Der Ritter Klaus von Villenbach ("Vilebach") [Lkr. Dillingen] und der Jude Seligmann bekennen, dass die Juden Gottschalk und sein Sohn Isaak mit dem Hauptmann zu Rottenburg am Neckar [Lkr. Tübingen] als Vertreter der Reichsstädte, die derzeit die Herrschaft Hohenberg [Ruine Oberhohenberg bei Schörzingen Stadt Schömberg/Zollernalbkreis] als Pfand innehaben, vereinbart haben, fünf Jahre lang jedes Jahr am 23. April ("vff sant Jo/e/rgen tag") 35 Gulden als Steuer zu entrichten und danach im letzten Jahr 4 Gulden für ihren Abzug. Die Steuer haben sie auch die vergangenen zwei Jahre fristgerecht bezahlt. Nun ist aber Gottschalk krank geworden und muss deswegen Rottenburg verlassen. Es wurde daher vereinbart, dass er und sein Sohn die Steuer für die folgenden drei Jahre sowie das Abzugsgeld trotzdem noch vollständig entrichten müssen. Dafür haben Klaus von Villenbach und Seligmann die Bürgschaft übernommen. Sollten die Zahlungen nicht fristgerecht in Ulm eintreffen, können sich die Reichsstädte an den Bürgen schadlos halten.