Die Ulmer Bürger Peter Besserer, Johann Gessler, Heinrich Besserer, sein Bruder Hanmann Besserer und ihr Vetter Johann Besserer verkaufen für Konrad, den unmündigen Sohn des verstorbenen Konrad Besserer, an Heinrich Neithardt, derzeit Stadtschreiber in Ulm, einen Hof in Schneckenhofen ("Schneggenhofen") [Gde. Bibertal/Lkr. Günzburg], den Ruff bewirtschaftet, eine Selde dort, auf der jetzt Busch sitzt, sowie den Groß- und Kleinzehnt dort mit allen Zugehörungen, wie dies Konrad Besserer von seinem verstorbenen Vater geerbt und bisher zusammen mit seiner Mutter Katharina geborene Ehinger besessen hat. Es handelt sich dabei um Eigengut bis auf die Zehnten, die Lehen der Herzöge von Österreich sind. Die Verkäufer verpflichten sich daher, innerhalb Jahresfrist dafür Sorge zu tragen, dass der Käufer damit belehnt wird. Auch verpflichten sie sich, dass Konrad Besserer nach Erreichen der Volljährigkeit diesen Verkauf anerkennen und keinerlei Einspruch dagegen einlegen wird. Der Käufer hat ihnen dafür 400 ungarische und böhmische Gulden bezahlt. Das Geld wurde zur Abgeltung der Ansprüche seiner Mutter Katharina Ehinger und für die Aussteuer seiner Schwester Margarete Langenmantel verwendet. Die Verkäufer übernehmen die Gewährleistung für den Verkauf.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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