Leichen beim Sex: Plastinator von Hagens schockt erneut
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 R120050/201
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012 >> Unterlagen
19. April 2012
Zwei menschliche Leichenpaare beim Sex, vor den Augen von tausenden von Zuschauern. Der Heidelberger Plastinator Gunther von Hagens zeigt das in der neuesten Variante seiner Ausstellung "Körperwelten - der Zyklus des Lebens": Was schon in Berlin und - begleitet von Protesten - in Augsburg zu sehen war, ist ab Juni auch in Ludwigsburg ausgestellt.
Darf man das? Seit Jahren wird diskutiert, ob von Hagens mit seinen gehäuteten, zur Schau gestellten Leichen die Totenruhe stört und ob seine Tabubrüche einfach nur ekelhafte Schocker sind.
Der württembergische Landesbischof July lehnt die Ausstellung und die Sexszenen entschieden ab. Sie verstoße gegen ethische Standards. "Überhaupt nicht", meint dagegen Petra Roser. Sie ist in Ludwigsburg für die Ausstellung verantwortlich. "Wir zeigen nur Erwachsenen in einem abgeteilten Raum die Figuren der Sexszene. Warum sollte man sich darüber aufregen?". Heinz Hoelscher geht sogar noch weiter. Er hat 30 Jahre als Assistent in der Pathologie gearbeitet und findet: von Hagens mache Kunst. Der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes der Körperspender, meint: "Die Sexleichen zeigen endlich mal anatomisch genau bei Verstorbenen, was beim Sex so passiert. Ich wäre nach meinem Tod gerne Teil einer solchen Szene." Der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbands der Körperspender will sich selbst nach seinem Tod in von Hagens Hände zum Plastinieren geben lassen.
Darf man das? Seit Jahren wird diskutiert, ob von Hagens mit seinen gehäuteten, zur Schau gestellten Leichen die Totenruhe stört und ob seine Tabubrüche einfach nur ekelhafte Schocker sind.
Der württembergische Landesbischof July lehnt die Ausstellung und die Sexszenen entschieden ab. Sie verstoße gegen ethische Standards. "Überhaupt nicht", meint dagegen Petra Roser. Sie ist in Ludwigsburg für die Ausstellung verantwortlich. "Wir zeigen nur Erwachsenen in einem abgeteilten Raum die Figuren der Sexszene. Warum sollte man sich darüber aufregen?". Heinz Hoelscher geht sogar noch weiter. Er hat 30 Jahre als Assistent in der Pathologie gearbeitet und findet: von Hagens mache Kunst. Der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes der Körperspender, meint: "Die Sexleichen zeigen endlich mal anatomisch genau bei Verstorbenen, was beim Sex so passiert. Ich wäre nach meinem Tod gerne Teil einer solchen Szene." Der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbands der Körperspender will sich selbst nach seinem Tod in von Hagens Hände zum Plastinieren geben lassen.
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Audio-Visuelle Medien
Hoelscher, Heinz
Roser, Petra
Ausstellung: Körpelwelten
Sexualität
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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