Herzog Heinrich zu Braunschw. und Lüneburg gestattet, daß Riddag v.
Wenden in seines und seiner Vettern Namen eine Hufe zu Hottelsem, die er von
ihm zu Lehen hat, an Henning Denstorp dem Älteren, Bürger zu Braunschweig,
zu Erbmann. Afterlehn gebe, mit der Bestimmung, 1, daß von dessen Sohne
Herman D., und nach dessen Tode event. von Hennings Bruder, Henning dem
Jüngeren eine Lehnwaare nicht gezahlt werden, auch Hennings Hausfrau Mege,
sowie event. Hermans Hausfrau Gheseke, ev. eine Leibzucht an dem Lehen
zustehen, und 2, daß dem Stifte st. Blasii jährlich der ihm zustehende Zins
von 7 Br. Schill. von gen. Hufe gezahlt werden soll; er verspricht auch, daß
dieser Zins den Stiftern verbleiben solle, wenn die Hufe sei es von den
Denstorps, sei es von den Wenden erledigt werden sollte. Zeugen: Dekan
Lambert von Dageforde vom Stifte St. Cyriaci, Othrave von Bertfelde, Komthur
von Süpplingenburg, Gunzel v. Veltheim, Ritter Heinrich v. Steinberg und
Ludolf v. Alvensleben, Räthe des Herzogs, Gherke Pawel, Henning Kalm und
Herman Kale, Bürgermeister zu Braunschweig, Heinrich Hacheden, decret. Dr.,
vom Rathe der Stadt Braunschweig mit den Bürgermeistern geschickt. Na der
bort Cristi unses heren 1457 am dinxedage sunte Thome apostoli avende uppe
deme closterhoeffe to Riddageshuszen (20. December). Siegel des Ausstellers
an Pergamentstreifen.