Kurfürst Philipp von der Pfalz entscheidet im Streit zwischen Schultheißen, Bürgermeistern, Gerichten und Gemeinden zu Weinsberg und Eberstadt über ihre Gemarkungen, dass der deshalb bestimmte Umgang (undergang) folgendermaßen vorgenommen wird. Der pfalzgräfliche Keller soll zu sieben namentlich genannten Vertretern der umliegenden Orte fünf weitere, redliche Personen hinzufügen, die nicht aus Weinsberg oder Eberstadt stammen. Er soll auch einen Tag für die Verhandlung der Sache und den Umgang bestimmen. Was die Zwölf mit Mehrheit entscheiden, gilt und soll versteint werden, ohne dass eine weitere Appellation erfolgt. Als die sieben Personen werden genannt: Andreas Oser (Osser), Schultheiß von Möckmühl; Mathias (Mathis) Bickel von Möckmühl; Peter Decker, Schultheiß von Neuenstadt; Peter Merklin (Mercklin) von Neuenstadt; Jost Feist, Schultheiß von Erlenbach; Wendel Heberer, Schultheiß zu Sülzbach (Sultzbach); Georg (Jorge), Schultheiß zu Ganßheim.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz entscheidet im Streit zwischen Schultheißen, Bürgermeistern, Gerichten und Gemeinden zu Weinsberg und Eberstadt über ihre Gemarkungen, dass der deshalb bestimmte Umgang (undergang) folgendermaßen vorgenommen wird. Der pfalzgräfliche Keller soll zu sieben namentlich genannten Vertretern der umliegenden Orte fünf weitere, redliche Personen hinzufügen, die nicht aus Weinsberg oder Eberstadt stammen. Er soll auch einen Tag für die Verhandlung der Sache und den Umgang bestimmen. Was die Zwölf mit Mehrheit entscheiden, gilt und soll versteint werden, ohne dass eine weitere Appellation erfolgt. Als die sieben Personen werden genannt: Andreas Oser (Osser), Schultheiß von Möckmühl; Mathias (Mathis) Bickel von Möckmühl; Peter Decker, Schultheiß von Neuenstadt; Peter Merklin (Mercklin) von Neuenstadt; Jost Feist, Schultheiß von Erlenbach; Wendel Heberer, Schultheiß zu Sülzbach (Sultzbach); Georg (Jorge), Schultheiß zu Ganßheim.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 829, 20
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1478 Mai 2 (uff samstag nach der mey tag)
fol. 13v-14r
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Von der Urkunde wurden zwei Exemplare ausgefertigt, wovon jede Partei eines erhielt. Kopfregest: "Entscheit zwuschen den von Winsperg und den von Eberstat".
Bickel, Mathias; zu Möckmühl, erw. 1478
Decker, Peter; Schultheiß zu Neuenstadt am Kocher, erw. 1472, 1478
Feist, Jost; Schultheiß zu Erlenbach, erw. 1478
Georg; Schultheiß zu Ganßheim, erw. 1478
Heberer, Wendel; Schultheiß zu Sülzbach, erw. 1478
Merklin, Peter; zu Neuenstadt am Kocher, erw. 1478
Oser, Andreas; Schultheiß zu Möckmühl, erw. 1478
Eberstadt HN
Weinsberg HN
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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