Regierungskasse Paderborn (Bestand)
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M 10
Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik) >> 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe >> 1.2. Regierungsbezirk Minden (1816-1947), Regierungsbezirk Detmold (seit 1947) >> 1.2.1. Verwaltung >> 1.2.1.7. Steuer- und Finanzverwaltung >> 1.2.1.7.1. Rezepturen, Rentämter, Kassen und Domänenverwaltungen
1944-1947
Titelbücher, Rechnungslegungsbücher und Besoldungslisten der Forstämter Altenbeken und Böddeken.
Bestandsgeschichte: 1895 als Königliche Kreiskasse eingerichtet; 1913 Übernahme der Zuständigkeiten der aufgelösten Kreiskasse Büren; 1918 Staatliche Kreiskasse; 1943 Preußische Regierungskasse; 1947 Regierungskasse; 1949 aufgehoben; seit 1919 zuständig für die Führung der Kassengeschäfte der staatlichen Verwaltungen im Bezirk.
Form und Inhalt: Behördengeschichte:
Seit August 1816 war die Regierungshauptkasse der Regierung Minden für die Hebung der direkten Steuern im Regierungsbezirk Minden zuständig. Dieser unterstanden die zum 1. Januar 1818 bei den Landräten angesiedelten Kreiskassen, an die wiederum von den Gemeinden angestellte Kommunalempfänger die eingenommenen Steuern abzuliefern hatten. Die ehemals vorhandene Kreiskasse Büren wurde zum 1. Oktober 1827 mit der Kreiskasse Paderborn vereinigt.
Zum 1. Januar 1835 ist die Elementarerhebung der direkten Steuern von den Kommunalempfängern auf staatliche Steuerkassen übertragen worden, die von seitens der Bezirksregierung Minden ernannten Steuerempfängern geleitet wurden und deren Bezirke kleiner waren als die der bisher bestehenden, auf die Landkreise abgestimmten Kreiskassen.
Als weitere Zwischeninstanz wurden im Jahr 1835 im Regierungsbezirk Minden zwei Bezirkskassen in Minden und Paderborn eingerichtet, die jedoch schon zum 1. Juli 1851 wieder aufgelöst worden sind. Die Paderborner Bezirkskasse war aus der bisherigen Paderborner Kreiskasse gebildet worden und war für die Kreise Büren, Höxter, Paderborn, Warburg und Wiedenbrück zuständig.
Mit dem 1. April 1895 wurden im Regierungsbezirk Minden die Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer den Gemeinden überlassen. Als Ausgleich dafür hatten die Gemeinden die unentgeltliche Elementarerhebung aller direkten Steuern zu übernehmen. Dies hatte die Auflösung der bisherigen staatlichen Steuerkassen und die Schaffung neuer Kreiskassen bei den Landratsämtern zur Folge, an die sogenannte Gemeindeeinnehmer die staatlichen Steuergelder abzuliefern hatten. Die neuen Kreiskassen bildeten damit eine neue Zwischenstufe zwischen der Regierungshauptkasse Minden und den Gemeinden. Die exakte Behördenbezeichnung lautete zunächst ”Königliche Kreiskasse“. Aufgaben der Kreiskassen, die von den Kreiskommunalkassen der Kreisausschüsse zu unterscheiden sind, waren zunächst die Vereinnahmung und Weiterleitung der von den Gemeinden erhobenen direkten Steuern und die Kassenführung für die Landratsämter und staatlichen Sonderbehörden in ihrem Bezirk.
Nach der Novemberrevolution 1918 wurden die Königlichen Kreiskassen in ”Staatliche Kreiskassen“ umbenannt.
Durch Aufhebung von Kreiskassen und Zusammenlegung der Kreiskassenbezirke verringerte sich nach und nach die Zahl der Kreiskassen im Regierungsbezirk Minden. Am 31. März 1913 wurden die kleinen Kreiskassen Büren, Lübbecke, Warburg und Wiedenbrück aufgehoben und ihre Bezirke den benachbarten Kreiskassen zugeteilt. Büren ging an Paderborn, Lübbecke an Herford, Warburg an Höxter und Wiedenbrück an Bielefeld.
Anlässlich der Reichsfinanzreform 1919 ging die Verwaltung und Hebung der direkten Steuern auf die Finanzämter über, so dass fortan die Führung der Kassengeschäfte für die Verwaltungen in ihrem Bezirk die Hauptaufgabe der Kreiskassen darstellte.
1943 wurden die Kreiskassen in ”Preußische Regierungskassen“ umbenannt. Ab 1947 lautet die Bezeichnung ”Regierungskasse“.
Nach dem Gesetz über die Eingliederung staatlicher Sonderbehörden der Kreisstufe in die Kreis- und Stadtverwaltungen vom 30. April 1948 wurden die Regierungskassen in Nordrhein-Westfalen zum 1. November 1948 kommunalisiert und den Kreisverwaltungen eingegliedert. Bis zum Ende des Rechnungsjahres am 31. März 1949 wurden die Dienststellen als ”Frühere Regierungskasse“ weitergeführt. Die Personal- und Sachkosten gingen noch zu Lasten des Landeshaushalts.
Verzeichnung:
Die im vorliegenden Findbuch verzeichneten sechs Akten befanden sich zuvor im Bestand D 6 C Scherfede (Forstkasse Scherfede) und gelangten als Zugänge 53/1956 und 81/1957 in das Staatsarchiv. Sie wurden im Juli 2016 vom Unterzeichner verzeichnet. Weitere vor 1946 entstandene Akten der Paderborner Regierungskasse sind vermutlich bei der Bombardierung Paderborns im Zweiten Weltkrieg verlorengegangen.
Es ist nach der Bestellnummer zu zitieren: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, M 10 Nr. ...
Detmold, den 5. Juli 2016
gez. Ralf Schumacher
Bestandsgeschichte: 1895 als Königliche Kreiskasse eingerichtet; 1913 Übernahme der Zuständigkeiten der aufgelösten Kreiskasse Büren; 1918 Staatliche Kreiskasse; 1943 Preußische Regierungskasse; 1947 Regierungskasse; 1949 aufgehoben; seit 1919 zuständig für die Führung der Kassengeschäfte der staatlichen Verwaltungen im Bezirk.
Form und Inhalt: Behördengeschichte:
Seit August 1816 war die Regierungshauptkasse der Regierung Minden für die Hebung der direkten Steuern im Regierungsbezirk Minden zuständig. Dieser unterstanden die zum 1. Januar 1818 bei den Landräten angesiedelten Kreiskassen, an die wiederum von den Gemeinden angestellte Kommunalempfänger die eingenommenen Steuern abzuliefern hatten. Die ehemals vorhandene Kreiskasse Büren wurde zum 1. Oktober 1827 mit der Kreiskasse Paderborn vereinigt.
Zum 1. Januar 1835 ist die Elementarerhebung der direkten Steuern von den Kommunalempfängern auf staatliche Steuerkassen übertragen worden, die von seitens der Bezirksregierung Minden ernannten Steuerempfängern geleitet wurden und deren Bezirke kleiner waren als die der bisher bestehenden, auf die Landkreise abgestimmten Kreiskassen.
Als weitere Zwischeninstanz wurden im Jahr 1835 im Regierungsbezirk Minden zwei Bezirkskassen in Minden und Paderborn eingerichtet, die jedoch schon zum 1. Juli 1851 wieder aufgelöst worden sind. Die Paderborner Bezirkskasse war aus der bisherigen Paderborner Kreiskasse gebildet worden und war für die Kreise Büren, Höxter, Paderborn, Warburg und Wiedenbrück zuständig.
Mit dem 1. April 1895 wurden im Regierungsbezirk Minden die Grund-, Gebäude- und Gewerbesteuer den Gemeinden überlassen. Als Ausgleich dafür hatten die Gemeinden die unentgeltliche Elementarerhebung aller direkten Steuern zu übernehmen. Dies hatte die Auflösung der bisherigen staatlichen Steuerkassen und die Schaffung neuer Kreiskassen bei den Landratsämtern zur Folge, an die sogenannte Gemeindeeinnehmer die staatlichen Steuergelder abzuliefern hatten. Die neuen Kreiskassen bildeten damit eine neue Zwischenstufe zwischen der Regierungshauptkasse Minden und den Gemeinden. Die exakte Behördenbezeichnung lautete zunächst ”Königliche Kreiskasse“. Aufgaben der Kreiskassen, die von den Kreiskommunalkassen der Kreisausschüsse zu unterscheiden sind, waren zunächst die Vereinnahmung und Weiterleitung der von den Gemeinden erhobenen direkten Steuern und die Kassenführung für die Landratsämter und staatlichen Sonderbehörden in ihrem Bezirk.
Nach der Novemberrevolution 1918 wurden die Königlichen Kreiskassen in ”Staatliche Kreiskassen“ umbenannt.
Durch Aufhebung von Kreiskassen und Zusammenlegung der Kreiskassenbezirke verringerte sich nach und nach die Zahl der Kreiskassen im Regierungsbezirk Minden. Am 31. März 1913 wurden die kleinen Kreiskassen Büren, Lübbecke, Warburg und Wiedenbrück aufgehoben und ihre Bezirke den benachbarten Kreiskassen zugeteilt. Büren ging an Paderborn, Lübbecke an Herford, Warburg an Höxter und Wiedenbrück an Bielefeld.
Anlässlich der Reichsfinanzreform 1919 ging die Verwaltung und Hebung der direkten Steuern auf die Finanzämter über, so dass fortan die Führung der Kassengeschäfte für die Verwaltungen in ihrem Bezirk die Hauptaufgabe der Kreiskassen darstellte.
1943 wurden die Kreiskassen in ”Preußische Regierungskassen“ umbenannt. Ab 1947 lautet die Bezeichnung ”Regierungskasse“.
Nach dem Gesetz über die Eingliederung staatlicher Sonderbehörden der Kreisstufe in die Kreis- und Stadtverwaltungen vom 30. April 1948 wurden die Regierungskassen in Nordrhein-Westfalen zum 1. November 1948 kommunalisiert und den Kreisverwaltungen eingegliedert. Bis zum Ende des Rechnungsjahres am 31. März 1949 wurden die Dienststellen als ”Frühere Regierungskasse“ weitergeführt. Die Personal- und Sachkosten gingen noch zu Lasten des Landeshaushalts.
Verzeichnung:
Die im vorliegenden Findbuch verzeichneten sechs Akten befanden sich zuvor im Bestand D 6 C Scherfede (Forstkasse Scherfede) und gelangten als Zugänge 53/1956 und 81/1957 in das Staatsarchiv. Sie wurden im Juli 2016 vom Unterzeichner verzeichnet. Weitere vor 1946 entstandene Akten der Paderborner Regierungskasse sind vermutlich bei der Bombardierung Paderborns im Zweiten Weltkrieg verlorengegangen.
Es ist nach der Bestellnummer zu zitieren: Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Ostwestfalen-Lippe, M 10 Nr. ...
Detmold, den 5. Juli 2016
gez. Ralf Schumacher
4 Kartons = 6 Archivbände 1944-1947. - Findbuch: M 10.
Bestand
German
Leesch, Wolfgang, Geschichte der Finanzverfassung und -verwaltung in Westfalen seit 1815, 2. Aufl., Münster 1994, S. 123-125 u. S. 292.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
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Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Ostwestfalen-Lippe
- Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archivtektonik)
- 1. Landesarchiv NRW Abteilung Ostwestfalen-Lippe (Archival tectonics)
- 1.2. Regierungsbezirk Minden (1816-1947), Regierungsbezirk Detmold (seit 1947) (Archival tectonics)
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