A03-Bestand Politische Sendungen (Bestand)
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BR, Historisches Archiv (Archivtektonik) >> Tektonikgruppe A = Akten >> A03 Bestandsgruppe Hörfunk >> A03-Bestand Sendereihen Hörfunk (teilweise digital) >> A03-Bestand Politische Sendungen 1945-1949
1945 - 1949
Form und Inhalt: Bei Radio München verfolgte das politische Programm das Ziel der "re-education", in der ersten Zeit mit Sendungen über die Nürnberger Prozesse, über Prozesse der Zeit, mit Sendungen wie "Die Spruchkammer tagt", "Der Bürgermeister spricht" oder "Nie wieder Krieg". Auch die politischen Kommentare stellten ein Mittel dar, die neue Meinungsfreiheit in Deutschland nach zwölf Jahren der Unterdrückung zu dokumentieren.
Der Bestand umfasst die Inhaltserschließungen der retrodigitalisierten Manuskripte von folgenden Sendungen:
- Der Bürgermeister spricht;
- Das geistige München;
- Radio München besucht;
- Unser täglich Brot;
- Münchner Profile;
- Nie wieder Krieg: Kurzhörspiele im Sinne der reeducation, die sich mit Nationalsozialismus, Militarismus, Krieg und politischer Aufklärung auseinandersetzen, 1946 bis 1947;
- Prozesse der Zeit;
- Nürnberger Prozess;
- Politische Reden;
- Worüber man redet;
- Münchner Ministerpräsidentenkonferenz;
- Wiederaufbau der Landeshauptstadt München;
- Sondersendungen;
Die Sendereihe "Der Bürgermeister spricht" wurde von Radio München 1945 ins Leben gerufen, um die Bevölkerung über die Sorgen und Nöte der Nachkriegszeit zu informieren, über die Zerstörungen und den Wiederaufbau. München und andere bayerische Städte hatten unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs schwer zu leiden. Deshalb informierte der Münchner Oberbürgermeister die Bürger*innen ab dem 8. Mai 1945 in einer wöchentlichen Ansprache über die Herausforderungen, die Situation und Entwicklungen in allen Bereichen, wie Wirtschaft, Verkehr, Bildung und Kultur. Wie die Manuskripte aus dem Historischen Archiv zeigen, gehörten zu den dominierenden Themen damals die akute Wohnungsnot, die Beschlagnahmung der Wohnungen, die Unterbringung von Flüchtlingen sowie die allgemeine Versorgungslage im Hinblick auf Ernährung und Rohstoffe. Vor der Sendung mussten die Manuskripte durch "Radio Control Officers" abgesegnet werden. Dabei wurden ganze Textpassagen der Manuskripte gestrichen. Daneben finden sich auch einzelne Anmerkungen und Korrekturen. Nach abschließender Kontrolle und Freigabe wurden die Manuskripte mit dem "OK" Stempel versehen.
Ab 1946 informierten alle zwei Wochen zudem Oberbürgermeister anderer bayerischer Städte über die dortige Lage, z.B. der Nürnberger OB Hans Ziegler oder der Würzburger OB Gustav Pinkenburg. Beide Städte erfuhren ebenfalls große Zerstörungen durch die Fliegerangriffe. Die letzte Radioansprache der Sendereihe lief am 30. Dezember 1947. Die Sendereihe wurde 1948 umbenannt in "Die Verwaltung spricht", in der auch Vertreter*innen weiterer Behörden zu hören waren - ein wichtiges Anliegen der neu berufenden Stadtverwaltungen und der amerikanischen Militärregierung.
Der Bestand umfasst 127 Manuskripte für den Zeitraum 1945 bis 1947. Die Manuskripte wurden digitalisiert und können im Digitalen Lesesaal des Historischen Archivs eingesehen werden. Der Bestand ist weitestgehend vollständig vorhanden, lediglich ein paar wenige Manuskripte fehlen. Möglicherweise fielen diese Sendungen aus, was nicht mehr rekonstruierbar ist. Zudem sind einige Manuskripte ohne Angaben zur Datierung vorhanden, aufgrund der behandelten Themen wahrscheinlich alle aus dem Jahr 1945.
Jede Ansprache der Sendereihe ist mit den zentralen inhaltlichen Themen, unter Aufnahme einschlägiger Zitate, erschlossen worden. Das Findbuch ist chronologisch sortiert und ein Personenregister angehängt.
Der Bestand umfasst die Inhaltserschließungen der retrodigitalisierten Manuskripte von folgenden Sendungen:
- Der Bürgermeister spricht;
- Das geistige München;
- Radio München besucht;
- Unser täglich Brot;
- Münchner Profile;
- Nie wieder Krieg: Kurzhörspiele im Sinne der reeducation, die sich mit Nationalsozialismus, Militarismus, Krieg und politischer Aufklärung auseinandersetzen, 1946 bis 1947;
- Prozesse der Zeit;
- Nürnberger Prozess;
- Politische Reden;
- Worüber man redet;
- Münchner Ministerpräsidentenkonferenz;
- Wiederaufbau der Landeshauptstadt München;
- Sondersendungen;
Die Sendereihe "Der Bürgermeister spricht" wurde von Radio München 1945 ins Leben gerufen, um die Bevölkerung über die Sorgen und Nöte der Nachkriegszeit zu informieren, über die Zerstörungen und den Wiederaufbau. München und andere bayerische Städte hatten unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs schwer zu leiden. Deshalb informierte der Münchner Oberbürgermeister die Bürger*innen ab dem 8. Mai 1945 in einer wöchentlichen Ansprache über die Herausforderungen, die Situation und Entwicklungen in allen Bereichen, wie Wirtschaft, Verkehr, Bildung und Kultur. Wie die Manuskripte aus dem Historischen Archiv zeigen, gehörten zu den dominierenden Themen damals die akute Wohnungsnot, die Beschlagnahmung der Wohnungen, die Unterbringung von Flüchtlingen sowie die allgemeine Versorgungslage im Hinblick auf Ernährung und Rohstoffe. Vor der Sendung mussten die Manuskripte durch "Radio Control Officers" abgesegnet werden. Dabei wurden ganze Textpassagen der Manuskripte gestrichen. Daneben finden sich auch einzelne Anmerkungen und Korrekturen. Nach abschließender Kontrolle und Freigabe wurden die Manuskripte mit dem "OK" Stempel versehen.
Ab 1946 informierten alle zwei Wochen zudem Oberbürgermeister anderer bayerischer Städte über die dortige Lage, z.B. der Nürnberger OB Hans Ziegler oder der Würzburger OB Gustav Pinkenburg. Beide Städte erfuhren ebenfalls große Zerstörungen durch die Fliegerangriffe. Die letzte Radioansprache der Sendereihe lief am 30. Dezember 1947. Die Sendereihe wurde 1948 umbenannt in "Die Verwaltung spricht", in der auch Vertreter*innen weiterer Behörden zu hören waren - ein wichtiges Anliegen der neu berufenden Stadtverwaltungen und der amerikanischen Militärregierung.
Der Bestand umfasst 127 Manuskripte für den Zeitraum 1945 bis 1947. Die Manuskripte wurden digitalisiert und können im Digitalen Lesesaal des Historischen Archivs eingesehen werden. Der Bestand ist weitestgehend vollständig vorhanden, lediglich ein paar wenige Manuskripte fehlen. Möglicherweise fielen diese Sendungen aus, was nicht mehr rekonstruierbar ist. Zudem sind einige Manuskripte ohne Angaben zur Datierung vorhanden, aufgrund der behandelten Themen wahrscheinlich alle aus dem Jahr 1945.
Jede Ansprache der Sendereihe ist mit den zentralen inhaltlichen Themen, unter Aufnahme einschlägiger Zitate, erschlossen worden. Das Findbuch ist chronologisch sortiert und ein Personenregister angehängt.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 10:23 MESZ