Bildarchiv Schlesiger 1969 (Bestand)
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8/BA Schlesiger 1969
Stadtarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> 08 Archivische Sammlungen >> Bildarchive >> Schlesiger
1969 - 1969
Mit dem vorliegenden Repertorium 8/Bildarchiv Schlesiger Band 17/1969 liegt das siebzehnte Findbuch des Stadtarchivs Karlsruhe zum Bildnachlass des Fotografen Horst Schlesiger vor, den die Stadt Karlsruhe im Dezember 1994 von Frau Lilo Schlesiger, der Witwe des am 5. März 1993 verstorbenen Fotografen, käuflich erworben hat.
Horst Schlesiger wurde am 28. Mai 1925 in Halle an der Saale geboren. Im Alter von 12 Jahren kam er nach Karlsruhe, wo er die Helmholtz-Oberrealschule bis zur Obersekunda besuchte und vom 15. August 1941 bis 1. Januar 1943 eine Fotografenlehre im Fotoatelier Wilhelm Bauer absolvierte. Danach setzte Horst Schlesiger seine Lehrzeit als Assistent bei einem Kriegsberichterstatter fort und legte am 25. August 1943 vor der Handwerkskammer Karlsruhe die Gesellenprüfung ab. Im Anschluss daran war er - neben seiner Ausbildung als Beobachter und Flugzeugführer - als Bildstellenleiter bei der Luftwaffe tätig. Am 1. Juli 1945 erhielt Horst Schlesiger im Fotoatelier Guido Boucher in Karlsruhe eine Anstellung als Fotograf, die er aber wegen Materialmangels zum 31. August 1945 aufgeben musste. Am 1. September 1945 wurde er Fotograf bei der Landespolizei, Kriminalhauptstelle Karlsruhe. Seine Meisterprüfung legte Horst Schlesiger am 14. Januar 1948 vor der Handwerkskammer Karlsruhe ab.
Von 1950 bis 1990 war Horst Schlesiger als freiberuflicher Bildjournalist für die Zeitung "Badische Neueste Nachrichten" tätig. Sein Bildnachlass enthält die Bilder, die er während dieser Jahre für die "BNN" fotografiert hat. Der Nachlass enthält außerdem Bilder, die Horst Schlesiger bis 1952 für die "Badische Abendzeitung" (AZ) angefertigt hat. Der Nachlass umfasst 61 Leitz-Ordner mit schwarz-weiß-Negativen der Größe 24 x 36 mm sowie neun Leitz-Ordner mit schwarz-weiß-Negativen der Größe 6 x 6 cm. Es sind außerdem Negative der Größen 6 x 9 cm und 5 x 7 cm vorhanden. Sofern im Findbuch keine Negativ-Formate angegeben wurden, handelt es sich um 24 x 36 mm-Formate. Die zu den Negativen gehörenden Positive liegen original als Zeitungsausschnitte, in Form der jeweils in den "BNN" veröffentlichten Bilder vor und sind in 66 Leitz-Ordnern abgeheftet. Hinzu kommen 39 Kartons mit Papierfotos der Größe 18 x 24 cm, die nach Sachthemen geordnet sind. Das Veröffentlichungsrecht
für Abzüge der im Bestand 8/Bildarchiv Schlesiger enthaltenen Negative liegt beim Stadtarchiv Karlsruhe.
Das Findbuch 8/Bildarchiv Schlesiger Band 17/1969 dokumentiert den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 1969, der Bestand enthält 2676 Bilder. Die Zuordnung der Positive und Negative, die Verzeichnung der Bilder mit Vergabe der Indexbegriffe, die Klassifizierung des Bildmaterials in 48 Sachthemen sowie die Erstellung des Findbuchs mit Hilfe des Archivierungsprogramms Augias 8.1 wurde von der Archivarin Angelika Sauer unter Mithilfe der FAMI-Auszubildenden Selina Küst vorgenommen. Zu 165 Bildern waren die dazugehörenden Negative nicht auffindbar. Die Vielfalt der Themen, die im vorliegenden Bildbestand dokumentiert sind, kommt in dem in 48 Themenbereiche gegliederten Inhaltsverzeichnis sowie im Branchen-, Institutionen-, im Orts-, Personen- und Sachindex zum Ausdruck. Aus verschiedenen Blickwinkeln und über unterschiedliche Zugänge spiegelt dieser Bildbestand das öffentliche, politische und gesellschaftliche Leben der Stadt Karlsruhe, den Alltag, die Freizeit und Arbeitswelt und zum Teil auch Schicksale der in ihr wohnenden Menschen im Jahr 1969. Stimmungsvolle Natur- und Landschaftsaufnahmen von den Grünanlagen Karlsruhes sowie vom Rhein und seinen Altrheinarmen ergänzen die Dokumentation.
Das kommunalpolitisch wichtigste Ereignis des Jahres 1969 ist der Entschluss von Oberbürgermeister Günther Klotz vom 20. November, für die Oberbürgermeisterwahl am 12. April 1970 nicht zu kandidieren. Bundespolitisch ist für Karlsruhe die Einweihung des Neubaus des Bundesverfassungsgerichts am 5. Mai 1969 von Bedeutung. Das Frühjahr 1969 war außerdem von den Auseinandersetzungen zwischen der Stadtverwaltung und den Angehörigen des antiautoritären Jugendheims, die den Basler-Tor-Turm in Durlach besetzt hielten, geprägt. Demonstrationen und Streiks der Karlsruher Studierenden gegen das von der baden-württembergischen Landesregierung entworfene Ordnungsrecht, gegen die geplante Reform des Ingenieur- und Fachhochschulwesens durch das Kultusministerium, gegen unhaltbare räumliche Zustände am pharmazeutischen Institut der Universität Karlsruhe und für die Hungernden der Welt markieren neue gesellschaftspolitische Entwicklungen.
Gesellschaftliche Veränderungen zeichnen sich mit der Einrichtung von sogenannten Freizeit- und Erholungszentren in der Alemannenstraße, Bernsteinstraße, an der Alten Bach in Hagsfeld und im östlichen Oberwald sowie mit der Einrichtung einer Spielstraße am Westende der Ludwig-Wilhelm-Straße ab. Mit dieser Entwicklung geht auch die Verschönerung des Karlsruher Stadtbildes durch die Aufstellung von Blumenkübeln in der Kaiserstraße und auf dem Marktplatz einher. Erstmals öffnen sich auch im Jahr 1969 Ämter und Institutionen für die Karlsruher Bevölkerung mit einem "Tag der offenen Tür" bei den Karlsruher Verkehrsbetrieben, bei der Hauptpost, im Wasserwerk Hardtwald und bei der im Rheinhafen stationierten Flusspionierkompanie 736.
Für die kulturelle Entwicklung ist der Stadtratsbeschluss vom 21. Mai 1969 zum Neubau des Badischen Staatstheaters bedeutend. Der Stadtrat fasst außerdem am 30. April 1969 erste Beschlüsse zur Gestaltung der Grünanlage beim Schloss Gottesaue. In Folge dessen werden am 18. Oktober erste Maßnahmen zur Sicherung der Ruine des Baudenkmals Schloss Gottesaue vorgenommen.
Umfangreiches Bildmaterial ist zum Bau der Südtangente überliefert. Horst Schlesiger hat dieses Großbauprojekt von Frühjahr bis Sommer mit seiner Kamera begleitet - hierbei ist wertvolles Bildmaterial zur Albverlegung bei Knielingen, zu den Großbaustellen, von der Verlegung des Gartenbaubetriebs Maguhn und vom traditionsreichen Gasthaus "Kühler Krug", das dem Bau der Südtangente weichen musste, entstanden.
Für den innerstädtischen Verkehr sind die Planungen für eine neue Straßenbahnlinie in die Nordweststadt und nach Neureut und die damit einhergehende Verlegung der Straßenbahn von der Reinhold-Frank-Straße in die Blücherstraße von Bedeutung.
Der Bildnachlass des Fotografen Horst Schlesiger ist für die Stadt Karlsruhe, ihre Bürgerinnen und Bürger und für das Stadtarchiv von unschätzbarem Wert. Das Stadtarchiv besitzt mit diesem Nachlass einen Bildbestand, der über 40 Jahre hinweg das Leben in der Stadt aus nahezu allen seinen Perspektiven dokumentiert. Die fotografische Tätigkeit Horst Schlesigers und sein Bildnachlass wurden durch die Herausgabe der beiden Bildbände im G. Braun Verlag Karlsruhe: "Die 50er Jahre. Ein Karlsruher Jahrzehnt in Bildern. Karlsruhe 1993" und "Die 60er Jahre. Ein Karlsruher Jahrzehnt in Bildern. Karlsruhe 1994" mit jeweiligen Begleitausstellungen im "Medienhaus" am Rondellplatz im Dezember 1992 und während der "Karlsruher Bücherschau" im Herbst 1994 gewürdigt und der Karlsruher Bevölkerung vorgestellt. Eine weitere Ausstellung fand im "Neuen Ständehaus" anlässlich dessen einjährigen Bestehens im August 1994 statt. Schließlich wurde 1999 der Bildband "Die 70er Jahre. Ein Karlsruher Jahrzehnt in Bildern." vom G. Braun Verlag herausgegeben.
Auch das 17. Findbuch zum Bildnachlass Horst Schlesigers bedeutet eine Würdigung Horst Schlesigers, seiner fotografischen Arbeit und seines Beitrags zur Karlsruher Stadtgeschichte. Mit dem vorliegenden Repertorium wurden die Fotos des Jahres 1969 systematisch und detailliert verzeichnet, inhaltlich geordnet und außerdem über ausführliche Indices zugänglich gemacht. Dass etwa 165 der Negative nicht auffindbar waren, ist bedauerlich und schade, es ist jedoch anzunehmen, dass zumindest ein Teil der Negative bei den weiteren Verzeichnungsarbeiten gefunden wird. Weitere Findbücher zum Bildnachlass Horst Schlesigers sollen folgen, so dass die Bilddokumentation für die Bevölkerung der Stadt Karlsruhe, für das Stadtarchiv, für Historiker und Historikerinnen und andere, an der Stadtgeschichte interessierte Personen weiter zugänglich wird.
Karlsruhe, im Dezember 2008 Angelika Sauer
Kurzbeschreibung: Der Bestand 8/BA Schlesiger Band 1 bis 38 (1949 - 1990) enthält insgesamt 70 Ordner mit schwarz-weiß Negativen, 66 Archivkartons mit Zeitungsausschnitt-Bildern, 42 Fotokartons mit thematisch geordneten Fotoabzügen, 22 lfm.
Schlesiger, Horst
geb. 28. Mai 1925 in Halle/Saale
gest. 5. März 1993 in Karlsruhe
Von 1950 bis 1990 war Horst Schlesiger als freiberuflicher Bildjournalist für die Badischen Neuesten Nachrichten in Karlsruhe tätig.
Schlesiger, Lilo, geb. Götz
geb. 31. Juli 1926 in Karlsruhe
gest. 31. Dezember 2009 in Karlsruhe
Seit 1950 fotografierte die Autodidaktin Lilo Schlesiger mit ihrem Mann, dem Bildjournalisten Horst Schlesiger, für die Badischen Neuesten Nachrichten und baute mit ihm zusammen das Bildarchiv Schlesiger auf.
Der Bestand wurde in den Jahren 2006 bis 2014 kontinuierlich digitalisiert, in den Jahren 2011 bis 2014 mit Unterstützung der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg.
Horst Schlesiger wurde am 28. Mai 1925 in Halle an der Saale geboren. Im Alter von 12 Jahren kam er nach Karlsruhe, wo er die Helmholtz-Oberrealschule bis zur Obersekunda besuchte und vom 15. August 1941 bis 1. Januar 1943 eine Fotografenlehre im Fotoatelier Wilhelm Bauer absolvierte. Danach setzte Horst Schlesiger seine Lehrzeit als Assistent bei einem Kriegsberichterstatter fort und legte am 25. August 1943 vor der Handwerkskammer Karlsruhe die Gesellenprüfung ab. Im Anschluss daran war er - neben seiner Ausbildung als Beobachter und Flugzeugführer - als Bildstellenleiter bei der Luftwaffe tätig. Am 1. Juli 1945 erhielt Horst Schlesiger im Fotoatelier Guido Boucher in Karlsruhe eine Anstellung als Fotograf, die er aber wegen Materialmangels zum 31. August 1945 aufgeben musste. Am 1. September 1945 wurde er Fotograf bei der Landespolizei, Kriminalhauptstelle Karlsruhe. Seine Meisterprüfung legte Horst Schlesiger am 14. Januar 1948 vor der Handwerkskammer Karlsruhe ab.
Von 1950 bis 1990 war Horst Schlesiger als freiberuflicher Bildjournalist für die Zeitung "Badische Neueste Nachrichten" tätig. Sein Bildnachlass enthält die Bilder, die er während dieser Jahre für die "BNN" fotografiert hat. Der Nachlass enthält außerdem Bilder, die Horst Schlesiger bis 1952 für die "Badische Abendzeitung" (AZ) angefertigt hat. Der Nachlass umfasst 61 Leitz-Ordner mit schwarz-weiß-Negativen der Größe 24 x 36 mm sowie neun Leitz-Ordner mit schwarz-weiß-Negativen der Größe 6 x 6 cm. Es sind außerdem Negative der Größen 6 x 9 cm und 5 x 7 cm vorhanden. Sofern im Findbuch keine Negativ-Formate angegeben wurden, handelt es sich um 24 x 36 mm-Formate. Die zu den Negativen gehörenden Positive liegen original als Zeitungsausschnitte, in Form der jeweils in den "BNN" veröffentlichten Bilder vor und sind in 66 Leitz-Ordnern abgeheftet. Hinzu kommen 39 Kartons mit Papierfotos der Größe 18 x 24 cm, die nach Sachthemen geordnet sind. Das Veröffentlichungsrecht
für Abzüge der im Bestand 8/Bildarchiv Schlesiger enthaltenen Negative liegt beim Stadtarchiv Karlsruhe.
Das Findbuch 8/Bildarchiv Schlesiger Band 17/1969 dokumentiert den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 1969, der Bestand enthält 2676 Bilder. Die Zuordnung der Positive und Negative, die Verzeichnung der Bilder mit Vergabe der Indexbegriffe, die Klassifizierung des Bildmaterials in 48 Sachthemen sowie die Erstellung des Findbuchs mit Hilfe des Archivierungsprogramms Augias 8.1 wurde von der Archivarin Angelika Sauer unter Mithilfe der FAMI-Auszubildenden Selina Küst vorgenommen. Zu 165 Bildern waren die dazugehörenden Negative nicht auffindbar. Die Vielfalt der Themen, die im vorliegenden Bildbestand dokumentiert sind, kommt in dem in 48 Themenbereiche gegliederten Inhaltsverzeichnis sowie im Branchen-, Institutionen-, im Orts-, Personen- und Sachindex zum Ausdruck. Aus verschiedenen Blickwinkeln und über unterschiedliche Zugänge spiegelt dieser Bildbestand das öffentliche, politische und gesellschaftliche Leben der Stadt Karlsruhe, den Alltag, die Freizeit und Arbeitswelt und zum Teil auch Schicksale der in ihr wohnenden Menschen im Jahr 1969. Stimmungsvolle Natur- und Landschaftsaufnahmen von den Grünanlagen Karlsruhes sowie vom Rhein und seinen Altrheinarmen ergänzen die Dokumentation.
Das kommunalpolitisch wichtigste Ereignis des Jahres 1969 ist der Entschluss von Oberbürgermeister Günther Klotz vom 20. November, für die Oberbürgermeisterwahl am 12. April 1970 nicht zu kandidieren. Bundespolitisch ist für Karlsruhe die Einweihung des Neubaus des Bundesverfassungsgerichts am 5. Mai 1969 von Bedeutung. Das Frühjahr 1969 war außerdem von den Auseinandersetzungen zwischen der Stadtverwaltung und den Angehörigen des antiautoritären Jugendheims, die den Basler-Tor-Turm in Durlach besetzt hielten, geprägt. Demonstrationen und Streiks der Karlsruher Studierenden gegen das von der baden-württembergischen Landesregierung entworfene Ordnungsrecht, gegen die geplante Reform des Ingenieur- und Fachhochschulwesens durch das Kultusministerium, gegen unhaltbare räumliche Zustände am pharmazeutischen Institut der Universität Karlsruhe und für die Hungernden der Welt markieren neue gesellschaftspolitische Entwicklungen.
Gesellschaftliche Veränderungen zeichnen sich mit der Einrichtung von sogenannten Freizeit- und Erholungszentren in der Alemannenstraße, Bernsteinstraße, an der Alten Bach in Hagsfeld und im östlichen Oberwald sowie mit der Einrichtung einer Spielstraße am Westende der Ludwig-Wilhelm-Straße ab. Mit dieser Entwicklung geht auch die Verschönerung des Karlsruher Stadtbildes durch die Aufstellung von Blumenkübeln in der Kaiserstraße und auf dem Marktplatz einher. Erstmals öffnen sich auch im Jahr 1969 Ämter und Institutionen für die Karlsruher Bevölkerung mit einem "Tag der offenen Tür" bei den Karlsruher Verkehrsbetrieben, bei der Hauptpost, im Wasserwerk Hardtwald und bei der im Rheinhafen stationierten Flusspionierkompanie 736.
Für die kulturelle Entwicklung ist der Stadtratsbeschluss vom 21. Mai 1969 zum Neubau des Badischen Staatstheaters bedeutend. Der Stadtrat fasst außerdem am 30. April 1969 erste Beschlüsse zur Gestaltung der Grünanlage beim Schloss Gottesaue. In Folge dessen werden am 18. Oktober erste Maßnahmen zur Sicherung der Ruine des Baudenkmals Schloss Gottesaue vorgenommen.
Umfangreiches Bildmaterial ist zum Bau der Südtangente überliefert. Horst Schlesiger hat dieses Großbauprojekt von Frühjahr bis Sommer mit seiner Kamera begleitet - hierbei ist wertvolles Bildmaterial zur Albverlegung bei Knielingen, zu den Großbaustellen, von der Verlegung des Gartenbaubetriebs Maguhn und vom traditionsreichen Gasthaus "Kühler Krug", das dem Bau der Südtangente weichen musste, entstanden.
Für den innerstädtischen Verkehr sind die Planungen für eine neue Straßenbahnlinie in die Nordweststadt und nach Neureut und die damit einhergehende Verlegung der Straßenbahn von der Reinhold-Frank-Straße in die Blücherstraße von Bedeutung.
Der Bildnachlass des Fotografen Horst Schlesiger ist für die Stadt Karlsruhe, ihre Bürgerinnen und Bürger und für das Stadtarchiv von unschätzbarem Wert. Das Stadtarchiv besitzt mit diesem Nachlass einen Bildbestand, der über 40 Jahre hinweg das Leben in der Stadt aus nahezu allen seinen Perspektiven dokumentiert. Die fotografische Tätigkeit Horst Schlesigers und sein Bildnachlass wurden durch die Herausgabe der beiden Bildbände im G. Braun Verlag Karlsruhe: "Die 50er Jahre. Ein Karlsruher Jahrzehnt in Bildern. Karlsruhe 1993" und "Die 60er Jahre. Ein Karlsruher Jahrzehnt in Bildern. Karlsruhe 1994" mit jeweiligen Begleitausstellungen im "Medienhaus" am Rondellplatz im Dezember 1992 und während der "Karlsruher Bücherschau" im Herbst 1994 gewürdigt und der Karlsruher Bevölkerung vorgestellt. Eine weitere Ausstellung fand im "Neuen Ständehaus" anlässlich dessen einjährigen Bestehens im August 1994 statt. Schließlich wurde 1999 der Bildband "Die 70er Jahre. Ein Karlsruher Jahrzehnt in Bildern." vom G. Braun Verlag herausgegeben.
Auch das 17. Findbuch zum Bildnachlass Horst Schlesigers bedeutet eine Würdigung Horst Schlesigers, seiner fotografischen Arbeit und seines Beitrags zur Karlsruher Stadtgeschichte. Mit dem vorliegenden Repertorium wurden die Fotos des Jahres 1969 systematisch und detailliert verzeichnet, inhaltlich geordnet und außerdem über ausführliche Indices zugänglich gemacht. Dass etwa 165 der Negative nicht auffindbar waren, ist bedauerlich und schade, es ist jedoch anzunehmen, dass zumindest ein Teil der Negative bei den weiteren Verzeichnungsarbeiten gefunden wird. Weitere Findbücher zum Bildnachlass Horst Schlesigers sollen folgen, so dass die Bilddokumentation für die Bevölkerung der Stadt Karlsruhe, für das Stadtarchiv, für Historiker und Historikerinnen und andere, an der Stadtgeschichte interessierte Personen weiter zugänglich wird.
Karlsruhe, im Dezember 2008 Angelika Sauer
Kurzbeschreibung: Der Bestand 8/BA Schlesiger Band 1 bis 38 (1949 - 1990) enthält insgesamt 70 Ordner mit schwarz-weiß Negativen, 66 Archivkartons mit Zeitungsausschnitt-Bildern, 42 Fotokartons mit thematisch geordneten Fotoabzügen, 22 lfm.
Schlesiger, Horst
geb. 28. Mai 1925 in Halle/Saale
gest. 5. März 1993 in Karlsruhe
Von 1950 bis 1990 war Horst Schlesiger als freiberuflicher Bildjournalist für die Badischen Neuesten Nachrichten in Karlsruhe tätig.
Schlesiger, Lilo, geb. Götz
geb. 31. Juli 1926 in Karlsruhe
gest. 31. Dezember 2009 in Karlsruhe
Seit 1950 fotografierte die Autodidaktin Lilo Schlesiger mit ihrem Mann, dem Bildjournalisten Horst Schlesiger, für die Badischen Neuesten Nachrichten und baute mit ihm zusammen das Bildarchiv Schlesiger auf.
Der Bestand wurde in den Jahren 2006 bis 2014 kontinuierlich digitalisiert, in den Jahren 2011 bis 2014 mit Unterstützung der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg.
2.676 Ereignisse, 12.669 Negative, 0,2 lfm.
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
19.02.2026, 2:41 PM CET