Grenzregiment-1 (Bestand)
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BArch DVH 53-1
call number: DVH 53-1
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Deutsche Demokratische Republik mit sowjetischer Besatzungszone (1945-1990) >> Verteidigung >> Ministerium für Nationale Verteidigung und Nationale Volksarmee >> Nationale Volksarmee >> Grenzpolizei und Grenztruppen
1961-1990
Geschichte des Bestandsbildners: Aufstellung: 1.3.1957, Bef. 4/57, 11/57 MdI Umunterstellung: 1.4.1962, Bef. 85/61 MfNV u. AO 25/62 CGT 1.12.1971, Bef. 138/70 MfNV u. Bef. 69/70 CGT Auflösung: 1.8.1989, Bef. 58/89 MfNV, Bef. 37/89 CGT
Auf Beschluß des Nationalen Verteidigungsrates wurde mit dem 15. September 1961 die Deutsche Grenzpolizei in die Nationale Volksarmee überführt. Der Befehl 104/61 des Ministers für Nationale Verteidigung legte die Bezeichnung „Grenztruppen der NVA" mit Wirkung vom 1. Apr. 1962 fest. An der Westgrenze stellte die Führung Brigadestäbe auf. Den Grenzbrigaden wurden Grenzregimenter zugeteilt, die aus den früheren Grenzbereitschaften gebildet wurden. Die Grenzregimenter nahmen auch eine militärische Struktur ein. Das Grenzregiment-1 wurde 1957 aufgestellt und war der 9. Grenzbrigade (Standort Erfurt) unterstellt. Sein Standort war Mühlhausen in Thüringen. Die Grenzbataillone waren in Geismar (I. GB), Schnellmannshausen (II. GB) und Herda (III. GB) stationiert. Das I. und II. Bataillon wurde an der Grenze eingesetzt. Das II. Bataillon, ein sogenanntes Rückraumbataillon hatte keinen Grenzabschnitt zu bewachen. Kräfte des III. Bataillons hatten bei Bedarf die Linienbataillone zu unterstützen. Das Grenzregiment verfügte neben Schützenwaffen auch über Kanonen, Granatwerfer, Geschoßwerfer und Tornisterflammenwerfer.
Das Grenzregiment hatte die Aufgabe, die Grenze zu bewachen und insbesondere Grenzübertritte von Ost nach West nicht zuzulassen. Im Kriegsfalle hatte wäre das Regiment einem Verband der Landstreitkräfte zu geteilt worden.
Am 15.11.1961 war folgende Dislozierung:
Bereitschaftsstab
I. Grenzabteilung, Heiligenstadt: 1. Grenzkompanie, Günterrode
2. Grenzkompanie, Bischhagen
3. Grenzkompanie, Freienhagen
4. Grenzkompanie, Rustenfelde
II. Grenzabteilung, Wüstheuderode: 5. Grenzkompanie, Arenshausen
6. Grenzkompanie, Bornhagen
7. Grenzkompanie, Wahlhausen
8. Grenzkompanie, Weidenbach
III. Grenzabteilung, Geismar: 9. Grenzkompanie, Volkerode
10. Grenzkompanie, Großtöpfer
11. Grenzkompanie, Hildebrandshausen 12. Grenzkompanie, Katharinenberg
IV. Grenzreserveabteilung, Mühlhausen: 13. Reservegrenzkompanie, Mühlhausen
14. Reservegrenzkompanie, Mühlhausen
15. Reservegrenzkompanie, Mühlhausen
Mit Wirkung vom 01. April 1962 und 01. Oktober 1963 gab es im GR-1 Strukturveränderungen.
Gliederung der Struktur des GR-1 vom 01. April 1962:
Führung des Grenzregiments: Stab
Polit-und Parteiorgan
Technische Stelle
Dienste
Bewaffnung
Rückwärtige Dienste
Finanzstelle
Einheiten der Gefechtssicherung: Nachrichtenkompanie
Pionierzug
Gruppe für chemische und radiologische Aufklärung
Gefechtseinheiten: I. Grenzbataillon-Stab
1. bis 3. Grenzkompanie
4. Reservegrenzkompanie
II. Grenzbataillon-Stab
5. bis 7. Grenzkompanie
8. Reservegrenzkompanie
Auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung wurde am 07. Oktober 1962 dem GR-1 die Truppenfahne durch Generalmajor Reimann übergeben. Diese mußte mit der Umformierung der Grenztruppen 1971 an das Ministerium für Nationale Verteidigung zurückgegeben werden.
Mit der Strukturveränderung vom 01. Oktober 1963 wurden die Grenzreservekompanien und der Stab des II. Grenzbataillons aufgelöst und die Grenzbataillone neu disloziert. Die Zusammensetzung der Grenzbataillone war diese:
I. Grenzbataillon: Stab des I. Grenzbataillons, Geismar
1. Grenzkompanie, Weidenbach
2. Grenzkompanie, Volkerode
3. Grenzkompanie, Großtöpfer
4. Grenzkompanie, Hildebrandshausen
5. Grenzkompanie, Katharinenberg
II. Grenzbataillon: Stab des II. Grenzbataillons, Creuzburg
6. Grenzkompanie, Wendehausen
7. Grenzkompanie, Schnellmannshausen
8. Grenzkompanie, Großburschla
9. Grenzkompanie, Ifta
Am 25. Februar 1966 verlieh der Chef der Grenztruppen Generalmajor Peter auf Weisung des Ministers für Nationale Verteidigung dem GR-1 den Namen „Eugen-Leviné-Kaserne".
Im Zusammenhang mit der Umformierung der Grenztruppen wurde mit Wirkung vom 12. März 1971 der Stab des Grenzregiments-2 aufgelöst, das I. und II. Grenzbataillon mit den Grenzkompanien sowie der Sicherungszug der Grenzübergangsstelle Wartha und die Sicherungskompanie Gerstungen dem Grenzregiment-1 unterstellt.
In der Zeit vom 12. März bis 30. April 1971 erfolgte eine Umformierung des Grenzregiments-1. Im Verlauf der Umformierung wurden aufgelöst:
3. Grenzkompanie/GR-1 Großtöpfer
7. Grenzkompanie/GR-1 Schnellmannshausen
1. Grenzkompanie/GR-2 Pferdsdorf-Spichra
4. Grenzkompanie/GR-2 Neustädt
8. Grenzkompanie/GR-2 Dippach
Im Bereich des Kommandos der Grenztruppen waren an der Staatsgrenze der DDR zu Westdeutschland das Grenzkommando NORD, mit dem Standort Stendal, und das Grenzkommando SÜD, mit dem Standort Erfurt, zu formieren. In Durchführung der Umformierung war die 9. Grenzbrigade aufzulösen. Das Grenzregiment-1, mit dem Standort Mühlhausen, wurde dem Grenzkommando SÜD unterstellt.
Nach Abschluß der Umstrukturierung nahm das Grenzregiment-1 folgende Struktur ein, Stand 31. Mai 1973:
Stab GR-1 Mühlhausen
I. Grenzbataillon: Geismar/Eichsfeld
1. Grenzkompanie Weidenbach
2. Grenzkompanie Pfaffenschwende
3. Grenzkompanie Hildebrandshausen
4. Grenzkompanie Treffurt
II. Grenzbataillon Schnellmannshausen
5. Grenzkompanie Schnellmannshausen
6. Grenzkompanie Großburschla
7. Grenzkompanie Ifta
8. Grenzkompanie Neuenhof
III. Grenzbataillon Herda
9. Grenzkompanie Lauchröden
10. Grenzkompanie Gerstungen/Untersuhl
11. Grenzkompanie Berka/Werra
12. Grenzkompanie Großensee
13. Grenzkompanie Vitzeroda
Grenzübergangsstelle Gerstungen
Sicherungskompanie Neustädt
Grenzübergangsstelle Wartha
Sicherungszug Neuenhof
Stabseinheiten GR-1
Pionierkompanie Mühlhausen
Nachrichtenkompanie Mühlhausen
Mit Wirkung vom 01. Oktober 1985 veränderten sich auf Grund der Umformierung im Truppenteil die Standorte beziehungsweise Bezeichnung der Einheiten.
Stab I. Grenzbataillon und Kompanie Sicherstellung Hildebrandshausen
1. Grenzkompanie Pfaffenschwende
2. Grenzkompanie Hildebrandshausen
3. Grenzkompanie Treffurt
4. Grenzkompanie Großburschla
5. Grenzkompanie Ifta
Stab II. Grenzbataillon und Kompanie Sicherstellung Herda
6. Grenzkompanie Neuenhof
7. Grenzkompanie Lauchröden
8. Grenzkompanie Gerstungen
9. Grenzkompanie Großensee
10. Grenzkompanie Vitzeroda
Stab III. Grenzbataillon Mühlhausen
11. Grenzkompanie Weidenbach
12. Grenzkompanie Schnellmannshausen
13. Grenzkompanie Neuenhof
14. Grenzkompanie Berka/Werra
Sicherungskompanie Grenzübergangsstelle Gerstungen Gerstungen
Sicherungskompanie Grenzübergangsstelle Wartha Stockhausen
In Erfüllung des Beschlusses des Nationalen Verteidigungsrates der DDR erließen der Minister für Nationale Verteidigung den Befehl Nr. 58/89 sowie der Chef der Grenztruppen den Befehl Nr. 37/89 über strukturelle Veränderungen in den Grenztruppen der DDR. Für die Reorganisation der Grenztruppen der DDR wurde das
GR-1 am 21. August 1989 aufgelöst. Den Traditionsnamen übernahm das Grenzkreiskommando Worbis/Mühlhausen. Die Berufskader des GR-1 wurden in die neu aufgestellten Grenzbezirks- und Grenzkreiskommandos sowie an das Grenzausbildungszentrum Plauen abgegeben.
Anläßlich des 35. Jahrestages der Grenztruppen der DDR wurde das GR-1 im Oktober 1981 mit dem Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland in Gold ausgezeichnet.
Kommandeure:
Oberstleutnant Klaus-Joachim Schubert 1962 - 31. März 1965
Oberstleutnant Hans Hasse 01. April 1965 - 30. November 1967
Oberst Klaus-Joachim Schubert 01. Dezember 1967 - 10. März 1971
Oberst Rolf Görlach 11. März 1971 - 30. November 1976
Oberstleutnant Heinz Hobusch 01. Dezember 1976 - 30. April 1981
Oberst Gernot Hartung 01. Mai 1981 - 31. Mai 1986
Oberst Bernd Rodewald 01. Juni 1986 - 21. August 1989
Politabteilung Grenzregiment-1 DVP 48-1:
1.4.1962 Bef. 85/61 MfNV AO 25/62 CGT Auflösung: 1.8.1989 Bef. 58/89 MfNV Bef. 37/89 CGT Das Grenzkommando Süd wurde am 29. Febr. 1971 auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung Nr. 138/70 vom 27. Okt. 1970 aufgestellt. Das Kommando war im Standort Erfurt, Kranichfelder Straße disloziert. Nach Auflösung der Grenzbrigaden führte das Grenzkommando folgende Grenzregimenter direkt: Grenzregiment 1 Mühlhausen, Grenzregiment 3 Dermbach, Grenzregiment 4 Heiligenstadt, Grenzregiment 9 Hildburghausen, Grenzregiment 10 Plauen, Grenzregiment 15 Sonneberg, Grenzausbildungsregiment 11 Eisenach, Grenzausbildungsregiment 12 Rudolstadt. Mit der Neuformierung der Grenzkommandos wurden auch die Politabteilungen neu aufgestellt. Der Leiter der Politabteilung war als Parteifunktionär der SED dem Leiter der Politischen Verwaltung des Kommandos der Grenztruppen unterstellt und rechenschaftspflichtig. Er war zugleich Stellvertreter des Kommandeurs und diesem gegenüber für die politische Arbeit mit dem gesamten Personalbestand verantwortlich. Die Politabteilung führte auch die Grundorganisationen der SED - nur diese Partei war in den bewaffneten Kräften der DDR zugelassen - die Jugendorganisation (FDJ), die Gewerkschaftsorganisation sowie die Armeesportvereinigung "Vorwärts". Die letzten drei Organisationen galten als formell selbständig. Mit Hilfe ihrer Satzungen wurde die Führung durch die Politorgane faktisch durchgesetzt.
Inhaltliche Charakterisierung: Überlieferung:
- Befehle, 1966-1989;
- Anordnungen, 1965-1988,
- Funktionsverteilungspläne, 1979-1989;
- Dienstbesprechungen, 1971-1988;
- Kontrollen, 1979-1989;
- Lagebeurteilungen, 1977-1986;
- Kaderarbeit, v.a. Stärkemeldungen, 1975-1988,
- Kaderprogramm, Analysen der Kaderarbeit, 1986-1989;
- Planstellenbesetzungsnachweis, 1989-1990;
- Grenzsicherung 1968-1989; Ergebnisse der Grenzsicherung, 1966-1987,
- Zusammenwirken mit den Kreiseinsatzleitungen, 1968-1989;
- "Wohnsitzverlegungen von Bürgern aus dem Grenzgebiet", 1978-1982;
- Pioniertechnischer Ausbau der Grenze, 1971-1986;
- Grenzmarkierungen, Trennungslinien, 1967-1989;
- Grenzübergangsstellen, 1973-1985,
- Grenzverletzungen, 1962-1989;
- Übergabe der Dienstgeschäfte, 1965-1989;
- Fahnenfluchten, 1964-1989;
- VS-Bearbeitung, 1966-1989;
- Chroniken, 1962-1989;
- Karten des Verlaufes des Grenzmeldenetzes, 1989;
- Nachrichtentechnischer Ausbau der Grenze, 1970-1987;
- Grenzaufklärung 1976-1987;
- Gefechtsbereitschaft, 1966-1988;
- Militärgeografie im Grenzabschnitt, 1965-1971;
- Militärtechnik, v.a. Bestandsnachweise, 1975-1989;
- Unterlagen zu Minen, 1961-1984;
- Aufgabenstellungen für die Ausbildungsjahre, 1968-1989;
- Übungen, 1970-1979;
- Objektausstattungspläne.
Politabteilung Grenzregiment-1 DVP 48-1:
Der zusammengefasste Bestand besteht aus den Unterlagen folgender Organisationseinheiten:
Politabteilung/ Grenzregiment 1: Dienstbesprechungen 1980-1988; Informationsberichte 1965-1967, 1981-1985;
Politabteilung/ Grenzregiment 3: Informationsberichte 1979-1981, Pläne zur Führung der politischen Arbeit 1984-1986;
Politabteilung/ Grenzregiment 4: Informationsberichte 1977-1984, Pläne der politischen Arbeit 1984-1987, "ideologische Diversion" 1977-1981;
Politabteilung/ Grenzregiment 9: Anordnungen 1974-1975, Pläne der politischen Arbeit 1981-1985, Informationsberichte 1975-1985, "ideologische Diversion" 1981-1984;
Politabteilung/ Grenzregiment 10: Informationsberichte 1979-1985;
Politabteilung/ Grenzregiment 15: Pläne der politischen Arbeit 1980-1985, Informationsberichte 1975-1986;
Politabteilung/Grenzausbildungsregiment 11: Arbeitspläne 1965-1988, Informationsberichte 1981-1986;
Politabteilung/ Grenzausbildungsregiment 12:Arbeitspläne 1971/72, 1985-1987, Informationsberichte1978-1986.
Erschließungszustand: Findkartei, innerdienstliches Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Im Kommando der Grenztruppen der DDR in Pätz wurde das Verwaltungsarchiv der Grenztruppen eingerichtet.
Das Verwaltungsarchiv war ein Zwischenarchiv und hatte die Aufgabe die Unterlagen aus den Registraturen der zum Bereich der Grenztruppen gehörenden Dienststellen zu sichten, zu übernehmen, zu bewerten und für die Benutzung, vor allem für dienstliche Zwecke, bereitzustellen.
Die Aktenbildung erfolgte bereits bei den Registraturbildnern auf der Grundlage des Einheitsaktenplanes, K 10/3/001, der für alle Dienststellen der Nationalen Volksarmee verbindlich war. Für die Übergabe des Schriftgutes an das Verwaltungsarchiv galten die militärischen Bestimmungen über das Militärarchivwesen sowie die Bestimmungen über Wachsamkeit und Geheimhaltung.
Die Provenienzstellen waren angehalten das Schriftgut, das seinen Wert für die unmittelbare Aufgabenerfüllung verloren hatte, an das Verwaltungsarchiv zu übergeben.
Der Einheitsaktenplan legte gleichzeitig auch die Aufbewahrungsfristen der Schriftstücke fest.
Diejenigen Unterlagen, die für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen waren und vor allem die Entwicklung der Grenztruppen widerspiegelten, wurden nach 10 Jahren in das Militärarchiv der DDR, dem zuständigen Archiv, abgegeben.
Im Verwaltungsarchiv erhielten die Akten eine Archivsignatur und wurden nach der Bewertung und Verzeichnung numerisch fortlaufend im Magazin eingelagert .
Im Militärarchiv der DDR erfolgte eine tiefere Verzeichnung und die Akten erhielten eine neue Signatur.
Infolge der Vereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 wurde das Militärarchiv der DDR vom Bundesarchiv übernommen und der Abteilung Militärarchiv zugeordnet. Die Unterlagen des Verwaltungsarchivs der Grenztruppen der DDR verblieben bis zur Auflösung des Militärischen Zwischenarchivs im Jahre 1995 in Potsdam, kamen zwischenzeitlich zum Zecke der Auswertung durch die Staatsanwaltschaft Berlin in das Bundesarchiv Berlin und wurden 1999 dem Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg zugeführt.
Die Zusammenführung der Teilbestände vom Militärarchiv der DDR und dem Verwaltungsarchiv der Grenztruppen der DDR sowie eine neue Tektonik im Bundesarchiv-Militärarchiv machte eine Neuordnung der Bestände notwendig.
Da nur weinige Akten aus der Zeit des Grenzkreiskommando-302 überliefert sind, wurden diese dem Bestand DVH 53-1 zugeordnet.
Archivsignatur des Verwaltungsarchivs der Grenztruppen: VA-06-...
Archivsignatur des Militärarchivs der DDR: GT ...
Archivsignatur des Bundesarchivs-Militärarchiv: DVH 53-1/... .
Politabteilung Grenzregiment-1 DVP 48-1:
Die Akten der Politorgane wurden durch das Archiv der Grenztruppen in Pätz erfaßt und registriert und von dort an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Die Unterlagen sind nur zum Teil erschlossen, noch nicht in die Datenbank eingegeben und müssen noch unter Potsdam-Signaturen VA-P-06/ GT-P/ bzw. unter der Signatur des Verwaltungsarchivs P ... bestellt und zitiert werden
Zitierweise: BArch DVH 53-1/...
Auf Beschluß des Nationalen Verteidigungsrates wurde mit dem 15. September 1961 die Deutsche Grenzpolizei in die Nationale Volksarmee überführt. Der Befehl 104/61 des Ministers für Nationale Verteidigung legte die Bezeichnung „Grenztruppen der NVA" mit Wirkung vom 1. Apr. 1962 fest. An der Westgrenze stellte die Führung Brigadestäbe auf. Den Grenzbrigaden wurden Grenzregimenter zugeteilt, die aus den früheren Grenzbereitschaften gebildet wurden. Die Grenzregimenter nahmen auch eine militärische Struktur ein. Das Grenzregiment-1 wurde 1957 aufgestellt und war der 9. Grenzbrigade (Standort Erfurt) unterstellt. Sein Standort war Mühlhausen in Thüringen. Die Grenzbataillone waren in Geismar (I. GB), Schnellmannshausen (II. GB) und Herda (III. GB) stationiert. Das I. und II. Bataillon wurde an der Grenze eingesetzt. Das II. Bataillon, ein sogenanntes Rückraumbataillon hatte keinen Grenzabschnitt zu bewachen. Kräfte des III. Bataillons hatten bei Bedarf die Linienbataillone zu unterstützen. Das Grenzregiment verfügte neben Schützenwaffen auch über Kanonen, Granatwerfer, Geschoßwerfer und Tornisterflammenwerfer.
Das Grenzregiment hatte die Aufgabe, die Grenze zu bewachen und insbesondere Grenzübertritte von Ost nach West nicht zuzulassen. Im Kriegsfalle hatte wäre das Regiment einem Verband der Landstreitkräfte zu geteilt worden.
Am 15.11.1961 war folgende Dislozierung:
Bereitschaftsstab
I. Grenzabteilung, Heiligenstadt: 1. Grenzkompanie, Günterrode
2. Grenzkompanie, Bischhagen
3. Grenzkompanie, Freienhagen
4. Grenzkompanie, Rustenfelde
II. Grenzabteilung, Wüstheuderode: 5. Grenzkompanie, Arenshausen
6. Grenzkompanie, Bornhagen
7. Grenzkompanie, Wahlhausen
8. Grenzkompanie, Weidenbach
III. Grenzabteilung, Geismar: 9. Grenzkompanie, Volkerode
10. Grenzkompanie, Großtöpfer
11. Grenzkompanie, Hildebrandshausen 12. Grenzkompanie, Katharinenberg
IV. Grenzreserveabteilung, Mühlhausen: 13. Reservegrenzkompanie, Mühlhausen
14. Reservegrenzkompanie, Mühlhausen
15. Reservegrenzkompanie, Mühlhausen
Mit Wirkung vom 01. April 1962 und 01. Oktober 1963 gab es im GR-1 Strukturveränderungen.
Gliederung der Struktur des GR-1 vom 01. April 1962:
Führung des Grenzregiments: Stab
Polit-und Parteiorgan
Technische Stelle
Dienste
Bewaffnung
Rückwärtige Dienste
Finanzstelle
Einheiten der Gefechtssicherung: Nachrichtenkompanie
Pionierzug
Gruppe für chemische und radiologische Aufklärung
Gefechtseinheiten: I. Grenzbataillon-Stab
1. bis 3. Grenzkompanie
4. Reservegrenzkompanie
II. Grenzbataillon-Stab
5. bis 7. Grenzkompanie
8. Reservegrenzkompanie
Auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung wurde am 07. Oktober 1962 dem GR-1 die Truppenfahne durch Generalmajor Reimann übergeben. Diese mußte mit der Umformierung der Grenztruppen 1971 an das Ministerium für Nationale Verteidigung zurückgegeben werden.
Mit der Strukturveränderung vom 01. Oktober 1963 wurden die Grenzreservekompanien und der Stab des II. Grenzbataillons aufgelöst und die Grenzbataillone neu disloziert. Die Zusammensetzung der Grenzbataillone war diese:
I. Grenzbataillon: Stab des I. Grenzbataillons, Geismar
1. Grenzkompanie, Weidenbach
2. Grenzkompanie, Volkerode
3. Grenzkompanie, Großtöpfer
4. Grenzkompanie, Hildebrandshausen
5. Grenzkompanie, Katharinenberg
II. Grenzbataillon: Stab des II. Grenzbataillons, Creuzburg
6. Grenzkompanie, Wendehausen
7. Grenzkompanie, Schnellmannshausen
8. Grenzkompanie, Großburschla
9. Grenzkompanie, Ifta
Am 25. Februar 1966 verlieh der Chef der Grenztruppen Generalmajor Peter auf Weisung des Ministers für Nationale Verteidigung dem GR-1 den Namen „Eugen-Leviné-Kaserne".
Im Zusammenhang mit der Umformierung der Grenztruppen wurde mit Wirkung vom 12. März 1971 der Stab des Grenzregiments-2 aufgelöst, das I. und II. Grenzbataillon mit den Grenzkompanien sowie der Sicherungszug der Grenzübergangsstelle Wartha und die Sicherungskompanie Gerstungen dem Grenzregiment-1 unterstellt.
In der Zeit vom 12. März bis 30. April 1971 erfolgte eine Umformierung des Grenzregiments-1. Im Verlauf der Umformierung wurden aufgelöst:
3. Grenzkompanie/GR-1 Großtöpfer
7. Grenzkompanie/GR-1 Schnellmannshausen
1. Grenzkompanie/GR-2 Pferdsdorf-Spichra
4. Grenzkompanie/GR-2 Neustädt
8. Grenzkompanie/GR-2 Dippach
Im Bereich des Kommandos der Grenztruppen waren an der Staatsgrenze der DDR zu Westdeutschland das Grenzkommando NORD, mit dem Standort Stendal, und das Grenzkommando SÜD, mit dem Standort Erfurt, zu formieren. In Durchführung der Umformierung war die 9. Grenzbrigade aufzulösen. Das Grenzregiment-1, mit dem Standort Mühlhausen, wurde dem Grenzkommando SÜD unterstellt.
Nach Abschluß der Umstrukturierung nahm das Grenzregiment-1 folgende Struktur ein, Stand 31. Mai 1973:
Stab GR-1 Mühlhausen
I. Grenzbataillon: Geismar/Eichsfeld
1. Grenzkompanie Weidenbach
2. Grenzkompanie Pfaffenschwende
3. Grenzkompanie Hildebrandshausen
4. Grenzkompanie Treffurt
II. Grenzbataillon Schnellmannshausen
5. Grenzkompanie Schnellmannshausen
6. Grenzkompanie Großburschla
7. Grenzkompanie Ifta
8. Grenzkompanie Neuenhof
III. Grenzbataillon Herda
9. Grenzkompanie Lauchröden
10. Grenzkompanie Gerstungen/Untersuhl
11. Grenzkompanie Berka/Werra
12. Grenzkompanie Großensee
13. Grenzkompanie Vitzeroda
Grenzübergangsstelle Gerstungen
Sicherungskompanie Neustädt
Grenzübergangsstelle Wartha
Sicherungszug Neuenhof
Stabseinheiten GR-1
Pionierkompanie Mühlhausen
Nachrichtenkompanie Mühlhausen
Mit Wirkung vom 01. Oktober 1985 veränderten sich auf Grund der Umformierung im Truppenteil die Standorte beziehungsweise Bezeichnung der Einheiten.
Stab I. Grenzbataillon und Kompanie Sicherstellung Hildebrandshausen
1. Grenzkompanie Pfaffenschwende
2. Grenzkompanie Hildebrandshausen
3. Grenzkompanie Treffurt
4. Grenzkompanie Großburschla
5. Grenzkompanie Ifta
Stab II. Grenzbataillon und Kompanie Sicherstellung Herda
6. Grenzkompanie Neuenhof
7. Grenzkompanie Lauchröden
8. Grenzkompanie Gerstungen
9. Grenzkompanie Großensee
10. Grenzkompanie Vitzeroda
Stab III. Grenzbataillon Mühlhausen
11. Grenzkompanie Weidenbach
12. Grenzkompanie Schnellmannshausen
13. Grenzkompanie Neuenhof
14. Grenzkompanie Berka/Werra
Sicherungskompanie Grenzübergangsstelle Gerstungen Gerstungen
Sicherungskompanie Grenzübergangsstelle Wartha Stockhausen
In Erfüllung des Beschlusses des Nationalen Verteidigungsrates der DDR erließen der Minister für Nationale Verteidigung den Befehl Nr. 58/89 sowie der Chef der Grenztruppen den Befehl Nr. 37/89 über strukturelle Veränderungen in den Grenztruppen der DDR. Für die Reorganisation der Grenztruppen der DDR wurde das
GR-1 am 21. August 1989 aufgelöst. Den Traditionsnamen übernahm das Grenzkreiskommando Worbis/Mühlhausen. Die Berufskader des GR-1 wurden in die neu aufgestellten Grenzbezirks- und Grenzkreiskommandos sowie an das Grenzausbildungszentrum Plauen abgegeben.
Anläßlich des 35. Jahrestages der Grenztruppen der DDR wurde das GR-1 im Oktober 1981 mit dem Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland in Gold ausgezeichnet.
Kommandeure:
Oberstleutnant Klaus-Joachim Schubert 1962 - 31. März 1965
Oberstleutnant Hans Hasse 01. April 1965 - 30. November 1967
Oberst Klaus-Joachim Schubert 01. Dezember 1967 - 10. März 1971
Oberst Rolf Görlach 11. März 1971 - 30. November 1976
Oberstleutnant Heinz Hobusch 01. Dezember 1976 - 30. April 1981
Oberst Gernot Hartung 01. Mai 1981 - 31. Mai 1986
Oberst Bernd Rodewald 01. Juni 1986 - 21. August 1989
Politabteilung Grenzregiment-1 DVP 48-1:
1.4.1962 Bef. 85/61 MfNV AO 25/62 CGT Auflösung: 1.8.1989 Bef. 58/89 MfNV Bef. 37/89 CGT Das Grenzkommando Süd wurde am 29. Febr. 1971 auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung Nr. 138/70 vom 27. Okt. 1970 aufgestellt. Das Kommando war im Standort Erfurt, Kranichfelder Straße disloziert. Nach Auflösung der Grenzbrigaden führte das Grenzkommando folgende Grenzregimenter direkt: Grenzregiment 1 Mühlhausen, Grenzregiment 3 Dermbach, Grenzregiment 4 Heiligenstadt, Grenzregiment 9 Hildburghausen, Grenzregiment 10 Plauen, Grenzregiment 15 Sonneberg, Grenzausbildungsregiment 11 Eisenach, Grenzausbildungsregiment 12 Rudolstadt. Mit der Neuformierung der Grenzkommandos wurden auch die Politabteilungen neu aufgestellt. Der Leiter der Politabteilung war als Parteifunktionär der SED dem Leiter der Politischen Verwaltung des Kommandos der Grenztruppen unterstellt und rechenschaftspflichtig. Er war zugleich Stellvertreter des Kommandeurs und diesem gegenüber für die politische Arbeit mit dem gesamten Personalbestand verantwortlich. Die Politabteilung führte auch die Grundorganisationen der SED - nur diese Partei war in den bewaffneten Kräften der DDR zugelassen - die Jugendorganisation (FDJ), die Gewerkschaftsorganisation sowie die Armeesportvereinigung "Vorwärts". Die letzten drei Organisationen galten als formell selbständig. Mit Hilfe ihrer Satzungen wurde die Führung durch die Politorgane faktisch durchgesetzt.
Inhaltliche Charakterisierung: Überlieferung:
- Befehle, 1966-1989;
- Anordnungen, 1965-1988,
- Funktionsverteilungspläne, 1979-1989;
- Dienstbesprechungen, 1971-1988;
- Kontrollen, 1979-1989;
- Lagebeurteilungen, 1977-1986;
- Kaderarbeit, v.a. Stärkemeldungen, 1975-1988,
- Kaderprogramm, Analysen der Kaderarbeit, 1986-1989;
- Planstellenbesetzungsnachweis, 1989-1990;
- Grenzsicherung 1968-1989; Ergebnisse der Grenzsicherung, 1966-1987,
- Zusammenwirken mit den Kreiseinsatzleitungen, 1968-1989;
- "Wohnsitzverlegungen von Bürgern aus dem Grenzgebiet", 1978-1982;
- Pioniertechnischer Ausbau der Grenze, 1971-1986;
- Grenzmarkierungen, Trennungslinien, 1967-1989;
- Grenzübergangsstellen, 1973-1985,
- Grenzverletzungen, 1962-1989;
- Übergabe der Dienstgeschäfte, 1965-1989;
- Fahnenfluchten, 1964-1989;
- VS-Bearbeitung, 1966-1989;
- Chroniken, 1962-1989;
- Karten des Verlaufes des Grenzmeldenetzes, 1989;
- Nachrichtentechnischer Ausbau der Grenze, 1970-1987;
- Grenzaufklärung 1976-1987;
- Gefechtsbereitschaft, 1966-1988;
- Militärgeografie im Grenzabschnitt, 1965-1971;
- Militärtechnik, v.a. Bestandsnachweise, 1975-1989;
- Unterlagen zu Minen, 1961-1984;
- Aufgabenstellungen für die Ausbildungsjahre, 1968-1989;
- Übungen, 1970-1979;
- Objektausstattungspläne.
Politabteilung Grenzregiment-1 DVP 48-1:
Der zusammengefasste Bestand besteht aus den Unterlagen folgender Organisationseinheiten:
Politabteilung/ Grenzregiment 1: Dienstbesprechungen 1980-1988; Informationsberichte 1965-1967, 1981-1985;
Politabteilung/ Grenzregiment 3: Informationsberichte 1979-1981, Pläne zur Führung der politischen Arbeit 1984-1986;
Politabteilung/ Grenzregiment 4: Informationsberichte 1977-1984, Pläne der politischen Arbeit 1984-1987, "ideologische Diversion" 1977-1981;
Politabteilung/ Grenzregiment 9: Anordnungen 1974-1975, Pläne der politischen Arbeit 1981-1985, Informationsberichte 1975-1985, "ideologische Diversion" 1981-1984;
Politabteilung/ Grenzregiment 10: Informationsberichte 1979-1985;
Politabteilung/ Grenzregiment 15: Pläne der politischen Arbeit 1980-1985, Informationsberichte 1975-1986;
Politabteilung/Grenzausbildungsregiment 11: Arbeitspläne 1965-1988, Informationsberichte 1981-1986;
Politabteilung/ Grenzausbildungsregiment 12:Arbeitspläne 1971/72, 1985-1987, Informationsberichte1978-1986.
Erschließungszustand: Findkartei, innerdienstliches Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Im Kommando der Grenztruppen der DDR in Pätz wurde das Verwaltungsarchiv der Grenztruppen eingerichtet.
Das Verwaltungsarchiv war ein Zwischenarchiv und hatte die Aufgabe die Unterlagen aus den Registraturen der zum Bereich der Grenztruppen gehörenden Dienststellen zu sichten, zu übernehmen, zu bewerten und für die Benutzung, vor allem für dienstliche Zwecke, bereitzustellen.
Die Aktenbildung erfolgte bereits bei den Registraturbildnern auf der Grundlage des Einheitsaktenplanes, K 10/3/001, der für alle Dienststellen der Nationalen Volksarmee verbindlich war. Für die Übergabe des Schriftgutes an das Verwaltungsarchiv galten die militärischen Bestimmungen über das Militärarchivwesen sowie die Bestimmungen über Wachsamkeit und Geheimhaltung.
Die Provenienzstellen waren angehalten das Schriftgut, das seinen Wert für die unmittelbare Aufgabenerfüllung verloren hatte, an das Verwaltungsarchiv zu übergeben.
Der Einheitsaktenplan legte gleichzeitig auch die Aufbewahrungsfristen der Schriftstücke fest.
Diejenigen Unterlagen, die für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen waren und vor allem die Entwicklung der Grenztruppen widerspiegelten, wurden nach 10 Jahren in das Militärarchiv der DDR, dem zuständigen Archiv, abgegeben.
Im Verwaltungsarchiv erhielten die Akten eine Archivsignatur und wurden nach der Bewertung und Verzeichnung numerisch fortlaufend im Magazin eingelagert .
Im Militärarchiv der DDR erfolgte eine tiefere Verzeichnung und die Akten erhielten eine neue Signatur.
Infolge der Vereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 wurde das Militärarchiv der DDR vom Bundesarchiv übernommen und der Abteilung Militärarchiv zugeordnet. Die Unterlagen des Verwaltungsarchivs der Grenztruppen der DDR verblieben bis zur Auflösung des Militärischen Zwischenarchivs im Jahre 1995 in Potsdam, kamen zwischenzeitlich zum Zecke der Auswertung durch die Staatsanwaltschaft Berlin in das Bundesarchiv Berlin und wurden 1999 dem Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg zugeführt.
Die Zusammenführung der Teilbestände vom Militärarchiv der DDR und dem Verwaltungsarchiv der Grenztruppen der DDR sowie eine neue Tektonik im Bundesarchiv-Militärarchiv machte eine Neuordnung der Bestände notwendig.
Da nur weinige Akten aus der Zeit des Grenzkreiskommando-302 überliefert sind, wurden diese dem Bestand DVH 53-1 zugeordnet.
Archivsignatur des Verwaltungsarchivs der Grenztruppen: VA-06-...
Archivsignatur des Militärarchivs der DDR: GT ...
Archivsignatur des Bundesarchivs-Militärarchiv: DVH 53-1/... .
Politabteilung Grenzregiment-1 DVP 48-1:
Die Akten der Politorgane wurden durch das Archiv der Grenztruppen in Pätz erfaßt und registriert und von dort an das Militärarchiv Potsdam übergeben. Die Unterlagen sind nur zum Teil erschlossen, noch nicht in die Datenbank eingegeben und müssen noch unter Potsdam-Signaturen VA-P-06/ GT-P/ bzw. unter der Signatur des Verwaltungsarchivs P ... bestellt und zitiert werden
Zitierweise: BArch DVH 53-1/...
Grenzregiment-1 (GR-1), 1961-1990
601 Aufbewahrungseinheiten; 18,0 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Literatur: Lapp, Peter Joachim: Frontdienst im Frieden ¿ Die Grenztruppen der DDR. Entwicklung-Struktur-Aufgaben, Koblenz 1987,
Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR/ Torsten Dietrich... (Hg), Berlin 1998.
Im Dienste der Partei: Handbuch der bewaffneten Organe der DDR/ Torsten Dietrich... (Hg), Berlin 1998.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
Hierarchie
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- Bundesarchiv (Archivtektonik)
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