Der Propst Hinrich von Rhemen (Remen), die Priorin Margareta Vogedes und der Konvent zu Oelinghausen (Olynchusen) bekunden, sie hätten von dem + Johann von Schorrenberghe und seiner Frau Annen eine Summe Geldes erhalten, die sie zu einer Memorie angelegt hätten, die jährlich am Tage vor dem Feste der Geburt von St. Johannes Baptist im Kloster zu halten ist. Der Kellner zu Oelinghausen oder der Vogt bzw. Verwahrer der Klostergüter zu Werl (Werle) habe jährlich zu Martini der Priorin oder Memorienmeisterin zu Oelinghausen 18 Schillinge Geldes, wie es zu Arnsberg gängig ist, aus den Einkünften der großen Wiese zu Flerke (Fflereke) im Amte Werl zu liefern. Dafür hat die Memorienmeisterin für die Begehung der Memorie zu sorgen, und zwar mit Vigil, Seelenmesse und Fürbitten für die Seele des Schorrenberg, seiner Ehefrau und die Verstorbenen ihres Geschlechts. Am Tag der Memorie hat die Memorienmeisterin für die geistlichen Jungfern für eine Tröstung (pytancien) in der Form von Wein oder Fischen oder etwas anderem zu sorgen. Ankündigung des Siegels der Propstei und des Konvents. Gegeben 1484 Aug. 1 (upp den hilghen sondach Vincula Petri).