten sich beklagt, daß das Wasser des dem Humpis gehörenden Weihers einen Teil ihrer Wiese überschwemmt hatte. Mit Zustimmung von Ulrich Schutz, Ammann, und Burkhard Schulmeister zu Altdorf als Pfleger und Vögte der Sammlung wird vereinbart, daß der Weiher aufgestaut und die Wiese überschwemmt werden darf, jedoch nur bis zur steinernen Marke, die bei dem "alten gestümbelten dürren aichinen stogk" gesetzt ist. Außerdem darf die Wiese bis zu einer bestimmten Grenze als Weide und zum Grasschneiden genutzt werden ("mit tratt mit grasen mit der sichel und segesz"). Zum Ausgleich muß die Meierin auf dem Hof zu Schwertzen jährlich an Martini einen Ewigzins von 2 Viertel Hafer Ravensburger Maßes geben.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 468
12929
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 15. Jahrhundert
1462 Januar 29 (am nächsten frytag vor Unser lieben Frowen tag der kertzwyhin)
21,9 x 41 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Ravensburg
Aussteller: Jos Humpis, Bürger zu Ravensburg
Empfänger: Schwestern der Sammlung in Altdorf
Siegler: Aussteller, Heinrich Humpis, Stadtammann in Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., 1 Rest, 1 stark besch.
Aussteller: Jos Humpis, Bürger zu Ravensburg
Empfänger: Schwestern der Sammlung in Altdorf
Siegler: Aussteller, Heinrich Humpis, Stadtammann in Ravensburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., 1 Rest, 1 stark besch.
Humpis, Heinrich, Stadtammann
Humpis, Jos
Schulmeister, Burkhard
Schutz, Ulrich, Ammann
Altdorf = Weingarten RV; Ammann
Altdorf = Weingarten RV; Sammlungsfrauen
Altdorf = Weingarten RV; Sammlungsfrauen, Pfleger
Altdorf = Weingarten RV; Schulmeister
Ravensburg RV
Ravensburg RV; Einwohner
Ravensburg RV; Maß
Ravensburg RV; Stadtammann
Schwärzach : Eschach, Ravensburg RV
Schwertzen = Schwärzach : Eschach, Ravensburg RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:33 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Tektonik)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Tektonik)
- Augustinerkloster Kreuzlingen - Restituierte Klöster (Tektonik)
- Weingarten, Benediktinerkloster (Bestand)
- Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III (Bestand)
- Urkunden (Gliederung)
- 15. Jahrhundert (Gliederung)