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Elisabeth (Lyese) Moris, Witwe des Friedrich (Fritz) Moris,
bekundet für sich und ihre Erben, dass sie Johann [von Merlau], Abt von
Fulda, und dem...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1431-1440
1432 August 10
Ausfertigung, Pergament, drei mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (teilweise beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini millesimo quadringentesimo tricesimo secundo ipso die beati Laurencii martiris
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Elisabeth (Lyese) Moris, Witwe des Friedrich (Fritz) Moris, bekundet für sich und ihre Erben, dass sie Johann [von Merlau], Abt von Fulda, und dem Kloster Fulda dauerhaft folgende Güter, die sie bisher besessen oder geerbt hat, verkauft hat: der gesamte Besitz in Wittges; ein Hof in Wittges mit Zubehör; ein Gut, das Matthias (Mathiß) Trappe bearbeitet; von diesem Gut ist ein jährlicher Zins von zwei Vierteln Roggen (korn) und zwei Vierteln Hafer, 30 Groschen, zwei Michaelshühnern, einer Gans und einem Fastnachtshuhn zu zahlen; ein Gut in Wittges, das Konrad (Cort) Lentschuech bearbeitet; von diesem Gut ist ein jährlicher Zins von einem Viertel Roggen, fünf Linmetz (lymaß) Hafer, 20 Groschen und zwei Michaelshühnern zu zahlen; ein Gut, das Heinrich Miwelant bearbeitet; von diesem Gut ist ein jährlicher Zins von einem Viertel Roggen, einem Linmetz Hafer, 20 Groschen und zwei Michaelshühnern zu zahlen; Schweinbach (Sweynbach) mit allem Zubehör; Wolferswinden (Wolffirswinden) mit allem Zubehör; Oberbernhards (daz Bernharts) hinter der Milseburg mit allem Zubehör; der gesamte Besitz im Gericht Bieberstein. Elisabeth versichert, alle potentiellen Ansprüche, die mit den verkauften Güter zusammenhängen zu befriedigen, ohne dass Abt und Kloster dafür aufkommen müssen. Für das Wachs der Seelgerätstiftung, die Elisabeth in der Pfarrkirche in Hofbieber für ihren verstorbenen Mann Friedrich von dem Gaden und den Gütern in Wittges eingerichtet hatte, kommt von nun an der Abt auf. Elisabeth verzichtet für sich und ihre Erben auf alle Ansprüche und Forderungen. Siegelankündigung. Auf Elisabeths Bitte besiegeln Berthold (Berld) von Mansbach, Friedrich (Fritsche) von (Sleistberg), Heinrich genannt (Steynckin) die Urkunde. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: [[jpg:hstam/Urk. 75/Urk. 75 Reichsabtei Fulda 1432 Aug.10 1....
Vermerke (Urkunde): Siegler: Berthold von Mansbach, Friedrich von (Sleistberg), Heinrich genannt (Steynckin)
Linmetz: hessisches Hohlmaß; ein Linmetz = 0,5 Scheffel = 4 Metzen, vgl. Verdenhalven, Maße, S. 33.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.