Nachlass Gaschütz (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, S-N 7
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Stadtarchiv Wertheim >> Nachlässe, sonstige Hinterlegungen und Schenkungen (N-Bestände) >> Nachlässe
1759-1985
Inhalt und Bewertung
Fritz Erich Walther Gaschütz wurde am 16.03.1912 in Dresden geboren. Seine Eltern waren Ernst Gaschütz und Helene Gaschütz geb. Fuchs. Am 20.06.1936 heiratete er in Dresden Dorothea Henriette Uehr. Der Kapellmeister gelangte im II. Weltkrieg als Soldat nach Wertheim und kam nach dem II. Weltkrieg dorthin zurück. Neben der Leitung des John¿schen Orchesters gründete Gaschütz einen Kinderchor und einen gemischten Chor, dirigierte die Stadtkapelle, gab privaten Musikunterricht und trat 1958 das Amt des Bezirkskantors für die Kirchenbezirke Wertheim und Boxberg an. Am 05.11.1970 wurde Fritz Gaschütz die Ehrenmedaille in Gold der Stadt Wertheim durch den Gemeinderat verliehen, am 25.10.1972 folgte die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande durch den Bundespräsidenten. Fritz Gaschütz starb am 14.05.1985 in Wertheim.
Wann und wie der Bestand ins Stadtarchiv Wertheim gelangte ist nicht bekannt. Neben einigen wenigen privaten Unterlagen enthält er vor allem Informationen über die von Fritz Gaschütz geleiteten musikalischen Gruppen und deren Auftritte. 1999 wurde der Bestand von Herrn Karl-Heinz Niklas, der im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme den Großteil der im Stadtarchiv Wertheim lagernde Nachlässe bearbeitete, verzeichnet und archivgerecht verpackt. Die Erfassung dieser Titelaufnahmen im Rahmen der Retrokonversion erfolgt 2013 durch Sabine Thaller. Die Redaktion der Titelaufnahmen und die Fertigstellung des Findbuchs erfolgte durch Diplom-Archivarin Anna Spiesberger.
Einleitung: Fritz Erich Walther Gaschütz wurde am 16.03.1912 in Dresden geboren. Seine Eltern waren Ernst Gaschütz und Helene Gaschütz geb. Fuchs. Bereits als Kind erhielt er Klavier- und Geigenunterricht. Nach dem Besuch der Volks- und Oberrealschule besuchte er die Musikhochschule Dresden wo er 1932 die Kapellmeisterprüfung ablegte. Danach folgte ein weiteres Studium an der Orchesterschule der sächsischen Staatskapelle Waldhorn. Nach Abschluss des Studiums wirkte er als Kapellmeister am thüringischen Landestheater in Altenburg und dem Stadttheater Neisse / Oberschleßien, danach wechselte er zur Militärmusik. Am 20.06.1936 heiratete er in Dresden Dorothea Henriette Uehr. 1938 wurde er zur Reichswehr einberufen, kam als 1. Waldhornist zur Kapelle des Fliegerhorstes in Wertheim und wurde er an der Musikhochschule zu Berlin zum Militärkapellmeister ausgebildet. Bei Einsätzen an der Westfront wurde er mehrfach verwundet. Im September 1945 kam Fritz Gaschütz wieder nach Wertheim und übernahm noch im selben Jahr die Leitung des John¿schen Orchesters, in dem er bereits während seiner Stationierung auf dem Reinhardshof mitgewirkt hatte. Außerdem gründete er einen Kinderchor, die "Wertheimer (Kirchen-)Spatzen" und 1946 entstand unter seiner Leitung ein gemischter Chor, den er fast 30 Jahre lang leitete. Er wurde von Seiten der Stadt zum Kapellmeister des städtischen Orchesters ernannt und gab privaten Musikunterricht. Fritz Gaschütz leitete den ev. Kirchenchor, war Organist der Stiftskirche und von1958 - 1975 Bezirkskantor für die Kirchenbezirke Wertheim und Boxberg. Dieser Tätigkeit ging ein Studium am Evangelischen Kirchenmusikalischen Institut in Heidelberg von wenigstens einem Semester voraus, wie sich aus den Unterlagen in der Verzeichnungseinheit Nr. 52 des Nachlasses ablesen lässt. Am 05.11.1970 wurde Fritz Gaschütz die Ehrenmedaille in Gold der Stadt Wertheim durch den Gemeinderat verliehen, am 25.10.1972 folgte die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande durch den Bundespräsidenten. Beide Verleihungen gründeten in seinen Bemühungen um das kulturelle und vor allem musikalische Leben Wertheims und seiner Umgebung. Fritz Gaschütz starb am 14.05.1985 in Wertheim. Er wurde, ebenso wie seine kurze Zeit nach ihm verstorbene Ehefrau, in seiner Heimatstadt Dresden begraben.
Bearbeiterbericht: Wann und wie der Bestand ins Stadtarchiv Wertheim gelangte ist nicht bekannt. Neben einigen wenigen privaten Unterlagen enthält er vor allem Informationen über die von Fritz Gaschütz geleiteten musikalischen Gruppen und deren Auftritte. Außerdem finden sich darin Noten und Liedtexte weltlicher und kirchlicher Musik und einige Tonaufnahmen. 1999 wurde der Bestand von Herrn Karl-Heinz Niklas, der im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme den Großteil der im Stadtarchiv Wertheim lagernde Nachlässe bearbeitete, verzeichnet und archivgerecht verpackt. Die Erfassung dieser Titelaufnahmen im Rahmen der Retrokonversion erfolgt 2013 durch Sabine Thaller. Die Redaktion der Titelaufnahmen und die Fertigstellung des Findbuchs erfolgte durch Diplom-Archivarin Anna Spiesberger. Bronnbach, November 2015 Anna Spiesberger
Fritz Erich Walther Gaschütz wurde am 16.03.1912 in Dresden geboren. Seine Eltern waren Ernst Gaschütz und Helene Gaschütz geb. Fuchs. Am 20.06.1936 heiratete er in Dresden Dorothea Henriette Uehr. Der Kapellmeister gelangte im II. Weltkrieg als Soldat nach Wertheim und kam nach dem II. Weltkrieg dorthin zurück. Neben der Leitung des John¿schen Orchesters gründete Gaschütz einen Kinderchor und einen gemischten Chor, dirigierte die Stadtkapelle, gab privaten Musikunterricht und trat 1958 das Amt des Bezirkskantors für die Kirchenbezirke Wertheim und Boxberg an. Am 05.11.1970 wurde Fritz Gaschütz die Ehrenmedaille in Gold der Stadt Wertheim durch den Gemeinderat verliehen, am 25.10.1972 folgte die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande durch den Bundespräsidenten. Fritz Gaschütz starb am 14.05.1985 in Wertheim.
Wann und wie der Bestand ins Stadtarchiv Wertheim gelangte ist nicht bekannt. Neben einigen wenigen privaten Unterlagen enthält er vor allem Informationen über die von Fritz Gaschütz geleiteten musikalischen Gruppen und deren Auftritte. 1999 wurde der Bestand von Herrn Karl-Heinz Niklas, der im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme den Großteil der im Stadtarchiv Wertheim lagernde Nachlässe bearbeitete, verzeichnet und archivgerecht verpackt. Die Erfassung dieser Titelaufnahmen im Rahmen der Retrokonversion erfolgt 2013 durch Sabine Thaller. Die Redaktion der Titelaufnahmen und die Fertigstellung des Findbuchs erfolgte durch Diplom-Archivarin Anna Spiesberger.
Einleitung: Fritz Erich Walther Gaschütz wurde am 16.03.1912 in Dresden geboren. Seine Eltern waren Ernst Gaschütz und Helene Gaschütz geb. Fuchs. Bereits als Kind erhielt er Klavier- und Geigenunterricht. Nach dem Besuch der Volks- und Oberrealschule besuchte er die Musikhochschule Dresden wo er 1932 die Kapellmeisterprüfung ablegte. Danach folgte ein weiteres Studium an der Orchesterschule der sächsischen Staatskapelle Waldhorn. Nach Abschluss des Studiums wirkte er als Kapellmeister am thüringischen Landestheater in Altenburg und dem Stadttheater Neisse / Oberschleßien, danach wechselte er zur Militärmusik. Am 20.06.1936 heiratete er in Dresden Dorothea Henriette Uehr. 1938 wurde er zur Reichswehr einberufen, kam als 1. Waldhornist zur Kapelle des Fliegerhorstes in Wertheim und wurde er an der Musikhochschule zu Berlin zum Militärkapellmeister ausgebildet. Bei Einsätzen an der Westfront wurde er mehrfach verwundet. Im September 1945 kam Fritz Gaschütz wieder nach Wertheim und übernahm noch im selben Jahr die Leitung des John¿schen Orchesters, in dem er bereits während seiner Stationierung auf dem Reinhardshof mitgewirkt hatte. Außerdem gründete er einen Kinderchor, die "Wertheimer (Kirchen-)Spatzen" und 1946 entstand unter seiner Leitung ein gemischter Chor, den er fast 30 Jahre lang leitete. Er wurde von Seiten der Stadt zum Kapellmeister des städtischen Orchesters ernannt und gab privaten Musikunterricht. Fritz Gaschütz leitete den ev. Kirchenchor, war Organist der Stiftskirche und von1958 - 1975 Bezirkskantor für die Kirchenbezirke Wertheim und Boxberg. Dieser Tätigkeit ging ein Studium am Evangelischen Kirchenmusikalischen Institut in Heidelberg von wenigstens einem Semester voraus, wie sich aus den Unterlagen in der Verzeichnungseinheit Nr. 52 des Nachlasses ablesen lässt. Am 05.11.1970 wurde Fritz Gaschütz die Ehrenmedaille in Gold der Stadt Wertheim durch den Gemeinderat verliehen, am 25.10.1972 folgte die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande durch den Bundespräsidenten. Beide Verleihungen gründeten in seinen Bemühungen um das kulturelle und vor allem musikalische Leben Wertheims und seiner Umgebung. Fritz Gaschütz starb am 14.05.1985 in Wertheim. Er wurde, ebenso wie seine kurze Zeit nach ihm verstorbene Ehefrau, in seiner Heimatstadt Dresden begraben.
Bearbeiterbericht: Wann und wie der Bestand ins Stadtarchiv Wertheim gelangte ist nicht bekannt. Neben einigen wenigen privaten Unterlagen enthält er vor allem Informationen über die von Fritz Gaschütz geleiteten musikalischen Gruppen und deren Auftritte. Außerdem finden sich darin Noten und Liedtexte weltlicher und kirchlicher Musik und einige Tonaufnahmen. 1999 wurde der Bestand von Herrn Karl-Heinz Niklas, der im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme den Großteil der im Stadtarchiv Wertheim lagernde Nachlässe bearbeitete, verzeichnet und archivgerecht verpackt. Die Erfassung dieser Titelaufnahmen im Rahmen der Retrokonversion erfolgt 2013 durch Sabine Thaller. Die Redaktion der Titelaufnahmen und die Fertigstellung des Findbuchs erfolgte durch Diplom-Archivarin Anna Spiesberger. Bronnbach, November 2015 Anna Spiesberger
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 2:40 PM CET