Hans Brugger zu Neuhaus (Neuenhauß) in der Herrschaft Tettnang verkauft an Kaspar Thannenmair zu Doberatsweiler in der Herrschaft Achberg die Hälfte der von seinem verstorbenen Bruder Melchior Brugger hinterlassenen Güter zu Doberatsweiler mit allen Rechten und allem Zubehör, auch die Hälfte seines Schmiedzeugs, was der Verstorbene alles lange Jahre besessen und der Aussteller beim Tod des Bruders geerbt hat. Haus und Hof stoßen an Hans Guetensohn und das Gut des Stephan Welg. Aus dem Ganzen gehen jährlich an Zinsen: in das Schloss Achberg 6 Schilling 4 Pfennig 11 Kreuzer, 1 Henne, 2 Eier, 5 V. Vesen Hofmeß, 2 V. Hafer Lindauer Meß, 3 V. Habermeß. Der Verkaufspreis beträgt 410 Gulden Landeswährung, wovon der vorgenannte Zins zur Hälfte abgerechnet worden ist. Der Käufer bleibt noch 200 Gulden schuldig, die er ab Martini 1647 in Jahresraten zu 50 Guden samt dem Zins laut dem dem Aussteller überstellten Schuldbrief abbezahlt.
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Hans Brugger zu Neuhaus (Neuenhauß) in der Herrschaft Tettnang verkauft an Kaspar Thannenmair zu Doberatsweiler in der Herrschaft Achberg die Hälfte der von seinem verstorbenen Bruder Melchior Brugger hinterlassenen Güter zu Doberatsweiler mit allen Rechten und allem Zubehör, auch die Hälfte seines Schmiedzeugs, was der Verstorbene alles lange Jahre besessen und der Aussteller beim Tod des Bruders geerbt hat. Haus und Hof stoßen an Hans Guetensohn und das Gut des Stephan Welg. Aus dem Ganzen gehen jährlich an Zinsen: in das Schloss Achberg 6 Schilling 4 Pfennig 11 Kreuzer, 1 Henne, 2 Eier, 5 V. Vesen Hofmeß, 2 V. Hafer Lindauer Meß, 3 V. Habermeß. Der Verkaufspreis beträgt 410 Gulden Landeswährung, wovon der vorgenannte Zins zur Hälfte abgerechnet worden ist. Der Käufer bleibt noch 200 Gulden schuldig, die er ab Martini 1647 in Jahresraten zu 50 Guden samt dem Zins laut dem dem Aussteller überstellten Schuldbrief abbezahlt.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 159 T 3 Nr. 17
Repert. IV Nr. 22 (66a)
Kasten B Fach 14
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 159 T 3 Deutschordensherrschaft Achberg: Urkunden
Deutschordensherrschaft Achberg: Urkunden >> Titelaufnahmen
1646 April 30
Deutschordensherrschaft Achberg
Urkunden
Aussteller: Brugger, Hans, Neuhaus
Siegler: Syrgenstain, Johann Jakob von, zu Achberg, Zeschingen und Dunßelkhingen, Erbmarschall des Hochstifts Konstanz, fürstlicher Rat und Pfleger zu Khipfenburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: S. in Holzkapsel
Vermerke: Auf der Rückseite: 67 ad Num. 33 in lat. 39 cist. 6 Dises Gueth hat 3 stuckh im Lindawischen als den Ackher ahn der halden vnd 2 stuckh holz im Sawruggen [?] [17. Jh.]
Siegler: Syrgenstain, Johann Jakob von, zu Achberg, Zeschingen und Dunßelkhingen, Erbmarschall des Hochstifts Konstanz, fürstlicher Rat und Pfleger zu Khipfenburg
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: S. in Holzkapsel
Vermerke: Auf der Rückseite: 67 ad Num. 33 in lat. 39 cist. 6 Dises Gueth hat 3 stuckh im Lindawischen als den Ackher ahn der halden vnd 2 stuckh holz im Sawruggen [?] [17. Jh.]
Brugger, Hans, Neuhaus
Brugger, Melchior
Guetensohn, Hans
Sirgenstein s. Sürgenstein
Sürgenstein von Sürgenstein, Johann Jakob von
Thannenmair, Kaspar, Doberatsweiler
Welg, Stephan
Achberg RV; Schloss
Doberatsweiler: Achberg RV
Lindau LI
Neuhaus : Neukirch FN
Tettnang FN; Herrschaft
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:46 MESZ
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