Reichstag zu Worms und die Verhandlungen darauf, insbesondere die Beschwerden einiger Stände wegen der Reichsanlagen und die Rosenbergischen Streitigkeiten mit Nürnberg und anderen Stände des Schwäbischen Bundes betreffend
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 189 II Bü 58
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 189 II Heilbronn, Reichsstadt: Religionswesen
Heilbronn, Reichsstadt: Religionswesen >> 1. Reformation
1542
Enthält: Die Bischöfe von Salzburg, Bamberg, Freising, Regensburg und Passau und der Prälat zu Berchtesgaden beschweren sich, dass sie wegen ihrer Güter, die sie im Österreichischen liegen hätten, doppelte Anlagen nämlich an Österreich und an das Reich bezahlen müssten. Böhmen widersetzt sich den Reichsanlagen und beruft sich darauf, dass die Krone Böhmen nie etwas an das Reich bezahlt hätte; ebenso auch der Burgundische Kreis. Bayern beschwert sich über die zu großen Reichsanschläge, da viele ansehnliche Glieder des bayrischen Kreises demselben entzogen worden, und mithin dieser die alten Anlagen zu leisten nicht mehr im Stande ist. Ein Vergleich des Herzogs von Lothringen mit dem Kaiser wegen der Anlage. Wegen der Güter, welche der Schwäbische Bund dem von Rosenberg genommen hat, soll auf Anrufen beider Teile ein Vergleich gesucht werden. Die Frau von Stetten beschwert sich über die Reichsstadt Nürnberg, welche ihren Ehemann Wolff von Stetten niedergeworfen hat. Nürnberg beruft sich auf das Vergeltungsrecht, weil Wolff von Stetten ein Gesellschafter des von Rosenbergs gewesen sei, der den Nürnbergischen Reichstagsgesandten Baumgärtner niedergeworfen und bisher im Arrest behalten habe.
1 Bü
Archivale
Stetten, Wolff von
Nürnberg N
Worms WO
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:38 MEZ
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