Verzeichnis der zum Haupthof Sassendorf gehörenden Pfennige und Güter: Der Ritter Friedrich von Sassendorp und seine Erben haben aus dem Haus gen. Krebs (cancer), gelegen zu Sassendorf (Sassendorp), jährlich am Tage nach Odelricus [Odelricus = 4. Juli] zehn Schillinge. Das Haus gen. Huockerstocke gibt am Feste von Odelricus vier Pfennige. Conrad Ottonis aus einem Salzhaus sechs Schillinge am Feste von Odelricus und sechs Schillinge zu Christi Geburt. Johannes gen. Musinc gibt aus zwei Salzhäusern des oberen Brunnens neun Schillinge zu u Odelricus und neun Schillinge zu Petri Stuhlfeier und von einem anderen Hause gibt er zu Michaelis einen Schilling von einem Salzhaus, das auch zinspflichtig ist dem Kloster Liesborn (Lysberne). Der gen. Here gibt zu Odelricus von einem Hofplatz einen Schilling. Heidenreich gen. Vuget einen Schilling zu Odelricus; Conrad und Johannes Brede 16 Pfennige zu Odelricus. Die Herren von Mülheim (Muolenhem) zu Odelricus von all ihren Gütern in Sassendorf zwei Schillinge und ein halbes Sextarium Wein von einem Hofplatz, der ihnen vom Stift übertragen wurde. Hermann Huler von einem Haus des Hospitals zu Soest (Susatensis) einen Schilling zu Odelricus. Das Haus von St. Walburgis gibt 31 Pfennige zu Odelricus. Das Haus des Herrn Radolph von Lunen acht Pfennige zu Odelricus. Von den Häusern des gen. Hogelin zwei Pfennige zu Odelricus. Gerlach von Soest (de Susato) vom Haus des kleineren Brunnen zwei Pfennige zu Odelricus. Stenkamer von einem Salzhaus einen Pfennig zu Odelricus. Der Hof des Hermann von Huone gibt fünf Schilling zu Martini. Der Hofplatz des Hartgeri vier Pfennige zu Martini. Das Salzhaus der Kanoniker zu Soest drei Pfennige zu Martini. Die Salzhäuser, die Otto und die Söhne des gen. Wendeweder besitzen und die zinspflichtig sind der Kirche in Liesborn, drei Pfennige zu Martini. Johannes und Florinus von einem Salzhaus sechs Pfennige zu Martini. Johannes gen. Ratbrachtinc von drei Morgen drei Pfennige zu Michaelis. Der Hofplatz gelegen beim oberen Teil des Soester Weges einen Pfennig zu Michaelis. Die Güter gen. Stenkamer drei Schillinge zu Michaelis und drei Schillinge zu Martini. Der Garten hinter den Salzhäusern zwölf Pfennige zu Michaelis. Der Hofplatz, gelegen über den Salzhäusern, den Otto besitzt, zwei Schillinge zu Michaelis. Die Nonnen von St. Walburgis von ihren Gütern in Opmünden (Opmene) zu Christi Himmelfahrt für ein Milchschaf einen Schilling, für ein nicht milchgebendes Schaf neun Pfennige, für ein Lamm drei Pfennige, für ein Saumtier drei Pfennige, für den Ackerbau im Frühling acht Pfennige, zu Jacobi sechs Pfennige, zu Michaelis vier Schillinge, zu Petri Stuhlfeier 27 Pfennige und 15 Unzen Tuch (uncia manipulorum), in der Oktav von Allerheiligen 1 1/2 Scheffel Weizen, sechs Scheffel Hafer, drei Hühner oder drei Pfennige, für Leinen drei Pfennige. Wer von diesen Leuten den Zins. nicht zur festgesetzten Zeit entrichtet, zahlt eine Strafe von vier Schillingen. Mehrere von ihnen sind verpflichtet, ihre Güter in jedem sechsten Jahr zu gewinnen (convenire), und zwar stets am Feste von Odelricus.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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