Wilhelm Bertram von Herschbach (Herßbach) verschreibt aus Mangel am Erben dem regulierten Augustiner-Chorherren-Kloster auf dem Niederwerth (Nydderwerde) bei Vallendar für die jährliche Lesung von Seelmessen den Zehnten zu Berod (Berrodt) in der Grafschaft Sayn-Hachenburg, der vormals zum Hause Reichenstein (Rychstein) gehörig gewesen und den seine Vettern Dietrich und Wilhelm, Söhne Wilhelms Rytzkoppe, laut einer von Wilhelm von Reichenstein und zweien seiner Söhne, vom Grafen Friedrich von Wied (zu Wede) als Landesherrn, Mant (Manß) von Seelbach (Selbach) sowie wahrscheinlich Wilhelm von Sochtendorff besiegelten Urkunde, die nunmehr verbrannt sei, um 287 fl. gekauft hätten, für den er selbst außerdem noch 60 fl. an Johann von Reichenstein, Domherrn zu Köln und Lüttich (Lutg), bezahlt habe.
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Wilhelm Bertram von Herschbach (Herßbach) verschreibt aus Mangel am Erben dem regulierten Augustiner-Chorherren-Kloster auf dem Niederwerth (Nydderwerde) bei Vallendar für die jährliche Lesung von Seelmessen den Zehnten zu Berod (Berrodt) in der Grafschaft Sayn-Hachenburg, der vormals zum Hause Reichenstein (Rychstein) gehörig gewesen und den seine Vettern Dietrich und Wilhelm, Söhne Wilhelms Rytzkoppe, laut einer von Wilhelm von Reichenstein und zweien seiner Söhne, vom Grafen Friedrich von Wied (zu Wede) als Landesherrn, Mant (Manß) von Seelbach (Selbach) sowie wahrscheinlich Wilhelm von Sochtendorff besiegelten Urkunde, die nunmehr verbrannt sei, um 287 fl. gekauft hätten, für den er selbst außerdem noch 60 fl. an Johann von Reichenstein, Domherrn zu Köln und Lüttich (Lutg), bezahlt habe.
340, U 12711 d
340 Grafschaft Sayn-Hachenburg
Grafschaft Sayn-Hachenburg >> Urkunden >> 8 1500 bis 1549 >> 8.3 1521-1530
1524 Juli 25
Ausfertigung, Pergament, Siegel Bertrams hängt an, beschädigt
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: 1524 uff sant Jacobs tag deß heilgen aposteln
Vermerke (Urkunde): Siegler: Wilhelm Bertram von Herschbach. Die Urkunde ist weiterhin bekräftigt durch die Unterschrift des Notars Nicolaus Coci von Ehrenbreitstein, von Moelheym uß dem Dale, im Beisein des Herrn hermann Groesse, Vikars zu Vallendar und der Schöffen auf dem Niederwerth, Johann Metterich, Gerlach von Kesselheym und Michel Schnyder.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Wilhelm Bertram von Herschbach. Die Urkunde ist weiterhin bekräftigt durch die Unterschrift des Notars Nicolaus Coci von Ehrenbreitstein, von Moelheym uß dem Dale, im Beisein des Herrn hermann Groesse, Vikars zu Vallendar und der Schöffen auf dem Niederwerth, Johann Metterich, Gerlach von Kesselheym und Michel Schnyder.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 14:06 MESZ