Klosteramt Anhausen a. d. Brenz (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 471 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Bezirksbehörden des Kirchenguts und der Universität >> Kloster- und Stiftsgutverwaltungen
1474, 1538-1811
1. Zur Geschichte des Klosteramts Anhausen: Nach der Aufhebung des um 1115 bis 1120 gestifteten Benediktinerklosters Anhausen an der Brenz im Jahre 1536 wurde der Besitz von einem württembergischen Klosteramt weiter geschlossen verwaltet. Er umfasste nach einer Beschreibung von 1804 das Kloster, den Klosterhof, die Riedmühle, den Wangenhof, den Ugenhof, den Hof Hesselschwang, den Ort Gussenstadt, je etwa zwei Fünftel von Dettingen und Heuchlingen, Anteile mit 30 bis 40 Einwohnern an Mögglingen (Bü 1) und einen Hof in Bolheim (Bü 42). Dazu gehörten ausgedehnte Wälder, nach einem Verzeichnis von 1610 im Umfang von 5 400 Jauchert (Bü 28). Besondere Pflegen bestanden in Langenau und Gussenstadt, doch war die von Gussenstadt meist mit der Verwaltung in Anhausen in Personalunion verbunden. Weiter unterstanden die Pfarreien in Bolheim, Dettingen-Heuchlingen, Hausen ob Lontal und Heldenfingen mit ihren Gütern und Einkünften dem Klosteramt (Bü 53-57) Der leitende Beamte führte den Titel Klosterverwalter, von etwa 1735 an Klostervogt und seit 1759 (Kloster-) Oberamtmann. Vorübergehend waren die Klosterämter von Anhausen und Herbrechtingen in einer Hand (1735/36 siehe Bü 14, 1751/52 nach Pfeilsticker, Neues württ. Dienerbuch).
2. Bestandsgeschichte und Verzeichnung: Die vorliegenden Akten kamen über die Nachfolgebehörden ins Staatsarchiv Ludwigsburg. Soweit noch feststellbar lagen die Büschel 2 und 3 beim Kameralamt Schwäbisch Gmünd (altes Repertorium), die Büschel 4, 23, 24 beim Kameralamt Heidenheim (Umschläge) und das Büschel 28 beim Forstamt Schnaitheim (Umschlag). Sicher ist der Bestand nur ein kleiner Teil der ehemaligen Aktenregistratur des Klosteramts. Der größere dürfte noch immer bei Nachfolgestellen und Gemeindebehörden liegen oder vernichtet worden sein. Im Jahre 1969 gelangte der Bestand ins Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Hier sind seitdem auch die Bändereihen des Klosteramts verwahrt: - Rechnungen ab 1590 in: A 303 - Befehlsbücher ab 1710 in: A 304 - Amtsprotokolle ab 1736 in: A 306 - Amtsversammlungsprotokolle ab 1711 in: A 306 Ein Teil der Akten ist im Staatsarchiv Ludwigsburg vorläufig und summarisch in der zufälligen Reihe der Ablieferungen verzeichnet worden. In den Jahren 1974 und 1978 wurde der Bestand dann neu, ausführlich und zum Teil überhaupt erstmals inventarisiert und in eine übersichtliche Anordnung gebracht. Die Akten der Pflege Gussenstadt (Bü 2, 8, 18, 32, 46) blieben in diesem Bestand, da sie der gemeinsamen Verwaltung wegen eng mit denen von Anhausen verzahnt sind und die Provenienz zum Teil sogar in den Büscheln vermischt ist (Bü 18, 37, 46). Die Pflege Langenau ist nur mit 2 Büscheln vertreten (Bü 17, 58). Die Provenienz der meisten anderen Akten bezieht sich eindeutig auf das Klosteramt. Nicht gesichert, aber wahrscheinlich gilt das auch für die unbestimmbaren Büschel 6, 12, 15, 16, 19, 27, 31, 39, 42, 44, 56, 57. Der ehemalige Aufbau der Klosterregistratur ist nicht bekannt, da alte Verzeichnisse fehlen und auch Registraturvermerke keine Klarheit bringen. Es musste also eine neue Übersicht entworfen werden. Eine topographische Anordnung schied aus, da zu viele Akten mehrere Orte gleichzeitig betreffen. Dagegen ist eine sachliche Einteilung, gewonnen aus dem Inhalt der Akten, möglich und hat zudem den Vorteil, die Aufgaben der Klosterverwaltung etwa widerzuspiegeln. Um aber nun nicht eine völlig neue, letztlich doch willkürliche Reihenfolge der Gruppen zu schaffen, wurde das alte Rubrikenschema des Kirchenrats, der ehemals vorgesetzten Behörde, zugrunde gelegt (siehe: Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs, Altwürttembergisches Archiv, 1975, unter A 282, S. 112 f.). Zwar wurde das System des Kirchenrats nicht schematisch übertragen (zumal mehrere Rubriken ohne Akten geblieben wären), aber die Folge der Gruppe orientiert sich an der Aktengliederung des Kirchenrats. Auf diese Weise werden die korrespondierenden Bestände A 471 L (Amtsprovenienz) und A 284/6 (Provenienz Kirchenrat) vergleichbar. Dieses Verfahren dürfte sich auch für andere Amtsbestände des ehemaligen Kirchenguts nahelegen. Innerhalb der einzelnen Gruppen sind die Akten meist chronologisch nach dem jeweils ersten Jahr gereiht, in zwei Gruppen jedoch topographisch nach Orten (Gruppe 9, Weide, und 12, Pfarrer), in der ersten Gruppe (Territorialverhältnisse) sachlich. Der Register erarbeitete Udo Herkert Umfang des Bestandes: 60 Büschel, 0,85 lfd. m Reinschrift: Evelyne Schleeh Stuttgart, im Februar 1978 Maurer Die Retrokonversion des Findbuchs bzw. die Umformung der maschinenschriftlichen Vorlage für die internetgerechte Präsentation dieses Bestands des Hauptstaatsarchivs Stuttgart sowie die Überarbeitung der Indexangaben wurde von Frau Aurelia Varsami unter Anleitung von Dr. Franz Moegle-Hofacker im Oktober 2008 abgeschlossen.
2. Bestandsgeschichte und Verzeichnung: Die vorliegenden Akten kamen über die Nachfolgebehörden ins Staatsarchiv Ludwigsburg. Soweit noch feststellbar lagen die Büschel 2 und 3 beim Kameralamt Schwäbisch Gmünd (altes Repertorium), die Büschel 4, 23, 24 beim Kameralamt Heidenheim (Umschläge) und das Büschel 28 beim Forstamt Schnaitheim (Umschlag). Sicher ist der Bestand nur ein kleiner Teil der ehemaligen Aktenregistratur des Klosteramts. Der größere dürfte noch immer bei Nachfolgestellen und Gemeindebehörden liegen oder vernichtet worden sein. Im Jahre 1969 gelangte der Bestand ins Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Hier sind seitdem auch die Bändereihen des Klosteramts verwahrt: - Rechnungen ab 1590 in: A 303 - Befehlsbücher ab 1710 in: A 304 - Amtsprotokolle ab 1736 in: A 306 - Amtsversammlungsprotokolle ab 1711 in: A 306 Ein Teil der Akten ist im Staatsarchiv Ludwigsburg vorläufig und summarisch in der zufälligen Reihe der Ablieferungen verzeichnet worden. In den Jahren 1974 und 1978 wurde der Bestand dann neu, ausführlich und zum Teil überhaupt erstmals inventarisiert und in eine übersichtliche Anordnung gebracht. Die Akten der Pflege Gussenstadt (Bü 2, 8, 18, 32, 46) blieben in diesem Bestand, da sie der gemeinsamen Verwaltung wegen eng mit denen von Anhausen verzahnt sind und die Provenienz zum Teil sogar in den Büscheln vermischt ist (Bü 18, 37, 46). Die Pflege Langenau ist nur mit 2 Büscheln vertreten (Bü 17, 58). Die Provenienz der meisten anderen Akten bezieht sich eindeutig auf das Klosteramt. Nicht gesichert, aber wahrscheinlich gilt das auch für die unbestimmbaren Büschel 6, 12, 15, 16, 19, 27, 31, 39, 42, 44, 56, 57. Der ehemalige Aufbau der Klosterregistratur ist nicht bekannt, da alte Verzeichnisse fehlen und auch Registraturvermerke keine Klarheit bringen. Es musste also eine neue Übersicht entworfen werden. Eine topographische Anordnung schied aus, da zu viele Akten mehrere Orte gleichzeitig betreffen. Dagegen ist eine sachliche Einteilung, gewonnen aus dem Inhalt der Akten, möglich und hat zudem den Vorteil, die Aufgaben der Klosterverwaltung etwa widerzuspiegeln. Um aber nun nicht eine völlig neue, letztlich doch willkürliche Reihenfolge der Gruppen zu schaffen, wurde das alte Rubrikenschema des Kirchenrats, der ehemals vorgesetzten Behörde, zugrunde gelegt (siehe: Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs, Altwürttembergisches Archiv, 1975, unter A 282, S. 112 f.). Zwar wurde das System des Kirchenrats nicht schematisch übertragen (zumal mehrere Rubriken ohne Akten geblieben wären), aber die Folge der Gruppe orientiert sich an der Aktengliederung des Kirchenrats. Auf diese Weise werden die korrespondierenden Bestände A 471 L (Amtsprovenienz) und A 284/6 (Provenienz Kirchenrat) vergleichbar. Dieses Verfahren dürfte sich auch für andere Amtsbestände des ehemaligen Kirchenguts nahelegen. Innerhalb der einzelnen Gruppen sind die Akten meist chronologisch nach dem jeweils ersten Jahr gereiht, in zwei Gruppen jedoch topographisch nach Orten (Gruppe 9, Weide, und 12, Pfarrer), in der ersten Gruppe (Territorialverhältnisse) sachlich. Der Register erarbeitete Udo Herkert Umfang des Bestandes: 60 Büschel, 0,85 lfd. m Reinschrift: Evelyne Schleeh Stuttgart, im Februar 1978 Maurer Die Retrokonversion des Findbuchs bzw. die Umformung der maschinenschriftlichen Vorlage für die internetgerechte Präsentation dieses Bestands des Hauptstaatsarchivs Stuttgart sowie die Überarbeitung der Indexangaben wurde von Frau Aurelia Varsami unter Anleitung von Dr. Franz Moegle-Hofacker im Oktober 2008 abgeschlossen.
60 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:39 PM CET
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- Altwürttembergisches Archiv (Archival tectonics)
- Bezirksbehörden des Kirchenguts und der Universität (Archival tectonics)
- Kloster- und Stiftsgutverwaltungen (Archival tectonics)
- Klosteramt Anhausen a. d. Brenz (Archival holding)