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Herman [III.] Riedesel (auch Riedesel, Riedessell), Erbmarschall zu Hessen Katherina, seine eheliche Hausfrau, Herman [IV.] und Jorge [II.], ihre ...
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Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1487 November 12
Ausfertigung, Pergament (34,3 x 44,0 cm) mit zwei anhängenden Siegeln (1: an den Rändern leichter Ausbruch; 2: stark verwittert). Die Urkunde scheint durch zwei kleine Schnitte im Pergament entwertet worden zu sein.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: uff montag nach Sant Martins des heilgen bischoffs tag
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Herman [III.] Riedesel (auch Riedesel, Riedessell), Erbmarschall zu Hessen Katherina, seine eheliche Hausfrau, Herman [IV.] und Jorge [II.], ihre Söhne, verkaufen ihr Dorf und ihr Gericht Freyensteinau (Freyenstein), Wasser, Grund mit aller Zugehörung, Oberkeiten, Gerechtigkeiten, Freiheiten, Zinsen, Renten, Fällen, Nutzen, Diensten, Wiesen, Äckern, Holz, Wasser, Wanne und Weide an Jacob vom Hutten, Elßbeth, seine eheliche Hausfrau, ihre lieben Schwager und Muhme, für 1.325 rheinische Silberlinge Frankfurter (Franckfortter) Währung, die diese teils mit barem Geld bezahlt haben, teils aufgerechnt für die Schuld, die die Riedesel ihnen noch für Heiratsgut, Heimsteuer und Ausfertigung schuldeten. Sie sollen die Oberkeit des Dorfs und Gerichts in Kraft und Macht behalten, ohne der anstoßenden Herrschaft oder jemand sonst Beschwerung noch Eintrag machen sollen. Wiederkauf auf sant Peters tag ad Kathedram nach vierteljähriger Kündigung vorbehalten. Zahlung zu Fulda oder Salmünster (Fulde, Salmunster)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "Verschreibung uber das Gericht Freyensteinau, so Herman Riedesel, Herman und Georgen seine Shöne Jacoben von Hutten Elisabeth seiner ehelich(en) Haußfrauwen vor 1.325 fl. ubergeben A(nn)o 1487"
Vermerke (Urkunde): Siegler: 1. Siegel: Herman [III.] Riedesel 2. Siegel: Herman [IV.] Riedesel Siegelankündigung: "han Ich Herman fur mich vnd myn bruder mein Ingesigel anoch vnden an diesen briieff gehangen zu des genan(n)ten myns Varter Ingesigel"
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1447
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.