Einzelne auf allgemeine Verhältnisse der jüdischen Einwohnerschaft des Fürsten- bzw. Herzogtums bezügliche Sachen
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Z 44, C 15 Nr. 1 (Benutzungsort: Dessau)
Filmsignatur: 5163
Z 44 (Benutzungsort: Dessau) Abteilung Dessau
Abteilung Dessau >> C Innere Landesangelegenheiten >> C 15 Die Judenschaft >> C 15a Allgemeines
1714 - 1833
Enthält: Bestätigung des fürstlichen Privilegs zur Klärung von Streitigkeiten innerhalb der Judenschaft, bei schwerwiegenden Differenzen unter den Juden und mit auswärtigen Juden unter Hinzuziehung der Judenältesten und des jüdischen Hoffaktors. - Anweisung zur Teilung und Abführung von Geldbußen an das Justizamt und die jüdische Armenkasse. - Nichtanerkennung eines Passes des Hoffaktors in Halle. - Untersuchung wegen einer Beschwerde des Schutzjuden Samuel Moses wegen Verweigerung des Durchlasses am Dessauer Tor in Aken. - Bericht über Kontakte der Judengemeinde zu fremden Juden in Großalsleben. - Korrespondenz des Fürsten Dietrich von Anhalt-Dessau wegen der Aufhebung des Einreiseverbots in das Königreich Preußen für anhaltische Juden mit gültigem Paß. - Duldung von Frauen und Kindern entlaufener oder ausgewiesener Schutzjuden bei Aufbringung von vier christlichen Fürsprechern. - Untersuchungssache des Stadtgerichts Naumburg gegen den Juden Behr Cantor wegen Juwelenbetrugs an dem Grafen Heinrich XL. in Reuß. - Spezifikationen der in Anhalt-Dessau lebenden Juden von 1778 und 1781. - Bitte des Fürsten von Anhalt-Dessau an den Rat zu Wittenberg um Aufhebung der erlassenen Handelsbeschränkungen für die Dessauer und Wörlitzer Juden. - Verordnung an die Judenältesten über die Einschränkung der Schutzbriefanwärter auf Juden mit einem Vermögen von über 500 Reichstalern. - Anweisung an die Judenätesten zur Eintreibung des Schutzgeldes. - Entlassung von drei wegen Diebstahls im Arbeitshaus befindlichen Juden. - Untersuchung gegen den Obergeleits-Einnehmer Breuer wegen zu Unrecht erhobenen Zolls für Juden. - Verordnung zur Unterlassung von Verheiratungen fremder und keinen Schutzbrief besitzender Juden durch den Rabbiner und Anweisung zur Anzeige von fremden Betteljungen, die mehr als einmal im Jahr Almosen verlangen. - Gesuch der Dessauer Judenältesten an den Fürsten um Zurücknahme der erhöhten Akzise- und Zollgebühren sowie Handelsbeschränkungen auf den Zerbster Märkten. - Aufnahmegesuch von Juden. - Einforderung von Schutzjuden-Listen und Vereidigungsattesten von Gerichtsbehörden durch die Landesregierung. - Verwendung des preußischen Staatsministers Hardenberg für die Gleichberechtigung der Juden in den deutschen Landen, 1815. - Erklärung des Dessauer Staatsmannes Harling gegen die Gleichberechtigung der Juden. - Berichterstattung über die Verhältnisse und Rechte der anhaltischen Juden durch die Landesregierung, 1833. - Verordnung des Fürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau über die Gewährung von Schutz für die Juden von 1817.
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.04.2025, 15:17 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik)
- 03. Land Anhalt und territoriale Vorgänger (941 - 1945) (Tektonik)
- 03.02. Anhaltische Teilfürstentümer 1603 - 1848 (Tektonik)
- 03.02.02. Anhalt-Dessau (1603/06 - 1848) (Tektonik)
- Abteilung Dessau (Bestand)
- C Innere Landesangelegenheiten (Gliederung)
- C 15 Die Judenschaft (Gliederung)
- C 15a Allgemeines (Gliederung)
Namensnennung - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland