Pfarrer Wilhelm Menn (Bestand)
Show full title
7NL 014
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 7NL Nachlässe >> 7NL 014 Pfarrer Wilhelm Menn
Bestandsbeschreibung: Pfarrer Wilhelm Menn Wilhelm Menn (1) wurde am 23.08.1888 in Ferndorf (Reg.-Bez. Arnsberg) geboren. Nach dem Abitur in Hagen studierte er in Halle und Berlin Theologie und zunächst auch Philologie. Als Vikar und Hilfsprediger war er ab 1911 in Ferndorf, beim Kinderrettungsverein in Berlin, in Witten und Bochum eingesetzt und besuchte das Predigerseminar in Soest. Seine erste Pfarrstelle war Rotthausen (heute zu Gelsenkirchen, die Gemeinde wechselte 1933 in die Kirchenprovinz Westfalen), die er von 1915 bis 1921 innehatte. 1921 wurde er für die Aufgaben des 'Arbeiterpfarramtes' für ein Jahr beurlaubt, 1922 erhielt er zusätzlich zum Arbeiterpfarramt die kleine Gemeinde Remlingrade im Kirchenkreis Lennep. Sobald die verfassungsgemäßen Grundlagen vorhanden waren, wurde Menn 1926 zum hauptamtlichen Sozialpfarrer der Provinzialkirche berufen. Sein Dienstsitz wurde Düsseldorf-Grafenberg (2) . Nach der Auflösung des Sozialpfarramtes 1934 wurde Menn Gemeindepfarrer in Andernach. Auf Veranlassung der EKD wurde er zum 15.11.1946 von der rheinischen Kirchenleitung für die Übernahme ökumenischer Aufgaben. v.a. der Leitung der Ökumenischen Zentrale in Frankfurt am Main, beurlaubt (4) . Sein endgültiger Wechsel erfolgte zum 01.10.1949 (5). Wilhelm Menn verstarb am 29.02.1956 in Frankfurt. Das Schriftgut Menns als Sozialpfarrer lagerte nach 1945 noch im Andernacher Pfarrhaus. Die Handakten wurden schon frühzeitig an das AEKR abgegeben (siehe Bestand 6 HA 008). Der Nachlass Menns gelangte 1999 in zwei Teilen vom Diakoniewissenschaftlichen Institut in Heidelberg an das AEKR. Dieser umfasst v.a. die Manuskripte der umfangreichen Vortragstätigkeit und Zeitschriftenbeiträge Menns als Sozialpfarrer sowie Predigten zwischen 1911 und 1948, v.a. aber der Andernacher Jahre ab 1936, die durchgängig erhalten sind. Die Korrespondenz stammt überwiegend aus der Zeit zwischen 1939 und 1952 und ist für die Kriegs- und Nachkriegsjahre auch für Andernach eine interessante Quelle. Im Diakoniewissenschaftlichen Institut hatte man die Ordnung Menns v.a. in 28 sachthematischen Mappen beibehalten und die von Menn angelegten Inhaltsverzeichnisse ergänzt. Das Aktenverzeichnis Menns (Nr. 48) enthält die Verzeichnisse der Mappen 1 bis 16; daraus folgt, dass die Mappen 10 a) Wirtschaftsethik, 13) ökumenische Fragen, 15) kirchliche Fragen aller Art und 16) Festreden, Predigten, Ansprachen, nicht erhalten sind. Für die Korrespondenz als Andernacher Gemeindepfarrer hatte Menn eine Aktenordnung entwickelt (vorgeheftet in Nr. 46), deren Abschnitte 14 bis 19 Teil des Nachlasses sind (Nr. 46 und 47). Biographische Unterlagen fehlen bis auf Vorlesungsmitschriften aus dem Studium (Nr. 40) in diesem Nachlass. Der Bestand wurde im November und Dezember 2005 verzeichnet. Bis auf Doppelstücke und einige Fragmente wurde nichts kassiert. Der Bestand umfasst 69 Verzeichnungseinheiten mit der Gesamtlaufzeit 1907 bis 1956. 02.01.2006 Ulrich Dühr (1) Pfarrerdatenbank des Archivs; Angaben zum Lebenslauf in: Cordula Schlösser-Kost: Evangelische Kirche und soziale Fragen 1918-1933, Köln 1996, 345-346; Lebenslauf (engl.) in 7 NL 014 Nr. 43 (2) Schlösser-Kost a.a.O., S. 342-343 (3) (4) Bericht Menn für den Jahresbericht des Superintendenten v. 04.10.1947 in Nr. 45 (5) Schr. Menn v. 03.11.1949 in Nr. 42
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET