Die Erben des verstorbenen Münsterpredigers und Professors für Physik am Ulmer Gymnasium Elias Jakob Veiel, nämlich seine Witwe Maria Magdalena geborene Baldinger, der Oberrichter, Stadtrechner, Kriegsrat und Religionsherr Markus Scheler und der Steueradjunkt Georg Martin Schmidt als Beistände der Witwe und ihres Töchterleins Maria Magdalena Veiel, der Kaufmann Franz Christoph Seutter und seine Ehefrau Magdalena geborene Veiel sowie der Ratskonsulent Erhard Julius Kiechel als ihr Beistand, Elias Ludwig Veiel und schließlich der Ratskonsulent Elias Veiel und der Kaufmann Matthäus Seutter als Beistände des Studenten der Philosophie in Ulm Christian Jakob Veiel verkaufen dem Ratsherren Johann Martin Rot ihr ererbtes Haus mit der zugehörigen Hofstatt in Ulm, das früher aus zwei Häusern bestanden hat [Lit. C Nr. 129 = Westlicher Münsterplatz 6]. Außerdem verkaufen sie ihm drei daran anstoßende Häuser und Hofstätten. Davon stößt ein Haus an Haus und Stadel des Markus Theodosius Welser. Die beiden übrigen Häuser wurden unter Vorbehalt der Haus- und Feuergerechtigkeit abgerissen und stoßen an den Käufer. Dazu gehören noch ein Hof, lebendiges Wasser und ein Garten. Die verkauften Anwesen sind dem bürgerlichen Almosenkasten, der Pfarrkirchenbaupflege und dem Rat der Stadt Ulm zinspflichtig. Der Kaufpreis beträgt 1.200 Gulden Ulmer Stadtwährung, wovon der Käufer 600 Gulden bar bezahlt und ihnen die restlichen 600 Gulden versichert hat.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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